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Simon "The Wizard" Whitlock steht erstmals im Halbfinale der World Matchplay © getty

Simon Whitlock kämpft sich erstmals ins Halbfinale der World Match Play. In einem spannenden Spiel besiegt er Jelle Klaasen.

München - Die Halbfinalpartien der 17: PDC World Matchplay stehen fest.

Mit Phil Taylor, Raymond van Barneveld, James Wade und Simon Whitlock haben sich die wohl im Moment besten Dartspieler der Welt in diese Vorschlussrunde gespielt.

Whitlock hat sich in dieser Woche erstmals in den Top 8 der PDC platziert, doch dies wird für ihn wohl nur eine Durchgangsstation sein.

In England wird mit der Ausstrahlung der Partien an diesem Wochenende in 3D Geschichte geschrieben.

Aber auch die deutschen Fans sind einmal mehr hautnah dabei, denn SPORT1 überträgt am Sonntag live (ab 20.30 Uhr im Live-Stream auf SPORT1.de und LIVE im TV auf SPORT1).

James Wade - Wayne Jones 16:12

James Wade musste in der einzigen Nachmittags Session der World Matchplay antreten und erkämpfte sich durch einen 16:12 Erfolg einmal mehr das Halbfinale.

Wayne Jones holte sich die ersten beiden Legs der Partie, mit einem 121er Finish übernahm aber James Wade die Initiative mit fünf Legs in Folge. Mit starken Legs von 13, 14 und 14 Darts glich Jones aus und er hielt diesen Stand auch bis zum 6:6.

Obwohl der "Wanderer" in den nächsten Legs vier 180er warf, legte Wade noch mehr zu und holte sich vier Durchgänge in Folge zur sicheren 10:6 Führung. Mit Finishes von 83 und 128 verkürzte Jones zum 9:11 etwas, doch Wage legte sofort nach und holte sich die nächsten beiden Legs.

(Fragen zum Dart? Mailen Sie an darts@sport1.de - Elmar Paulke und SPORT1-Experte Roland Scholten antworten während der Übertragung)

Kurze Zeit später setzte "The Machine" dann den Matchdart und war froh, die Partie erfolgreich überstanden zu haben.

"Wayne hat eine gute Bilanz gegen mich", sagte Wade nach der Partie, "und so ein Punkt spukt immer in Deinem Kopf herum. Doch ich habe teilweise den alten James Wade zeigen können und somit die Partie überstanden."

Simon Whitlock - Jelle Klaasen 16:8

Jelle Klaasen hat eine sehr erfolgreiche World Matchplay gespielt und er hielt auch in der Anfangsphase gegen Simon Whitlock gut mit. Doch auch er musste anerkennen, dass der Australier im Moment zu den absoluten Topspielern gehört.

Klaasen eröffnete das Viertelfinale mit einem 115er Finish, die nächsten drei Legs gingen dann an Whitlock. Mit Finishes von 132 und 148 glich der "Matador" aus, und, so richtig in Laune für hohe Finishes, schaffte er ein 116er zum 4:5.

Im zehnten Leg hatte Klaasen dann die Hürde eines 167er Finishes vor sich, dieses Mal traf er das Bullseye jedoch nicht und der Bann war gebrochen. Whitlock holte sich das 6:4 und war nun nicht mehr aufzuhalten. Neun Legs in Folge gewann der "Wizard" zu einer 15:5 Führung.

Beim entscheidenden Stoß zum Matchgewinn zierte sich Whitlock dann allerdings ein wenig und so verkürzte Klaasen noch einmal zum 8:15. Mehr war aber nicht drin und mit einer sicheren Doppel 16 spielte sich Whitlock erstmals in das Halbfinale der World Matchplay.

Raymond van Barneveld - Co Stompe 16:12

Am Abend ging es dann mit dem Duell der niederländischen Freunde weiter, die sich auch auf der Bühne bestens verstanden und es gab sogar Umarmungen und Handshakes bei jeder Pause.

Für van Barneveld war es keine einfache Partie, in den letzten drei Jahren hatte er stets im Viertelfinale verloren. Nun musste er zum Erreichen seines ersten Halbfinales in Blackpool auch noch gegen einen guten Freund spielen, und so etwas ist meistens nicht besonders förderlich für Höchstleistungen.

Co Stompe konnte hingegen als Außenseiter beschwingt in die Partie gehen und es entwickelte sich in der Tat ein höchst unterhaltsames Spiel. Insgesamt gab es zehn Breaks und die Führung wechselte häufig, bis zum 10:9 hielt Stompe die Partie offen.

"Barney" glich zum 10:10 aus und nach der vierten Pause legte er den Grundstein zum Sieg. Stompe vergab zwei Darts auf Doppel zum 11:10 und nun holte sich die Nr. 2 der PDC das wichtigste Break. Im Gegensatz zu den früheren Breaks hielt van Barneveld nun seinen Vorteil und baute die Führung etwas aus.

Stompe kam zwar noch einmal zurück, doch ein hauchdünn auf Bullseye verpasstes 135er Finish zum 12:12 stellte die Weichen für seinen Kontrahenten. Van Barneveld nutzte den Augenblick und gewann die Partie mit einer Doppel 16.

"Es war nicht einfach, gegen einen Kumpel zu spielen, mit dem man 20 Jahre durch die Welt gereist ist", fügte van Barneveld noch hinzu, "nun geht es gegen James Wade, der ein exzellenter Spieler ist. Ich bin aber hier um zu gewinnen und ich werde dementsprechend in die Partie gehen".

Phil Taylor - Kevin Painter 16:4

Seit der Halbfinalniederlage 2007 gegen Terry Jenkins hat Phil Taylor nun dreizehn Partien in Folge in den Winter Gardens gewonnen. Seiner elften Finalteilnahme, "The Power" hat noch nie ein Finale der World Matchplay verloren, steht nur noch Simon Whitlock im Weg.

Somit kommt es heute im Halbfinale im Duell der Giganten zu einer Neuauflage des WM-Endspiels. Die Geschichte des Viertelfinales gegen Kevin Painter ist schnell erzählt. Vor einem Monat gab es ein 0:9 für den "Artist" bei der UK Open gegen Taylor.

Dieses Mal lief es etwas besser, zumindest gab es kein "zu Null" für den ehemaligen Vizeweltmeister. Doch mehr als vier Legs waren auch dieses Mal nicht holen und somit blieb ihn nur die Ehre, Phil Taylor als Erster zum Erreichen das Halbfinales gratulieren zu können.

Painter fügte noch hinzu: "Ich bin stolz, das Viertelfinale erreicht zu haben. Und wer weiß, was passiert wäre, wenn ich dort nicht gerade auf Phil hätte treffen müssen? Phil hat gegen mich so ziemlich alles getroffen, was er haben wollte und gegen so etwas kann man nicht bestehen."

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