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Vincent van der Voort (l.) nennt sich auch "Greased Lightning" © getty

Vincent van der Voort gewinnt überraschend bei den German Darts Classics in Gladbeck. Welge sorgt für einen deutschen Erfolg.

München - Am Wochenende fand im Hotel van der Valk in Gladbeck mit den German Darts Classic das erste Event der PDC Europe in diesem Jahr statt.

Bereits am Freitag sicherten sich 16 Spieler in einem Qualifikationsturnier eine Wildcard für die beiden Hauptevents, am Samstag gingen dann 177 Spieler an den Start.

Am Sonntag waren es 153 Spieler, die sich pünktlich an den Boards eingefunden hatten. Turniere in Abwesenheit von Phil Taylor sind stets sehr offen und es gibt sehr viele Favoriten auf den Titel.

Erster Titel für van der Voort

Mit der Endspielpaarung zwischen Vincent van der Voort und Wayne Jones am ersten Tag konnte man im Vorfeld allerdings nicht unbedingt rechnen. Mit einem 6:2-Erfolg feierte der Niederländer van der Voort am Ende seinen ersten Titel bei der PDC, nachdem er in den Jahren zuvor schon dreimal in einem Finale unterlegen war.

Platz 3 teilten sich an diesem Tag Kevin Painter und Jamie Caven.

Bester deutscher Spieler war Swen Seifert, der als einziger nationaler Vertreter die dritte Runde erreichen konnte. Seifert musste sich dann in einem hochklassigen Spiel knapp mit 4:6 dem an 1 gesetzten Mark Walsh geschlagen geben.

Wade scheitert früh

Walsh, einer der besten Spieler auf der Pro Tour, scheiterte dann in der nächsten Runde an dem späteren Sieger van der Voort.

Der beste Spieler aus der aktuellen Order of Merit war in Gladbeck James Wade, der sich aber bei größeren Turnieren auf der Bühne wohler fühlt.

"The Machine" scheiterte am Samstag nach einer 5:6-Niederlage gegen Peter Hudson bereits in der ersten Runde, am Sonntag reichte es immerhin zum 5. Platz, dort beendete Gary Anderson sein Turnier mit einem deutlichen 6:0-Erfolg.

Walsh stoppt "Flying Scotsman"

Der Schotte hatte am Sonntag einen glänzenden Tag erwischt und konnte schon im Achtelfinale mit 6:0 gegen die Nr. 4 der PDC Mervyn King gewinnen.

Im Halbfinale begann der "Flying Scotsman" furios, konnte diese Leistung aber nicht halten und so zog Mark Walsh einmal mehr in ein Finale der Pro Tour ein.

Sichtlich wohl fühlt sich auch der Nordire Brendan Dolan bei Events der PDC Europe, nach seiner Finalteilnahme in Nuland Ende des letzten Jahres erreichte er dieses mal erneut das Halbfinale. 48208(DIASHOW: Die Highlights der WM 2010)

Hier musste sich Dolan dann aber Adrian Lewis geschlagen geben, der an diesem Tag nicht zu stoppen war.

Lewis gewinnt zum zweiten Mal

Lewis zählt im Moment zu den besten Spielern in der PDC, er hat aber teilweise Probleme, seine extrem guten Leistungen über einen längeren Zeitraum zu konservieren.

Am Sonntag schaffte "Jackpot" dieses aber und er holte sich mit einem 6:4 über Mark Walsh seinen zweiten Titel bei der PDC Europe, nachdem er im letzten Jahr schon bei den Austrian Open erfolgreich war.

Welge mit Achtungserfolg

Mit Platz 9 konnte Andree Welge einen schönen Erfolg feiern, der Bremer gewann er auf Bühne mit einer Weltklasseleistung gegen Colin Lloyd. Im Achtelfinale war dann leider die Luft etwas raus und Welge unterlag Robert Thornton mit 1:6.

Es war aber nach Michael Rosenauer in Salzburg 2009 die beste Platzierung eines deutschen Spielers bei einem PDC Event.

Mit dem Erfolg von Adrian Lewis ging dann eine erfolgreiche Veranstaltung zu Ende. An beiden Tagen war das Event komplett ausverkauft und die sachkundigen Fans sorgten für eine Stimmung wie bei den ganz großen Events der PDC.

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