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Adrian Lewis schied bei der WM 2010 im Viertelfinale aus © getty

Nach Enttäuschungen bei den letzten beiden Events stoppt Adrian Lewis in Crawley seine Krise. Auch Colin Lloyd jubelt.

Crawley - Im K2 Centre von Crawley sicherten sich Adrian Lewis und Colin Lloyd die ersten Pro-Tour-Titel nach der Sommerpause.

In Abwesenheit von Phil Taylor ging Simon Whitlock als an 1 gesetzter Spieler in die Wettbewerbe und er erreichte am Samstag mit klaren Erfolgen souverän die vierte Runde.

Dort traf er auf Mark Dudbridge, der eine starke Partie spielte und den "Wizard" mit 6:1 besiegte.

Lange durfte sich "The Flash" aber nicht über diesen Erfolg freuen, denn schon eine Runde später verlor er im Viertelfinale gegen Steve Farmer mit 3:6.

Überraschungsmann Farmer

Steve Farmer war der Überraschungsspieler des Tages, vor Mark Dudbridge konnte er schon Andy Hamilton mit 6:1 und James Wade mit 6:3 besiegen.

Im Halbfinale behielt er dann die Nerven und gewann im letzten Leg mit 6:5 gegen Gary Anderson und erreichte damit sein erstes Pro Tour Finale überhaupt. Im Finale traf er auf Adrian Lewis, der bei seinem 6:5 Erfolg über Vincent van der Voort im Halbfinale ebenfalls über die komplette Distanz gehen musste.

Lewis als Meister des letten Legs

Schon in den Runden zuvor zeigte sich "Jackpot" als Meister des letzten Legs, denn auch bei seinen Erfolgen über Wayne Atwood, Steve Maish und Mark Webster musste er über die komplette Distanz gehen.

Lediglich die Partie gegen Alex Roy in der vierten Runde gewann er souverän mit 6:1. Die Partie gegen Maish beendete Lewis mit einem 161er Finish.

Im Finale schaffte Lewis ein Break zum 4:2 und diese Führung reichte ihm, um den zweiten Turniererfolg in diesem Jahr zu sichern.

Damit konnte der Engländer einen Schlussstrich unter einen für ihn unerfreulichen Sommer mit Erstrundenniederlagen beim World Matchplay und der European Championship ziehen.

Frühes Aus am nächsten Tag

Einen Tag später war für Lewis das Turnier allerdings schon in der dritten Runde beendet, nachdem er mit 3:6 gegen Tony Eccles verloren hatte.

Dafür lief es an diesem Tag bei Colin Lloyd sehr gut, der am Vortag noch früh in der zweiten Runde mit 4:6 an Steve Evans scheiterte.

Nach knappen Erfolgen über 11 Legs gegen Gary Welding und Terry Jenkins besiegte "Jaws" auch Steve Beaton und Tony Eccles, bevor er sich im Halbfinale mit 6:3 gegen Alan Tabern durchsetzte.

Spektakulärer 9-Darter von Caven

Im zweiten Halbfinale traf Simon Whitlock auf Jamie Caven, der mit einem 9-Darter das sportliche Highlight des Tages setzen konnte.

Für "Jabba" war es das erste perfekte Spiel in einem Wettkampf und er schaffte dieses Kunststück mit einem äußerst seltenen Weg.

Nach einer schon sehr ungewöhnlichen 167 zum Auftakt und einer 180 hatte Caven 154 Rest, die er mit zweimal Treble 20 und einer Doppel 17 checkte. Diesen Weg hat wohl noch nie jemand bei einem 9-Darter genommen.

Vierter Turniersieg für Lloyd

Trotzdem reichte es für Caven nicht zum Finaleinzug und er musste sich Simon Whitlock mit 4:6 geschlagen geben. Im Finale führte Colin Lloyd mit 2:0 und 3:1, bevor Whitlock zum 3:3 ausglich.

Mit einem 104er Finish holte sich Lloyd die Führung zurück und er führte dann auch mit 5:4, nachdem der Australier ein weiteres Mal den Ausgleich schaffte.

Im zehnten Leg verpasste der "Wizard" knapp ein 120er Finish um die Partie in das letzte Leg zu bringen. Colin Lloyd nutzte die Chance und traf die Doppel 20 zum vierten Turniererfolg in diesem Jahr.

Mit diesem Erfolg erreichte der Engländer auch den 7. Platz in der Order of Merit, seine beste Platzierung seit Jahren.

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