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Tomas "Shorty" Seyler ist gelernter Schiffbauer © getty

Bei den Players Championships in Gibraltar sorgen die deutschen Profis für Sensationen. Marko Puls schlägt einen Ex-Weltmeister.

Gibraltar - Da die beiden Players Championship Events auf Gibraltar auch Bestandteil der Qualifikation zur PDC European Championship sind, hat sich auch eine deutsche Delegation auf den Weg an die südliche Spitze Europas gemacht.

Angeführt von den deutschen WM-Teilnehmern Jyhan Artut, Andree Welge und Tomas Seyler gab es dann auch auf Gibraltar teilweise sensationelle Erfolge zu feiern.

Das wohl schwerste Los hatte Marko Puls in der Vorrunde gezogen, er musste immerhin gegen dreimaligen Weltmeister John Part antreten.

Puls mit zwei Sensations-Siegen

Puls' Formkurve zeigt in den letzten Monaten stark nach oben und so konnte er sich auch mit 6:4 gegen den Kanadier John Part durchsetzen. In der zweiten Runde wurde es nicht viel leichter, denn nun musste er gegen "One Dart" Peter Manley antreten, doch auch diese Hürde nahm Marko mit einem 6:3-Erfolg.

Gegen Gary Anderson ging es dann um den Einzug in das Achtelfinale und es wurde ein sehr knappes Spiel, das Marko am Ende unglücklich mit 5:6 verlor.

Marko Puls war aber nur einer von vier deutschen Spielern, die an diesem Tag die dritte Runde erreichen konnten..

Masurka schlägt Beaton

Mario Masurka sorgte gleich in der ersten Runde für Furore, als er den an Nr. 4 gesetzten Steve Beaton mit 6:5 besiegen konnte. Es folgte ein 6:4-Erfolg über Chris Loudon, bevor es dann zu der Partie gegen Mark Dudbridge kommen sollte.

Der "Flash" war an diesem Tag aber der bessere Spieler und gewann sicher mit 6:0 gegen Masurka. Tomas Seyler wurde in Gruppe 1 gelost und Jyhan Artut war auf dem besten Weg, ihn über die Gruppe 2 dann zu treffen.

Artut gewinnt gegen Players Champion

Doch zuvor hatten beide Spieler scheinbar nahezu unüberwindbare Hürden in der ersten Runde vor sich. "Shorty" musste gegen den an 1 gesetzten Mark Walsh und Artut hatte ausgerechnet den frischgebackenen Players Champion Paul Nicholson als Gegner. 48208(DIASHOW: Die Highlights der WM 2010)

Doch unsere Spitzenspieler kommen der internationalen Spitze immer näher und sie konnten diesen Trend mit sensationellen Leistungen bestätigen.

"Shorty" warf Mark Walsh mit 6:4 aus dem Rennen und Jyhan Artut ließ dann einen Erfolg mit dem gleichen Ergebnis über Paul Nicholson folgen. Artut gewann dann auch mit 6:4 gegen Jamie Craven, während "Shorty" sicher mit 6:0 gegen den einheimischen Antonio Estelerric gewinnen konnte.

Seyler unter den besten 16

Auch der US-Amerikaner Gary Mawson konnte "Shorty" dann im Gruppenfinale nicht stoppen und der Bremer stand nach dem 6:4-Erfolg im elitären Kreis der Letzten 16. Mit etwas Glück hätten wir auch einen sicheren deutschen Teilnehmer im Viertelfinale gehabt, doch da hatte der Pie Man Andy Smith etwas dagegen.

Frisch von einer Krankheit genesen spielte Smith sehr souverän und er gewann mit 6:1 gegen Jyhan Artut.

Ein Sieg hätte den Hannoveraner in der vierten Runde auf Shorty Seyler treffen lassen, der es nun stattdessen mit Andy Smith zu tun bekam. Auch hier war Smith nicht zu bremsen und er stoppte den Lauf den letzten noch im Wettbewerb verbliebenen deutschen Teilnehmers.

