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Phil Taylor gewann das WM-Finale gegen Simon Whitlock © getty

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Lonmdon - Vor über 8000 Fans in der prall gefüllten O2 Arena in London wurde nun schon die sechste Saison der PDC Premier League eröffnet.

Gespannt war man natürlich auf die Neuauflage des WM-Endspiels zwischen Phil Taylor und Simon Whitlock.

Diese Partie sollte aber den Abend beschließen.

Ronnie Baxter ? Terry Jenkins 7:7

Eröffnet wurde diese Saison mit der Partie zwischen Ronnie Baxter und Terry Jenkins. Beide Spieler standen sich im Rahmen der Premier League zum ersten Mal gegenüber.

Für "The Rocket" ist es die zweite Spielzeit nach 2006, "The Bull" ist seit 2007 durchgehend mit dabei.

Es wurde das Spiel der Breaks, insgesamt 10 der 14 gespielten Legs konnte der Vorleger nicht gewinnen.

Bis zum 4:4 konnte sich keiner der beiden Spieler einen Vorsprung erspielen, Baxter war dann der Erste, der zwei Legs in Folge zu einer 6:4 Führung gewinne konnte. Jenkins schaffte das Rebreak, vergab dann aber drei Darts auf Doppel und Baxter sicherte sich schon einmal einen Punkt beim Stand von 7:5.

Nun zeigte Jenkins einmal mehr seine Kämpferqualitäten und er sicherte sich die letzten beiden Legs zum verdienten Unentschieden.

Mervyn King ? Adrian Lewis 8:5

Adrian Lewis kehrte nach einem Jahr Pause wieder zurück in die Premier, er hatte den letzten freien Platz durch eine Wildcard bekommen.

Auch die Partie gegen Mervyn King gab es zuvor noch nie in diesem Turnier, da King erst seine zweite Spielzeit in Folge bestreitet. Lewis hatte einen starken Beginn und zeigte, warum er die Wildcard erhalten hatte.

Doch King hatte das bessere Ende für sich und demonstrierte, warum er in seiner ersten Saison bis in das Finale kam. Lewis warf im ersten Leg eine 177 und einen 13 Darter, gefolgt von einer 180 und einem 12 Darter im nächsten Leg.

Auch im nächsten Leg hatte Lewis stets hohe Scores, doch King meldete sich mit einem 12 und 121er Finish in der Partie an. Im vierten Leg vergab Lewis Darts auf Doppel und er musste den Ausgleich hinnehmen.

Mit einem 14 Darter ging Lewis erneut in Führung, doch die nächsten drei Legs, allesamt unter 15 Darts, gingen an die Nr. 4 der PDC, der dabei auch mit 124 sein zweites High Finish werfen konnte.

In den nächsten beiden Legs warf Jackpot jeweils eine 180 und er glich mit einem 100er Finish auch zum 5:5 aus, doch dann legte King noch einen Gang zu. King eröffnete das elfte Leg mit einer 180, holte sich die Führung mit einem 14 Darter und baute diese noch aus, indem er die Doppel 1 zu einem 13 Darter traf. Mit einer Doppel 4 beendete er dann das Duell und schaffte einen Start nach Maß in die Saison.

Raymond van Barneveld ? James Wade 8:5

Es folgte das Duell der Kronprinzen in der PDC und dieses Mal gewann der Niederländer gegen den Titelverteidiger, gegen den er im letzten Jahr im Halbfinale verloren hatte.

Beide Spieler zeigten sich nicht von ihrer besten Seite und so wurde es ein spannendes Spiel. Wade konnte eine ausgeglichene Anfangsphase mit einem 3:2 für sich verbuchen, doch dann holte sich Barney Leg um Leg und machte aus dem Rückstand eine 6:3 Führung. Als Barney dann das zehnte Leg mit Scores von 140, 180 und 145 eröffnete, sah alles schon nach einem schnellen Ende aus. 48208(DIASHOW: Die Highlights der WM 2010)

Doch Barney verpasste den 10 Darter auf Doppel 18 und konnte auch mit der nächsten Aufnahme nicht ausmachen. Wade nutzte die kurze Schwächephase und holte sich dann das Leg. Im nächsten Leg verpasste Wade dann ein 120er Finish und Barney sicherte sich mit einer Doppel 16 den ersten Punkt.

Wade verkürzte noch einmal mit einem Treffer in die Doppel 20, doch im nächsten Leg verpasste er sein Lieblingsdoppel und Barney holte sich den erfolgreichen Auftakt mit einer Doppel 4 zum Match.

Phil Taylor ? Simon Whitlock 8:3

Phil Taylor sicherte sich zum Abschluss des ersten Tages mit einem 8:3 die Tabellenführung. Das Spiel konnte aber zu keinem Zeitpunkt an das hochklassige Endspiel bei der World Darts Championship anknüpfen.

Taylor hatte eine Woche lang das Bett hüten müssen und bekam auch einige Infusionen. Erst am Donnerstag gab er grünes Licht für die Partie, er reiste aber erst am Nachmittag vollkommen ohne Praxis an.

Doch auch Simon Whitlock merkte man die Strapazen der langen Anreise an. Der Wizard hatte noch am letzten Wochenende erfolgreich an einem Turnier in seiner Heimat teilgenommen und musste nun den Tribut für die späte Anreise zahlen.

Ab der nächsten Woche werden wir bestimmt einen anderen Simon Whitlock am Board sehen. Whitlock führte mit 2:1, bevor die Fans ein außergewöhnliches Leg sahen.

"The Power" brauchte neun Darts auf Doppel, um letztendlich die Doppel 5 zum Ausgleich zu treffen. Im nächsten Leg zeigte er dann seine ganze Klasse, als er eine 180 und ein 122er Finish zum 12 Darter werfen konnte. Im nächsten Leg war Taylor dann wieder nicht sicher genug auf Doppel und er vergab sechs Chancen zum Ausbau der Führung.

Mit einem 80er Finish konnte Whitlock dann die Partie zur Pause ausgleichen. Im siebten Leg spielte Taylor erneut einen 12 Darter mit 122er Finish, dieses Mal ging er aber nicht auf das Bullseye, sondern er spielte bei genügend Vorsprung Treble 18, Treble 20 und Doppel 4. Nun war Taylor in seinem Element, auch wenn sich 12 Darter mit vielen vergebenen Doppelwürfen abwechselten.

Ein 103er Finish zum 12 Darter brachte The Power dann den Sieg, Simon Whitlock muss nun in der nächsten Woche gegen Terry Jenkins um seinen ersten Punkt in der Premier League kämpfen.

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