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"The Power" ist auf dem besten Wege, seinen Titel zu verteidigen © getty

"The Power" lässt "Barney" keine Chance und bleibt in der Premier League ungeschlagen. Wade und Lewis liefern einen Krimi.

München - Phil Taylor zieht auch nach dem vierten Spieltag der PDC Premier League einsam seine Kreise an der Tabellenspitze und ist nun der einzige noch ungeschlagene Spieler im Feld. 48208(DIASHOW: Die Highlights der WM 2010)

James Wade ? Adrian Lewis 7:7

Zum Auftakt musste James Wade so langsam Gas geben, denn nach drei Niederlagen zum Auftakt sieht es im Moment nicht so gut mit einer erfolgreichen Titelverteidigung aus. Adrian Lewis spielte sehr stark an den ersten Tagen, doch seine Punktausbeute spiegelte diese Leistungen nicht wieder.

Es entwickelte sich eine spannende und sehr gute Partie und am Ende wurde Adrian Lewis noch für seinen Kampfgeist belohnt. Die 4.000 Zuschauer waren sofort hellwach, als sich Wade die ersten beiden Legs mit Finishes von 148 und 104 sichern konnte.

Mit einem 13 Darter brachte sich The Machine dann sogar mit 3:0 in Führung, doch Lewis konnte prompt antworten. Nach seiner ersten 180 holte sich Lewis das erste Leg und verkürzte mit einem 13er, nachdem Wade zwei Chancen zum Leg nicht nutzen konnte.

Nach der Pause konnte Jackpot dann sogar zum 3:3 ausgleichen. Zum 4:4 warf Lewis ein 134er Finish, doch eine Doppel 6 brachte Wade ein weitres Mal in Führung. Lewis musste dann auch 54 Rest stehend mit ansehen, wie Wade mit einem 132er Finish ein weiteres Break schaffte.

Wade spielte dabei zweimal das Bullseye und die Doppel 16 zu einem der Highlights an diesem Abend. Als Lewis dann knapp ein 161er Finish verpasst hatte, checkte Wade sicher zum 7:4 und er sicherte sich seinen ersten Punkt in dieser Saison. Mehr wurde es für ihn dann aber nicht, denn Lewis kam noch einmal zurück.

Zum 6:7 spielte er ein Rebreak mit einem 14 Darter und er ließ sich auch von einer 180 zu Beginn des letzten Legs von Wade nicht beeindrucken und warf selbst ein Maximum, wo er nach einem verpassten Bullseye mit dem letzten Dart die Doppel 4 treffen konnte.

Ronnie Baxter ? Simon Whitlock 8:6

Ronnie Baxter spielt in diesem Jahr eine ausgezeichnete Premier League Saison und er steht auch nach diesem Spieltag auf einem guten dritten Platz. Auch Simon Whitlock fand lange Zeit keine Mittel gegen einen sehr stark spielenden Baxter, der Schlussspurt des Wizard kam am Ende zu spät und so gab es die zweite Niederlage des Australiers.

The Rocket legte ein hohes Tempo vor, warf sofort eine 180 und holte sich Leg 1 in 11 Darts. Whitlock konnte zwar ausgleichen, doch drei 15er in Folge brachten Baxter mit 4:1 in Führung. Nun wurde Whitlock etwas sicherer und checkte 74 und 76 gewohnt sicher, doch Baxter verhinderte den Ausgleich mit einer Doppel 20, die er sich mit einer 177 gestellt hatte.

Baxter zog auf 7:4 davon, bevor er die Partie wieder spannend machte. Der Matchdart wollte und wollte einfach nicht sitzen und so kam Whitlock noch einmal auf 6:7 heran. Im letzten Leg hatte der Wizard dann sogar den Vorteil, eröffnen zu dürfen, doch Baxter hielt dagegen und traf tatsächlich dann mit seinem zehnten Matchdart die Doppel 10 zum zweiten Sieg in diesem Jahr.

Mervyn King ? Terry Jenkins 8:5

Im Duell der Verfolger setzte sich Mervyn King gegen Terry Jenkins durch, der nach einem Sieg und zwei Unentschieden nun die erste Niederlage einstecken musste. King holte sich die ersten beiden Legs, bevor Jenkins gewohnt kämpferisch mit einem 116er Finish ausgleichen konnte. Bis zum 4:4 blieb es dann spannend und knapp.

Jenkins vergab dann seine Chancen zur Führung und King erspielte sich die letztendlich Vorentscheidende 6:4 Führung. Jenkins lag dann 5:7 zurück, an den ersten beiden Spieltagen konnte er so einen Rückstand noch zu einem Unentschiedne drehen, doch King warf im nächsten Leg 2x180 und sicherte sich seinen dritten Saisonsieg mit einem 12 Darter.

Phil Taylor ? Raymond van Barneveld 8:2

Es folgte das große Duell der Nr. 1 gegen die Nr. 2 der PDC, doch diese Partie hatte nicht mehr viel von dem magischen Flair, den sie im WM-Finale 2009 verprühte. Beim damaligen Sieg hatte Taylor mehr Probleme.

Nun ist "The Power" zu dominant. Seit 18 Monaten konnte van Barneveld nicht mehr gegen Taylor.

Darüber hinaus ist der Niederländer auch weit von seiner Bestform entfernt, die ihn vor knapp zwei Jahren zum ersten WM Titel bei der PDC geführt hatte. Barney konnte zwar die ersten beiden Legs an diesem Abend gewinnen, doch dies lag eher daran, dass Taylor einmal mehr schlecht in eine Premier League Partie hinein kam.

Als Taylor dann besser wurde, kam von Barney nicht mehr viel und er warf in der gesamten Partie nicht eine einzige 180. So holte sich Taylor, ohne großartig zu glänzen, Leg um leg und gewann acht Durchgänge in Serie zu einem ungefährdeten Sieg.

Taylor bleibt damit mit einer weißen Weste an der Spitze, Barney steht nach seiner dritten Niederlage zusammen mit James Wade am Ende der Tabelle. Es bleibt abzuwarten, wie schnell sich der Niederländer wieder fangen kann.

Viel Spielpraxis sammelt er im Moment auch nicht, da er wie im letzten Jahr auf die Turniere der Pro Tour verzichtet.

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