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Phil Taylor (l.) und Simon Whitlock belegen in der Premier League die ersten beiden Plätze © getty

Das Duo dominiert bei den Austrian Open in Salzburg. "The Power" patzt nur an Tag eins. Der "Wizard" zaubert einen 9-Darter hervor.

Salzburg - Im Renaissance Hotel in Salzburg fand die zweite Auflage der Austrian Open statt, die gleichzeitig das zweite Event der PDC Europe in diesem Jahr waren.

Zur Freude der Fans hatte Phil "The Power" Taylor schon im Vorfeld seine Teilnahme signalisiert und alle waren froh, dass er es trotz der Probleme im Flugverkehr auch tatsächlich zu seinem ersten Auftritt in Österreich geschafft hatte.

Damit war die Favoritenrolle klar vergeben, zu dominant tritt Taylor bei den Turnieren an.

Die größten Chancen auf einen Sieg über die Nr. 1 im Dartsport räumt man im Moment Simon Whitlock ein, der Australier hat sich in den letzten Monaten als bester Dartspieler hinter Phil etabliert.

Wizard erstmals bei PDC-Europe-Event am Start

Und der "Wizard" reiste ebenfalls nach Salzburg, für ihn war es die erste Teilnahme überhaupt an einem Event der PDC Europe.

Und dieses Debüt wurde so erfolgreich, wie es nur sein kann, denn der Titel am Samstag ging dann in der Tat an Simon Whitlock und nicht an Phil Taylor.

Whitlock zeigte schon den ganzen Tag über, warum er in der Premier League wenige Tage zuvor den zweiten Platz absichern konnte.

Whitlock schlägt Titelverteidiger

Mit starken Leistungen zog er in das Halbfinale ein, wo er auf Adrian Lewis traf, der sich bei der Premiere der Austrian Open im letzten Jahr als erster Spieler in die Siegerliste eintragen konnte.

In einem hochklassigen Spiel gewann Whitlock gegen den Wizard mit 6:4 und erreichte damit erneut ein Finale bei einem Players Championship Event.

Taylor unterliegt Beaton

Im zweiten Halbfinale traf Phil Taylor auf Steve Beaton. Auch wenn Beaton, dessen Nickname der "Bronzed Adonis" ist, im letzten Jahr schon einmal in einem Finale bei der Austrian Open stand, so war er doch der krasse Außenseiter in diesem Spiel.

Doch obwohl Taylor unter anderem einen 10 und einen 11 Darter in Folge werfen konnte, gab Beaton nie auf und bot "The Power" erfolgreich Paroli.

Das Spiel ging in das letzte Leg und dort hatte Taylor zwei Matchdarts, die er nicht nutzen konnte. Beaton nutzte die seltene Gelegenheit und sicherte sich den Sieg über Taylor.

Vierter Turniersieg in fünf Wochen

Im Finale ging es auch hin und her, doch am Ende hatte Simon Whitlock das bessere Ende für sich. Mit 6:4 gewann der Australier gegen Steve Beaton und konnte damit bereits seinen vierten Turniererfolg in den letzten fünf Wochen feiern.

Am Sonntag rechneten dann alle mit der großen Revanche von Phil Taylor und sie sollten nicht enttäuscht werden, auch wenn das sportliche Highlight an diesem Tag von Simon Whitlock gesetzt wurde.

Souveräne Halbfinal-Siege

Beide Kontrahenten spielten den ganzen Tag über fehlerlos und so kam es dann schließlich zum Traumfinale, was nach vielen Expertenmeinungen das Finale bei vielen Turnieren in diesem Jahr werden könnte. 48208(DIASHOW: Die Highlights der WM 2010)

Taylor hatte im Halbfinale kurzen Prozess mit seinem ehemaligen Konkurrenten um die Nr. 1 Colin Lloyd gemacht und "Jaws" mit 6:0 bezwungen. Simon Whitlock musste gegen Jamie Caven antreten, der in Salzburg im letzten Jahr den Sonntagswettbewerb gewonnen hatte und er gewann die Partie gegen "Jabba" sicher mit 6:3.

Whitlock schafft 9 Darter

Das Endspiel durfte Phil Taylor eröffnen, doch das Highlight stand drei Runden später fest, als Simon Whitlock einen 9 Darter geworfen hatte.

Nach 2x180 in Folge checkte der Wizard auch noch die 141 Rest und brachte die Halle zum überkochen.

Somit haben die Fans in Salzburg bereits den zweiten 9 Darter live erleben dürfen, nachdem Adrian Lewis dieses Kunststück bereits im letzten Jahr bei seinem Finalerfolg schaffte.

Whitlock führte mit 2:0 in diesem Finale, doch Taylor kämpfte sich in die Partie und schaffte die Wende. Mit 6:4 holte er sich dann den zweiten Titel bei der Austrian Open und die beiden aktuell besten Dartspieler der Welt feierten zusammen auf der Bühne.

Die Events der PDC Europe zählen ja auch für die European Order of Merit, in der Spieler von kontinentalen Bereich Europas geführt werden.

Suljovic bangt um EM-Teilnahme

In Salzburg gab es wichtige Preisgelder zu gewinnen, die für die Qualifikation zu der im Juli in Dinslaken stattfindenden PDC European Championship berechtigen könnten.

Der Österreicher Mensur Suljovic war bei den ersten beiden Ausgaben der EC stets dabei, in diesem Jahr sieht es allerdings nicht so gut für ihn aus.

Am Samstag konnte der "Gentle" zwar nach Erfolgen unter anderem gegen den WM-Dritten Mark Webster die dritte Runde erreichen, da er am Sonntag aber leer ausging war seine Preisgeldausbeute an diesem Wochenende für ihn unbefriedigend.

Bezzeg und Puls beste Europe-Vertreter

Bester Vertreter aus dem Bereich der PDC Europe war am Samstag der Österreicher Nandor Bezzeg, der das Achtelfinale erreichen konnte, wo er dann mit 4:6 an Mark Dudbridge scheiterte.

Die deutschen Hoffnungen wurden allesamt in der zweiten Runde beendet, auch wenn es zuvor wie beim 6:4 von Andree Welge über Paul Nicholson und dem 6:2 von Bernd Roith über Robert Thornton schöne Achtungserfolge gab.

Für eine Überraschung sorgte am Sonntag der Spanier Antonio Alcinas, der nach Erfolgen über James Wade und Jelle Klaasen das Achtelfinale erreichen konnte und dort erst an Colin Lloyd scheiterte.

Bester deutscher Spieler war Marko Puls, der die dritte Runde erreichte, wo er dann ausgerechnet auf Simon Whitlock traf. Marko Puls verkaufte sich aber gut und konnte immerhin zwei Legs gegen den Wizard gewinnen.

Das nächste Event der PDC Europe ist die Dutch Darts Trophy im Juni in Haarlem, dort fällt dann die Entscheidung, welche 8 Spieler sich über die European Order of Merit zur Weltmeisterschaft spielen können.

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