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Colin Osborne (M.) freut süch über seine soeben errungene Siegestrophäe © getty

In einem hochdramatischen Finale sichert sich der Engländer den Sieg in Dinslaken. Pech hat ein deutscher Teilnehmer.

Dinslaken - Der Engländer Colin Osborne hat im Eventcenter der Stadthalle Dinslaken die German Darts Trophy 2008 gewonnen.

In einem spannenden und hochklassigen Finale besiegte er den Spanier Carlos Rodriguez mit 3:2 nach Sätzen.

Damit haben die Fans in der prall gefüllten Stadthalle ein Finale gesehen, mit dem man im Vorfeld nicht rechnen konnte. Colin Osborne ist die aktuelle Nr. 14 der PDC und stand schon in einigen Finalen auf der ProTour.

Aber der Spanier Carlos Rodriguez gehört als Nr. 122 der PDC zu den Newcomern des Jahres und konnte mit der Finalteilnahme seinen bisher größten Erfolg feiern. Der zweite Platz und das Preisgeld von 2500,00 Pfund wird Carlos um knapp 30 Plätze nach vorne bringen.

Taylor nicht am Start

Beide Spieler haben die große Gelegenheit genutzt, dass neben der souveränen Nummer Eins der PDC, Phil Taylor, auch die Nummern Zwei bis Vier, Raymond van Barneveld, James Wade und John Part, nicht am Start waren.

An Nummer Eins gesetzt war Terry Jenkins, doch ?The Bull" konnte seine zuletzt wechselhafte Form nicht konsolidieren und schied bereits in der dritten Runde gegen Steve Maish aus. In dieser Runde scheiterten mit Adrian Lewis, Wayne Mardle und Denis Ovens weitere Titelanwärter.

Als dann im Achtelfinale auch noch Andy Hamilton, Mervyn King und Colin Lloyd ausschieden, war das Turnier vollkommen offen.

Osborne stoppt Rosenauer

Carlos Rodriguez zeigte schon bei seinen Erfolgen gegen Andy Jenkins, Steve Maish und Peter Manley eine bemerkenswerte Form und konnte sie dann auch auf die Bühne retten. Dort besiegte Carlos Kevin Painter, immerhin ein ehemaliger Vizeweltmeister, glatt mit 3:0.

Colin Osborne stoppte erst die Hoffnungen des Deutschen Michael Rosenauer, bevor er sich nach Erfolgen über Peter Wright und Robert Thornton in der Vorschlussrunde wieder fand.

Dudbridge vergibt drei Matchdarts

Das Halbfinale gegen Mark Dudbridge war ein richtiger Krimi und Osborne hätte fast noch eine 2:0-Führung verspielt. Mark Dudbridge hatte am Ende sogar drei Matchdarts, doch er vergab sie und musste eine schmerzhafte Niederlage einstecken.

Mit einem Finaleinzug hätte sich Dudbridge für die am Donnerstag startende PDC European Championship qualifizieren können.

Auch im Finale wurde es dann spannend. Denn diese Partie ging bis in das letzte Leg den letzten Satzes. Hier zeigte sich Osborne am nervenstärksten und holte sich den Titel der German Darts Trophy.

Suljovic für European Championship qualifiziert

Dieses Turnier war außerdem die letzte Chance, sich noch über diese Rangliste für die PDC European Championship zu qualifizieren.

Mensur Suljovic, die Nummer Eins der GDC, ging als Führender in dieser Extrawertung ins Rennen, gefolgt von Carlos Rodriguez, Jelle Klaasen und Jan van der Rassel.

Obwohl Suljovic noch von Carlos Rodriguez überholt wurde, schaffte er die direkte Qualifikation für die European Championship. Neben Rodriguez konnten auch Jelle Klaasen und Jan van der Rassel ihre Plätze verteidigen.

Spannender Kampf um Platz drei

Damit wurde es für die deutschen Teilnehmer spannend, denn nun war sicher, dass die Nummer Zwei und Drei des GDC-Rankings sich auch qualifizieren würden. Andree Welge ging als Nummer Zwei ins Rennen und konnte die Position auch halten.

Um Platz drei gab es dann einen spannenden Kampf. Hannes Schnier vergab einen Matchdart gegen Denis Ovens in der zweiten Runde und musste nun auf Michael Rosenauer schauen.

Rosenauer gewann in der zweiten Runde knapp gegen den Engländer Alex Roy und ein weiterer Sieg hätte ihn nach Frankfurt gebracht.

Doch "Rosi" traf ausgerechnet auf den späteren Turniersieger Colin Osborne und der spielte an diesem Tag nahezu fehlerfrei. Rosenauer fehlten am Ende zwei Punkte zum dritten Platz. Die GDC-Teilnehmer bei der PDC European Championship heißen somit Mensur Suljovic, Andree Welge und Hannes Schnier

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