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Bernd Roith (l.) erreicht die zweite Runde der European Championship © getty

Bei der European Championship gewinnt mit Bernd Roith erstmals ein Deutscher eine Begegnung. Raymond van Barneveld gewinnt knapp.

München - Gleich zum Auftakt wurde am zweiten Tag der 3. PDC European Championship Geschichte geschrieben, denn mit Bernd Roith konnte erstmals in der Geschichte dieses Events ein deutscher Spieler eine Partie gewinnen. (Die Darts-EM live im TV auf SPORT1)

Mit Adrian Lewis und James Wade schieden zwei der Mitfavoriten aus, Raymond van Barneveld und Ronnie Baxter mussten alles geben, um ein frühes Aus zu vermeiden.

Bernd Roith ? Denis Ovens 6:4

Obwohl Bernd Roith ab der ersten Stunde der PDC Europe dabei war, reichte es erst in diesem Jahr erstmals für ein Spiel vor laufenden Kameras.

Denis Ovens war vorgewarnt, der der 50-jährige aus Tübingen hat schon auf der Pro Tour so machen Erfolg gegen Favoriten gefeiert. Und unter dem Jubel der Fans holte Roith auch die ersten beiden Legs und er blieb auch gelassen, als Ovens zum 2:2 ausgleichen konnte.

Als "The Heat? dann einen Dart auf Doppel zur Führung nicht nutzte, warf Roith ein 152er Finish und brachte den Saal zum Überkochen. Diese Führung verteidigte der Deutsche bis zum 5:4 und er führte nach guten Scores auch im zehnten Leg.

Mit einem 80er Finish zog Bernd Roith dann als erster Deutscher in die zweite Runde der European Championship ein, wo er heute Abend gegen Raymond van Barneveld antreten darf.

Robert Thornton ? Mark Dudbridge 6:4

Robert Thornton zeigte sich gut erholt von seiner 0:10 Klatsche gegen Gary Anderson beim World Grand Prix. Gegen Mark Dudbridge waren die ersten fünf Legs ausgeglichen, bevor der Schotte das erste Break zum 4:2 schaffte. "The Thorn" baute die Führung auf 5:2 aus, doch "The Flash" kam noch einmal heran und holte die nächsten beiden Legs.

Dudbridge war dann nicht besonders zielsicher und vergab vier Chancen zum Ausgleich. So durfte sich Robert Thornton über den Einzug in die zweite Runde freuen.

Wayne Jones ? Adrian Lewis 6:3

Mit einer soliden Leistung erreichte auch Wayne Jones das Achtelfinale in Dinslaken. Während der "Wanderer" überzeugen konnte, zeigte Adrian Lewis eine enttäuschende Leistung.

Nachdem der "Jackpot" bereits in Blackpool eine Erstrundenniederlage einstecken musste, lief es in Dinslaken erneut nicht gut. Nach einem 1:1 Zwischenstand holte sich Jones das erste Break und er steuerte danach sicher in Richtung Sieg.

Michael van Gerwen - Tomas Seyler 6:4

Nun hofften die deutschen Fans natürlich auf einen zweiten Erfolg "hrer" Jungs. Tomas Seyler traf auf den jungen Niederländer Michael van Gerwen, der nach einem Schlüsselbeinbrauch sein erstes Spiel nach langer Pause machte.

Doch "Mighty Mike" zeigte keine Schwäche und spielte eine starke Partie. Bis zum 2:2 war die Partie ausgeglichen, doch dann holte sich van Gerwen zwei Legs in Folge zur 4:2 Führung. Mit einem 63er Finish verkürzte "Shorty", doch im nächsten Leg verpasste er knapp das Bullseye zum Ausgleich.

Mit einem 96er Finish verkürzte Seyler erneut auf 4:5, doch eine 180 im zehnten Leg brachte van Gerwen weit in Führung und er nutzte diesen Vorteil zum Matchgewinn.

Colin Lloyd ? James Wade 6:4

Colin Lloyd hatte vor einer Woche noch ein 2:8 gegen Kevin Painter verspielt, dieses Mal ließ er sich einen Vorsprung nicht nehmen.

Mit 4:2 führte "Jaws" gegen James Wade, doch die Nr. 3 der PDC konnte ausgleichen. Dieses Mal brach das Spiel von Lloyd nicht zusammen, er antwortete sofort mit einer 180 und brachte sich damit wieder auf Kurs. Lloyd holte sich das 5:4 und traf dann im vierten Versuch die Doppel 14 zum Sieg über den doch leicht favorisierten James Wade.

Raymond van Barneveld ? Andy Hamilton 6:5

Auch in Dinslaken hatte "Barney" viele Fans und die mussten richtig lange um ihr Idol zittern. Der Niederländer holte sich die ersten beiden Legs, doch dann drehte Andy Hamilton auf und gewann vier Legs in Folge.

Vor ein paar Monaten wäre van Barneveld zu so einem Zeitpunkt eingesackt, nach seiner Turnierpause scheint er nun zu alter Stärke zurück zu finden. Die nächsten drei Legs gingen an "Barney", Hamilton brachte das Spiel aber in das letzte Leg. Hier hatte van Barneveld den Vorteil, das Leg eröffnen zu dürfen und eine 177 brachte ihn entscheidend nach vorne. Mit einem 11-Darter beendete Raymond van Barneveld die erste Partie, die bei diesem Event über die komplette Distanz ging.

Wes Newton ? Colin Osborne 6:4

Die Partie zwischen Wes Newton und Colin Osborne nahm einen ungewöhnlichen Verlauf. Newton holte sich die ersten drei Legs, doch Osborne legte mit vier Durchgängen in Serie nach.

Ein Treffer ins Bullseye zum 124er Finish wäre wohl die Vorentscheidung gewesen, doch der "Wizard" vergab die Chance und Newton glich mit Treffern in der Doppel 5 und Doppel 15 aus.

Nachdem Osborne ein 130er Finish auf Doppel 5 knapp verpasste, holte sich Newton die Führung zurück und mit einem 68er Finish machte "Av it" den Sack zu.

Ronnie Baxter ? Alan Tabern 6:5

In der letzten Partie des Abends ging es noch einmal über die komplette Distanz. Tabern warf im zweiten Leg ein 141er Finish und führte mit 4:1.

Die nächsten drei Legs gingen an Baxter, er vergab anschließend aber drei Darts zur ersten Führung und Tabern machte das 5:4 mit einem 100er Finish. Mit einem sicheren 79er Finish glich ?The Rocket? aus und im letzten Leg warf der Engländer ein schönes 126er Bullfinish zum Matchgewinn.

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