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Darts-Profi Steve Farmer (l.) belegt in der Order of Merit nur Platz 101 © getty

Der Engländer triumphiert im Finale von Nuland über einen Landsmann. Dies sei der wichtigste Tag seiner Karriere, sagt Farmer

Nuland - Mit dem sensationellen Turniererfolg von Steve Farmer haben die Dutch Players Championships in Nuland geendet.

Nachdem am ersten Turniertag mit James Wade und Terry Jenkins zwei Spieler aus dem Favoritenkreis das Finale bestritten, sah es am Sonntag ganz anders aus.

Steve Farmer war vor dem Turnier auf Platz 101 in der Order of Merit und in der internationalen Dartszene nahezu unbekannt.

In den letzten Wochen wurde der Engländer aber immer konstanter mit dem Erreichen des Endspiels in Crawley vor zwei Wochen machte er erstmals richtig auf sich aufmerksam.

Farmer dreht die Partie

In Crawley musste sich Farmer noch Adrian Lewis im Finale geschlagen geben, in Nuland sollte seine große Stunde kommen. Sein Gegner war Kevin Painter, der ehemalige Top 10 Spieler wartet auch schon seit vier Jahren auf einen Turniersieg.

Painter führte auch bereits mit 4:2, bevor Farmer mit vier 13-Dartern in Folge die Partie drehte. Für den ersten Turniersieg in seiner Karriere erhält Farmer 6000 Pfund Preisgeld, doch es zahlt sich noch weiter für ihn aus.

Mit dem Turniererfolg sicherte er sich auf den letzten Drücker die Qualifikation für das nächste anstehende PDC Major Turnier.

"Wichtigster Tag meiner Karriere"

Damit ist weiteres Preisgeld sicher und Farmer steht aktuell auf einem Platz, der ihn zur Teilnahme an der nächsten PDC World Darts Championship berechtigen würde.

Es ist also mehr als verständlich, wenn Steve Farmer den Sonntag als "den wichtigsten Tag in meiner Karriere" bezeichnet.

Favoriten scheiden aus

Für die Favoriten lief der zweite Tag in Nuland wenig erfolgreich. Vortagessieger James Wade schied bereits in der ersten Runde gegen den Ungarn Nandor Bezzeg aus.

Nach und nach verabschiedeten sich die Top 10 Spieler, am Ende stand aus diesem Kreis nur noch Simon Whitlock im Viertelfinale.

Beim Australier lief es aber nach zuvor starken Leistungen im Halbfinale nicht so gut und er unterlag Kevin Painter.

Ebenfalls auf Platz 3 landete Steve Maish, der für eine Qualifikation zum World Grand Prix auch einen Turniersieg benötigt hätte.

Erster Titel für Wade

In Abwesenheit von Phil Taylor und Raymond van Barneveld, der kurzfristig wegen Krankheit absagen musste, sicherte sich die Nr. 3 der PDC James Wade am Samstag seinen ersten Players Championship Titel in diesem Jahr.

"The Machine" besiegte Terry Jenkins mit 6:4 in einem Finale, indem er bereits im ersten Leg mit einem 167er Finish ein Ausrufezeichen setzte.

Den dritten Platz teilten sich an diesem Tag die Engländer Colin Osborne und Wes Newton. Die Überraschung des Tages war der Belgier Kim Huybrechts, der als Qualifikant das Viertelfinale erreichte.

Deutsche Teilnehmer ohne Erfolg

Huybrechts scheiterte dann an Terry Jenkins, doch das erspielte Preisgeld lässt ihn jetzt im Kampf um die Wildcards zur PDC World Darts Championship ein gehöriges Wörtchen mitsprechen.

Für die deutschen Teilnehmer lief es an diesem Wochenende nicht so gut und so gab es keine Verbesserungen in der European Order of Merit, die maßgeblich für die Qualifikation zur Weltmeisterschaft ist.

Am 23. und 24. Oktober gibt es in Bad Nauheim beim letzten PDC Europe Event in diesem Jahr aber noch einmal zwei Chancen, eines der vier begehrten Tickets zu erspielen.

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