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Jelle Klaasen wechselte erst Anfang 2007 von der BDO zum Konkurrenzverband PDC © getty

Der Niederländer folgt zwei Landsmännern in die Runde der letzten acht, zeigt aber Nerven. "The Power" fertigt einen Engländer ab.

München - Dramatik pur am sechsten Tag der PDC World Matchplay. Während Phil Taylor einmal mehr souverän die nächste Runde erreichte, wurde es in den drei anderen Partien hochklassig und richtig spannend.

Nun stehen die Teilnehmer des Viertelfinales fest, das am heutigen Freitag ausgetragen wird (ab 20 Uhr im Live-Stream auf SPORT1.de und ab 22.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Den Niederländern scheint der Winter Garden in Blackpool in diesem Jahr zu liegen, denn nach Co Stompe und Raymond van Barneveld hat sich auch Jelle Klaasen, auch bekannt unter "The Matador", nun unter die Letzten Acht gespielt.

Seine Partie gegen den Schotten Gary Anderson wurde am Ende dramatisch und die Emotionen fuhren Achterbahn.

(Fragen zum Dart? Mailen Sie an darts@sport1.de - Elmar Paulke und SPORT1-Experte Roland Scholten antworten während der Übertragung)

Jelle Klaasen - Gary Anderson 14:12

Die Auftaktphase gehörte dem ehemaligen BDO-Weltmeister Klaasen, der, obwohl Kontrahent Gary Anderson das erste Leg gewann, sicher mit 6:2 in Führung ging.

Nun hatte der "Flying Scotsman" seine beste Phase in dieser Partie und er holte sich sechs der nächsten sieben Legs zur erneuten Führung. Diese verteidigte Anderson bis zum 11:10, nach fünf vergebenen Darts auf Doppel zum Ausbau der Führung und wohl zur Vorentscheidung glich Klaasen aber aus.

So ging es weiter bis zum 12:12 und dort bekam Anderson dann die Quittung für das erneute Auslassen von Darts auf Doppel. Klaasen holte sich das Break zum 13:12 und hatte wenige Minuten später Matchdarts.

Doch der erlösende Check wollte einfach nicht erfolgen und er vergab fünf Möglichkeiten. Da aber auch Anderson nun Nerven zeigte, bekam der Niederländer eine dritte Chance und dieses Mal traf er die Doppel 2 mit dem dritten Dart zum ersten Einzug in das Viertelfinale der World Matchplay.

Damit hat Klaasen schon einmal 15.000 Pfund sicher, die ihn in der Order of Merit einen schönen Sprung nach vorne machen lassen.

Kevin Painter - Mark Walsh 14:12

Es blieb weiter spannend in Blackpool, denn auch die Partie zwischen Kevin Painter und Mark Walsh ging in die Verlängerung. Painter hatte schon in der ersten Runde einen knappen Erfolg gefeiert, nachdem er gegen Colin Lloyd ein 2:9 noch drehte. 48208(DIASHOW: Die Highlights der WM 2010)

Gegen Mark Walsh lag der "Artist" dieses Mal nur mit 1:4 zurück, dafür wurde es richtig nervenaufreibend. In der Schlussphase musste man sogar um die Gesundheit seiner Freundin bangen, die im Publikum sichtbar mit Painter zitterte.

Vier Legs in Folge brachten Painter die erste Führung in diesem Spiel, die er bis zum 12:10 auch hielt. Walsh gewann das nächste Leg mit einem 81er Finish und profitierte dann von den Nerven seines Gegners. Lange Zeit hatte Painter eine Trefferquote von 60 Prozent auf Doppel, doch dies zählt beim Matchdart oftmals wenig.

So auch in diesem Fall und es wurden ganze acht Fehlwürfe, die "Walshie" die Chance zum Ausgleich ermöglichten. Im 25. Leg war es dann aber die Nummer acht der PDC, die zwei Darts zur erneuten Führung ausließ - und diesmal nahm Painter dankend an.

Er holte sich das 13:12 und traf kurze Zeit später, diesmal sicher, die Doppel-Acht zum Sieg. Nach zehn vergeblichen Anläufen hat es für Kevin Painter nun erstmals mit dem Viertelfinale geklappt, Mark Walsh muss weiter auf einen großen Titel warten.

Phil Taylor - Steve Beaton 13:4

Steve Beaton hatte Phil Taylor in Salzburg bei der Austrian Open besiegen können, doch an diesem Abend stellte "The Power" die Rangfolge wieder her. Dabei sah es nicht schlecht für Beaton aus, der 2:0 führte und Chancen zum 3:0 hatte.

Er traf jedoch nicht und musste stattdessen mit ansehen, wie Taylor Normalform erreichte. Und diese reichte, um gegen Beaton nun die nächsten acht Legs zu gewinnen. Mit einem 136er Finish konnte der "Bronzed Adonis" diesen Lauf nach der zweiten Pause aber nur kurzfristig stoppen.

Zum 4:10 gab es dann das letzte Leg für Beaton, danach übernahm Taylor wieder mit Finishes von 121 und 126. Die Doppel 7 brachte "The Power" dann eine Runde weiter auf dem Weg zum elften Titel in Blackpool. Nun geht es gegen Kevin Painter, den er im letzten Monat bei der UK Open noch eine bittere 0:9 Pille verpasste.

Simon Whitlock - Steve Brown 13:10

Simon Whitlock ging als großer Favorit in die Partie gegen den jungen und auf der Bühne noch unerfahrenen Steve Brown. Doch der "Bomber" zeigte eine starke Leistung und bestätigte die Expertenmeinungen, die ihm eine große Zukunft voraussagen.

Nach dem Sieg über Terry Jenkins musste nun auch der "Wizard" alles geben, um eine Runde weiter zu kommen. Die Partie blieb stets ausgeglichen und Brown holte sich die Führung zum 6:5 mit Finishes von 107 und 118. Diese Führung konnte Brown dann auch einige Zeit halten, bevor Whitlock mit drei Legs in Folge die Partie zum 10:8 drehte.

Diesen Vorsprung verteidigte der Vize-Weltmeister dann auch und er war sichtlich erleichtert nach dem Matchdart. Simon Whitlock muss heute gleich wieder ans Board, mit den Partien des Viertelfinales geht die World Matchplay in die entscheidende Phase.

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