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Phil Taylor gab im Verlauf des Turniers nur vier Sätze ab © getty

Bei der Darts-Weltmeisterschaft in London triumphiert erneut Phil Taylor. Im Spiel um Platz drei verliert Raymond van Barneveld.

London - Mit einer weiteren glanzvollen Leistung hat sich Phil Taylor seinen 15. Weltmeistertitel sichern können.

"The Power" setzte sich in einer hochklassigen Partie mit 7:3 gegen Simon Whitlock durch. Zuvor gewann Mark Webster das Spiel um Platz 3 gegen Raymond van Barneveld.

Mark Webster ? Raymond van Barneveld 10:8

In diesem Jahr wurde das Spiel um Platz 3 wieder reaktiviert, welches in den 90er Jahren bereits ausgetragen wurde. Für die Spieler ging es immerhin um 20.000 Pfund und Mark Webster sicherte sich den Topf und beendet die WM mit einem Preisgeld von 60.000 Pfund, die ihn zum ersten Mal unter die Top 32 der PDC bringen werden.

Van Barneveld geht aber auch mit 65.000 Pfund nach Hause, da er neben seinem Preisgeld noch 25.000 Pfund für den 9 Darter bekommt.

Mark Webster zeigte sich gut von der deutlichen Niederlage am Vortag gegen Phil Taylor erholt während man bei seinem Gegner schon eine gewisse Müdigkeit feststellen konnte.

Doppel-Probleme bei van Barneveld

Es entwickelte sich aber dennoch ein munteres Spiel, bei dem Webster anfangs immer führte. Beim Stand von 7:7 warf Barney dann ein 118er Finish zu seiner ersten Führung, doch dann bekam der Niederländer wie am Vortag leichte Probleme auf Doppel und Webster konnte sich drei Legs in Folge zum Sieg sichern.

Phil Taylor ? Simon Whitlock 7:3 (3:1,2:3,2:3,3:1,3:0,3:2,3:0,3:2,1:3,3:1)

Zum Abschluss der 17. PDC World Darts Championship sicherte sich Phil Taylor seinen 15. Titel insgesamt und seinen 14. Titel bei der PDC.

Die Nummer 1 der PDC verteidigte damit erfolgreich den Titel aus dem Vorjahr und gab auf dem Weg zum Rekordpreisgeld von 200.000 Pfund im gesamten Turnier nur vier Sätze ab.

Whitlock mit gutem Auftakt

Whitlock hielt in den ersten Sätzen dagegen und führte mit 2:1, doch dann erspielte sich Taylor einen 6:2 Vorsprung, bevor er sich gegen den Australier durchsetzen konnte. Es wurde ein Klassiker zwischen diesen beiden Spielern mit Averages von über 100 und mit jeweils einem 170er Finish.

"Dieser Titel bedeutet mir alles?, sagte Taylor, "Ich glaube, dies war eines der größten Endspiele, in denen ich je gestanden habe.? "Simon hat mir während der gesamten Partie über die Arbeit sehr schwer gemacht. Als er 2:1 führte wusste ich, dass ich zurückschlagen muss und würde niemals aufgeben.?

180 zu Beginn

Taylor eröffnete das Finale perfekt mit einer 180, nachdem er erneut nach gewonnenen Bullwurf auf das Recht, anfangen zu dürfen, verzichtet hatte. Doch er vergab drei Darts auf Doppel zum Break und so konnte sich Whitlock mit einem 70er Finish das erste Leg sichern.

Auch das zweite Leg eröffnete Taylor mit einer 180 und er sicherte sich das Leg in 15 Darts, bevor er auch das dritte Leg mit einer 180 eröffnete. Taylor schaffte nun das Break und sicherte sich trotz einer 180 von Whitlock den Satz im vierten Leg mit einer Doppel 20.

Break-Feuerwerk

Der zweite Satz war sehr eng und es gab am Ende fünf Breaks. Whitlock nahm "The Power" den zweiten Satz im Laufe des Turniers ab. Auch Satz drei ging an den Australier.

Whitlock, der Raymond van Barneveld im Halbfinale schlagen konnte, erzielte dann zu Beginn des vierten Satzes seine zweite 180, musste den Satz aber Taylor überlassen.

Der fünfte Satz wurde dann von "The Power" mit glanzvollen Finishes bestimmt, nach einem 167er Finish im ersten Leg legte er dann noch ein 161er Finish zum 3:0 im dritten Leg nach und er holte sich damit die Satzführung zurück.

Das erste Leg im sechsten Satz lief ganz nach dem Geschmack von Taylor, doch dann glich Whitlock mit einem 88er Finish aus, bevor er sich mit einem 82er Finish zum 11 Darter die Führung erspielen konnte. Im vierten Leg verpasste der Wizard dann um Haaresbreite die Doppel 20 zum Satzgewinn. Dies nutzte Taylor zum Ausgleich und der legte dann einen 14 Darter zum 4:2 nach.

38 Darts zum Satzgewinn

Im ersten Leg des siebten Satzes warf Whitlock dann schon seine siebte 180, doch der Durchgang ging an Taylor mit einem 122er Bullfinish. Es folgte ein Break mit einem 13 Darter und The Power sicherte dann auch das nächste Leg in 13 Darts und er brauchte somit in diesem Satz nur 38 Darts, um sich mit 5:2 absetzen zu können.

Whitlock schaffte dann im ersten Leg des achten Satzes ein Break und führte auch deutlich im zweiten Leg, bevor auch Taylor sein 170er Finish in dieser Partie erzielen konnte. Taylor holte sich dann auch das nächste Leg und war dann trotz einer 180 seines Gegners nach einem 80er Finish nur noch einen Satz vom Titel entfernt.

Kurioses Leg

Im dritten Leg des neunten Satzes spielte Whitlock ein 108er Finish und ging mit 2:1 in Führung. Es folgte ein kurioses Leg, wo beide Spieler am Ende auf Doppel 1 werfen durften. Am Ende traf Whitlock mit seinem neunten Dart auf Doppel und er brachte die Partie damit in den zehnten Satz. 48208(DIASHOW: Die Highlights der WM 2009)

Dort holte sich Taylor mit einem 68er Finish das erste Leg, verpasste dann aber fünf Darts auf Doppel zum Break und Whitlock glich aus. Mit einem sicheren 86er Bullfinish brachte sich Taylor dann in Schlagweite zum Titel und er beendete dann das Turnier mit einem starken 131er Finish auf Doppel 16.

Zahltag für Taylor

Damit stand der 15. Titel für Taylor fest, der damit ein weiteres Kapitel in seiner unvergleichbaren Karriere schreiben konnte. Mit über 1.000.000 Pfund an Preisgeld in den letzten beiden Jahren führt "The Power" nun die Order of Merit mit über 700.000 Pfund Vorsprung vor dem Rest der Welt an.

Auch für Simon Whitlock gab es den größten Zahltag seiner Karriere, der ihn in der Rangliste auf einen Schlag von Platz 99 auf Platz 17 hochspülen wird.

Whitlock mit 180er-Rekord

Der Australier konnte sich aber auch noch in die Geschichtsbücher der WM eintragen. Zum einen war er der erste Australier in Endspiel der WM und mit 58x180 im gesamten Turnier holte er sich auch noch diesen Rekord von Raymond van Barneveld.

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