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Raymond van Barneveld holte sich 2007 den WM-Titel © getty

Nach drei Pleiten in Serie spielt van Barneveld gegen Terry Jenkins entfesselt auf. Phil Taylor steht am Rande einer Niederlage.

München - In der Manchester M.E.N. Arena feierte Raymond van Barneveld eine kleine Wiederauferstehung mit einer beeindruckenden Leistung.

In den ersten drei Spielen des Abends wurden glänzende Leistungen gezeigt, vier Spieler hatten dabei einen Average von über 100, die anderen beiden lagen knapp unter der dreistelligen Marke.

Erst im letzten Spiel sackte das Niveau etwas ab, allerdings etwas überraschend. Denn dort spielten schließlich mit Adrian Lewis der bisherige Average-König und Simon Whitlock gegeneinander.

James Wade ? Ronnie Baxter 7:7

Zum Auftakt gab es aber die Partie zwischen dem Titelverteidiger James Wade und Ronnie Baxter.

In dieser Saison gibt es vertauschte Rollen, denn Wade steht immer noch am Tabellenende der Premier League. Daran änderte dieses Spiel auch nichts, denn Wade verspielte eine 4:1 und 6:3-Führung noch und musste sich mit dem zweiten Unentschieden in Folge begnügen.

Leg 1 ging an Wade, doch Baxter glich sofort mit einem 121er Finish aus. Die nächsten drei Legs gingen an The Machine, der dabei mit einem 100er Finish auch das Break schaffte. Baxter verkürzte mit einem 14 und einem 13 Darter, dazwischen hatte Wade aber auch einen schönen 11 Darter gespielt. Mit einem 127er Finish zog Wade auf 6:3 davon, Baxter antwortete mit einem 83er Finish in zwei Darts. Im elften Leg hatte Wade dann drei Chancen zum 7:4, doch er vergab sie und Baxter machte mit einem 64er Finish das 5:6.48208(DIASHOW: Die Highlights der WM 2010)

"The Rocket" konnte dann sogar ausgleichen, doch Wade sammelte sich noch einmal und konnte mit einem 85er Finish den Punkt sichern.

Mehr war nicht drin, denn Baxter eröffnete das letzte Leg mit 2x180 in Folge. Der siebte perfekte Dart saß dann nicht, es wurde aber ein 11 Darter zum 7:7, ein Punkt, der Baxter am Ende zum erhalt den dritten Platzes reichen sollte.

Phil Taylor ? Mervyn King 7:7

Erstmals bestritt Phil Taylor nicht die letzte Partie des Abends. Das Spitzenspiel gegen Mervyn King erfüllte die Erwartungen der Fans und "The Power" musste am Ende alles geben, um die erste Niederlage abwenden zu können.

Das erste Leg holte sich Taylor mit einer Doppel 1, seine Sicherheit auf Doppel sollte er erst in den späteren Legs finden. King glich sofort aus und nutzte weitere Fehlwürfe vom Tabellenführer zum ersten Break.

Nach einer 180 holte sich King das vierte Leg mit einem 130er Finish, doch Taylor legte vor der Pause noch einmal nach und so ging es mit einem 3:3 in die Pause. Doch King kam besser aus der Pause und führte nach Finishes von 61 und 88 mit 5:3.

Nun legte Taylor richtig los und warf drei High Finishes in Folge, eine 161 gefolgt von einem 126er und einem 125er Finish zur zweiten Führung nach dem ersten Leg. Doch King war nicht beeindruckt und konnte sofort ausgleichen. Im vorletzten Leg wartete Taylor auf seine Chance zum Check und er war sichtlich beeindruckt, als King 99 mit 19, Treble 16 und Doppel 16 zum 7:6 ausmachen konnte. Doch Taylor wollte zumindest den einen Punkt und warf 3x140 im letzten Leg, stellte sich dann sicher die Doppel 20 und traf sie sofort zum 13 Darter.

Raymond van Barneveld ? Terry Jenkins 8:4

Nach leichten Problemen an den ersten Spieltagen zeigte sich Barney an diesem Abend endlich mal wieder von seiner besten Seite und er erzielte den besten Average in der gesamten Premier League Saison 2010.

Nach drei Niederlagen in den ersten vier Spielen musste der Niederländer auch endlich die Wende einläuten, wenn es denn noch etwas mit seinem ersten Titel werden soll. Terry Jenkins hatte keine Chance gegen einen entfesselt aufspielenden van Barneveld und lag mit 0:4 und 1:7 zurück, bevor er noch drei weitere Legs gewinnen konnte.

Ein Grund für diese Leistung sah der Niederländer im Wechsel seiner Darts, er benutzt nun 23 Gramm schwere Darts anstatt die gewohnten 25 Gramm. Den Wechsel zu Flight in Tropfenform hatte er schon in der Vorwoche beim 2:8 gegen Phil Taylor vollzogen.

Simon Whitlock ? Adrian Lewis 8:4

Mit seinem zweiten Sieg kletterte Simon Whitlock auf den vierten Platz und hat damit nach knapp einem Drittel der Saison eine gute Ausgangsbasis für einen Playoff Platz geschafft. Gegen Adrian Lewis reichte ihm eine mäßige Leistung zum Sieg, Lewis wirkte nach seinen glanzvollen Leistungen in den letzten Wochen und bei der German Darts Classic vor wenigen Tagen nicht frisch und zeigte seine schlechteste Leistung seit langer Zeit.

Lewis führte noch mit 2:1, fiel dann aber mit 2:4 zurück und konnte diesen Rückstand auch nicht mehr aufholen. Whitlock dürfte dies recht gewesen sein, er spielte sein Pensum locker runter und erreichte einen wohl unerwartet leichten Erolg.

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