Frühes Aus für "Rosi"

Nach Michael Rosenauer, der in Salzburg im letzten Jahr die vierte Runde erreichen konnte, war dies mal wieder ein großer Erfolg für den deutschen Dartsport. Michael Rosenauer war ebenfalls auf Gibraltar und musste über die Vorrunde gehen. Dort gewann Rosi mit 6:0 gegen Tab Hunter und es folgte ein 6:4 über Didier De Vuyst.

In der zweiten Hauptrunde traf Michael dann auf Tony Eccles, "Rosi" gab alles, doch er musste sich mit 5:6 denkbar knapp der "Viper" geschlagen geben.

Andree Welge hatte allerdings kein so erfolgreiches Wochenende. Nach einem sicheren 6:1 in der Vorrunde gegen Justin Stagno kam der Bremer zu spät zu seiner Partie gegen Marko Puls und wurde nach den strengen Regeln der PDC gleich gestrichen, auch am Sonntag kam für ihn das schnelle Aus.

Bremer Duo scheitert in Runde eins

Mit Lars Erkelenz und Michael Klönhammer waren noch zwei weitere Bremer am Start. Erkelenz verlor in der Vorrunde gegen Stuart Bousfield mit 3:6, "Mecki" unterlag mit dem gleichen Ergebnis gegen Michael Barnard.

Maik Langendorf komplettierte das deutsche Teilnehmerfeld und er startete mit einem 6:3 über Andy reif in den Wettbewerb. Mit James Wade wollte sich Langendorf dann auch eine prominente "Trophäe" sichern, doch er unterlag nach einer starken Leistung gegen den späteren Halbfinalisten mit 3:6.

?Tag zwei:

Am Sonntag ging es dann an gleicher Stelle weiter und Maik Langendorf und Marko Puls waren die einzigen deutschen Teilnehmer, die in der Vorrunde antreten mussten.

Puls gewann sicher mit 6:0 gegen Kevin Negron und auch Maik legte ein 6:4 gegen David Rodriguez nach. Einmal warm gespielt, war dann auch die erste Hauptrunde kein Stolperstein für die Beiden, Puls gewann 6:2 gegen Sam Allen und Maik erreichte durch ein 6:4 über Simon Craven einmal mehr die Preisgeldränge.

Puls schlägt nächsten Top-Star

Dort musste sich Langendorf dann allerdings mit 1:6 gegen Tony Ayres geschlagen geben, während Marko Puls mit einem 6:2 über Kevin Painter einen weiteren Toppspieler an diesem Wochenende besiegen konnte.

Puls war dann auch der beste deutsche Vertreter an diesem Tag, doch in der dritten Runde war dann auch für ihn das Turnier mit einem knappen 4:6 gegen Robert Thornton beendet.

Artut besiegt einzige Frau

Die zweite Runde und somit zumindest etwas Preisgeld für die European Order of Merit konnten hingegen einige deutsche Spieler erreichen. Das schwerste Los hatte wohl dabei Jyhan Artut, der ausgerechnet auf den in Bestform spielenden Sieger vom Samstag Colin Lloyd treffen sollte.

Artut gab alles und verkaufte sich bei der 3:6-Niederlage mehr als achtbar, in der Ersten Runde hatte Artut übrigens mit einem 6:1 Anastasia Dobromyslova, die einzige Dame im Teilnehmerfeld, besieg

Turniersiege für Lloyd und Owens

Lars Erkelenz unterlag in dieser Runde dem ehemaligen BDO-Champion Richie Burnett mit 2:6, sein Bremer Kollege Michael Klönhammer musste sich im letzten Leg Wayne Atwood geschlagen geben.

"Shorty" Seyler traf in der zweiten Runde auf Wes Newton und der junge Engländer zeigte sich in dieser Partie mal wieder von seiner glanzvollen Seite und gewann mit 6:3.

Knapp die Preisgeldränge verpasst haben hingegen Mario Masurka mit einem 2:6 gegen Andy Reif und Michael Rosenauer, der ein weiteres Mal auf Tony Eccles traf und dieses Mal mit 3:6 verlor.

Den Turniersieg am Samstag sicherte sich Colin Lloyd mit einem 6:2 über Wayne Jones. Am Sonntag stand Denis Owens nach ei em 6:5-Finalerfolg über Gary Anderson ganz oben.

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