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James Wade gewann 2009 die Darts Premier League © intern

"The Machine" lässt Taylor-Bezwinger Lewis keine Chance und schnappt sich beim PDC World Grand Prix in Dublin den ersten Platz.

München - James Wade hat die große Chance genutzt und sich mit einem 6:3 Erfolg über Adrian Lewis seinen zweiten Titel beim PDC World Grand Prix gesichert.

Für "The Machine" war es der insgesamt fünfte Major Titel. Lewis, der den Weg durch seinen Erfolg über Phil Taylor vorbereitet hatte, muss weiter auf seinen ersten großen Titel warten.

"Ich bin total begeistert", sagte Wade nach dem Finale. "Mal wieder Champion genannt zu werden fühlt sich großartig an. Ich habe teilweise nicht gut gespielt in diesem Jahr. Auch hier in Dublin lief es nicht immer gut, es reichte aber, um das Turnier zu gewinnen und nur das zählt."

Mit seinem Erfolg hat sich Wade wieder auf Platz zwei der Order of Merit gespielt und ist an Raymond van Barneveld vorbei gezogen, den er im Halbfinale sicher besiegen konnte.

James Wade - Adrian Lewis 6:3 (3:0,1:3,3:0,2:3,3:2,3:1,0:3,3:1,3:2)

Die Sicherheit von Wade brachte dem Engländer einen guten Start in das Finale, er traf dreimal sicher sein Ziel und holte sich den Durchgang in drei Legs.

Der zweite Satz wurde von beiden Spielern mit einer 160 eröffnet. Lewis war aber Vorleger und nutzte seine Chance zum ersten Leggewinn in 14 Darts.

Ein weiterer 14-Darter brachte ihm das erste Break, zum 3:0 in diesem Satz vergab er dann aber drei Darts auf Doppel. Das vierte Leg holte sich "Jackpot" aber in aller Ruhe, denn Wade verpasste 10 Darts auf Doppel, um in das Leg zu kommen.

Wade hatte seine Sicherheit auf Doppel schnell zurück und gewann den dritten Satz erneut zu Null. Im vierten Satz ging es dann erstmals über die komplette Distanz, es gab kein Break und so glich Lewis mit einem 56er Finish und einem 14-Darter zum 2:2 aus.

Lewis verpasst Führung

Lewis hatte im fünften Satz seine Chance, erstmals in Führung zu gehen. Er führte mit 2:1 Legs und stellte sich einen Rest von 40, doch Wade traf das Bullseye zum 81er Finish und rettete den Satz.

Einmal mehr war es dann die Doppel 20, die Wade erneut die Satzführung brachte. Nun war es James Wade, der eine Chance sah und sie auch nutzte.

Lewis führte mit 1:0 im sechsten Satz, doch er vergab anschließend ein paar Möglichkeiten und Wade nutzte dies sofort aus. Er holte sich drei Legs in Folge und setzte sich mit einer 4:2 Satzführung erstmals etwas ab.

Nach einem 100er Finish von Wade im ersten Leg des neunten Satzes wurde es langsam eng für Lewis, der aber noch einmal kämpfte.

"Ich war verpflichtet den Titel zu holen"

Mit einem 15- und einem 13-Darter schien er den Satz noch einmal drehen zu können, doch er verpasste die Doppel 20 im vierten Leg zum Satzgewinn.

Wade nahm die Gelegenheit wahr und glich mit einer Doppel 4 zum 14-Darter aus und nach einem 80er Finish im fünften Leg stand der neue World Grand Prix Champion fest.

Nach der Partie widmete Wade den Titel seiner Großmutter, der es im Moment nicht so gut geht. "Ich musste etwas machen, um sie aufzubauen, daher war ich verpflichtet, hier den Titel zu holen."

Lewis zeigte sich natürlich etwas geknickt nach der verpassten Chance auf den ersten großen Titel, er war aber trotzdem mit dem Turnier sehr zufrieden, da er gezeigt hätte, dass er auch auf großen Bühnen gegen Phil Taylor gewinnen kann.

James Wade - Raymond van Barneveld 5:1 (3:2,3:2,3:0,2:3,3:1,3:2)

Mit einem doch recht deutlichen 5:1 Erfolg hatte sich Wade im Duell der Nr. 3 gegen die Nr. 2 in das Finale gespielt und damit van Barneveld die erste Chance auf den Titel in Dublin genommen.

"Barney" gab alles, doch auch der Wechsel der Flight Form während der Partie und die große Unterstützung des Publikums konnten ihm nicht helfen.

Wade zeigte sich beeindruckt von der Pro-Barney Atmosphäre, aber er war nicht beeindruckt genug, dass sein Spiel darunter gelitten hätte.

Adrian Lewis - Phil Taylor 5:4 (3:2,0:3,3:2,0:3,1:3,1:3,3:1,3:0,3:2)

Es folgte die Sensation des Turniers, denn Niederlagen von Taylor bei Major Turnieren sind sehr, sehr selten. Lewis hatte zuvor bei TV-Übertragungen noch nie einen Satz gegen Taylor gewonnen.

Diesen Erfolg konnte er dann schon nach fünf Legs für sich verbuchen und der ehemalige Lehrling war heiß darauf, endlich seinen Lehrmeister zu bezwingen.

Es wurde eine brillante Partie von beiden Spielern, die am Ende im letzten Leg entschieden werden musste. Lewis warf in dieser Partie 16x180, Taylor schaffte 7 Maximums.

"Jackpot" konstant

Beispielhaft für diese Partie war das erste Leg des sechsten Satzes. Lewis hatte sieben perfekte Darts auf dem Weg zum 9-Darter, verpasste dann aber die Treble 17 für das 161er Finish.

Er stellte sich 24 Rest, doch Taylor schnappte sich das Leg mit einem 170er Finish. Lewis führte mit 2:1, nachdem er Satz eins und drei knapp über fünf Legs gewonnen hatte.

Dann sah es nach einem schnellen Ende aus, als Taylor neun der nächsten elf Legs gewann und mit 4:2 Sätzen führte. "Jackpot" brach aber nicht ein und warf weiterhin konstant hohe Scores.

Lewis nutzt Schwächephase

Die nächsten beiden Sätze gingen dann auch sicher an Lewis und so musste der neunte Satz die Entscheidung bringen.

An diesem Tag hatte wohl nur noch Lewis an seine Chance geglaubt und er nutzte eine kleine Schwächephase von "The Power" aus.

Taylor vergab die Doppel 20 im dritten Leg und das Bullseye im vierten Leg zum 92er Finish und so musste das letzte Leg entscheiden.

Unter Druck zeigt Taylor für gewöhnlich, warum er die souveräne Nr.1 ist, dieses Mal klappte es nicht. Er verpasste vier Darts, um das Leg eröffnen zu können und ermöglichte so seinem Kontrahenten, davon zu ziehen.

Lewis stellte sich 106 Rest und traf mit seinem ersten Matchdart die Doppel 20 zum für ihn historischen Sieg.

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