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Phil Taylor präsentiert den erstmals vergebenen EM-Pokal der PDC © intern

Der Darts-Star holt sich bei den ersten PDC-Europameisterschaften den Titel. Auch im Endspiel ist er nicht zu stoppen.

Frankfurt - Bei den erstmal ausgetragenen PDC-Europameisterschaften untermauert Phil Taylor seine Ausnahmestellung. Im Halbfinale und im Finale lässt er sich von kurrzeitigen Problemen nicht aufhalten.

Die Spiele im Überblick:

Phil Taylor - Robert Thornton 11:7

Robert Thornton durfte zum ersten Mal in seiner Karriere das Halbfinale bei einem PDC Major Turnier bestreiten und hatte dabei mit Phil Taylor die höchstmögliche Hürde auf dem Weg in das Finale vor sich.

Thornton konnte seine starke Leistung aus den letzten Tagen noch einmal steigern und hatte am Ende einen Average von über 103. Doch solche Leistungen reichen im Moment nicht, um "The Power" schlagen zu können. Mit 113,33 konnte Taylor seine Leistung aus der Partie gegen Mervyn King bestätigen und erneut Maßstäbe setzen.

Das Spiel begann wie erwartet mit einer 4:1 Führung und Finishes von 125 und 123 von Taylor, doch dann drehte Thornten auf und zeigte, dass er nicht umsonst im Halbfinale steht. Der Schotte holte sich vier Legs in Folge und führte nun mit 5:4.

Zum 4:4 spielte "The Thorn" einen Elf-Darter und mit einer Doppel 20 sicherte er sich zum ersten Mal die Führung, die er bis zum 7:6 auch hielt. Fünf Legs in Folge gab es kein Break, wobei Phil ?seine? Legs in zwölf, elf und zwölf Darts gewann und Thornton mit Finishes von 121 und 100 dagegen hielt.

Beim Stand von 7:7 schaffte Taylor dann das wichtige Break, als er die Doppel fünf mit seinem dritten Dart auf Doppel traf und Robert auf einem Finish stand. Nun lief es wieder bei "The Power", der sich auch die nächsten drei Legs in jeweils 14 Darts sichern konnte und somit der erste Finalist der PDC European Championship war.

Adrian Lewis - Peter Manley 11:7

Adrian Lewis zog zum ersten Mal seit 2006 wieder in das Finale eines Major Turniers ein. Lewis konnte bei seinem Erfolg über Peter Manley allerdings nicht an seine brillante Leistung vom Viertelfinale gegen Barney anknüpfen.

Für Peter Manley und "Jackpot" stand allerdings auch eine Menge auf dem Spiel. Der Sieger dieser Partie würde nicht nur um die erste Krone der PDC European Championship gegen Phil Taylor kämpfen, er würde auch den letzten freien Platz beim Grand Slam of Darts bekommen.

Für Lewis hatte der Halbfinalerfolg noch einen weiteren Vorteil, er wird nach diesem Turnier auf Platz sechs der Order of Merit stehen und kann somit an der kommenden Premier League Saison sicher teilnehmen.

Beide Spieler gaben sich keine Blöße und bis zum 7:7 war die Partie ausgeglichen. Auch diverse Break wurden umgehend gekontert und so sah es lange Zeit nach einer Verlängerung aus. Doch in den letzten vier Legs gab "Jackpot" noch einmal Gas und zog mit dem nötigen Quantchen Glück in das Finale ein.

Phil Taylor - Adrian Lewis 11:5

Nun kam es zum Duell Meisters gegen Ziehsohn, wie viele die Beziehung von Phil Taylor und Adrian Lewis bezeichneten, bevor "Jackpot" in den letzten Jahren seinen eigenen Weg ging.

Nach den zuletzt guten Leistungen konnte man Lewis wohl eine Chance geben, doch dazu musste er einen Taylor schlagen, der bis dahin einen Turnieraverage von knapp unter 110 gespielt hatte.

Mutig ging Lewis in die Partie und holte sich mit einem 68er Finish zum 15 Darter auch das erste Leg. Taylor war noch nicht im Spiel und Adrian schaffte mit einem 13 Darter auch das Break zum 2:0.

Doch nun war Taylor zur Stelle und legte spielerisch zu. Er warf seine erste 180 in diesem Finale und holte sich mit einem 13 Darter gleich das Rebreak. Lewis wird sich wohl noch lange über dieses Leg ärgern, denn er hatte zwei Darts auf Doppel 10 zu einem möglichen 3:0.

Nun war "The Power" richtig in der Partie und er legte gleich nach. Erst sicherte er sich das 2:2 und mit einem weiteren Break schaffte er die psychologisch wichtige Führung vor der ersten Pause.

In der zweiten Session gewann Taylor vier der fünf gespielten Legs und es ging mit einem 7:3 für den 48-Jährigen in die zweite Pause.

Ein weiterer Knackpunkt für Lewis war das neunte Leg, als er bei 107 Rest nach einer Treble 19 die einfache 10 verpasste und Taylor somit ein weiteres Break ermöglichte.

Nach der zweiten Pause zeigte sich Lewis weiter kämpferisch und holte sich das 4:7 mit einem 14 Darter. Im nächsten Leg warf "The Thorn" 139, 180 und 105, stand auf 77 Rest, als Taylor nach 180, 136 und 137 zum Elf-Darter checken konnte.

Bei seinem 102er Finish zum 15 Darter, landete der Dart erneut in der Mitte der Doppel 16 und "The Power" war nur noch ein Leg vom Titel entfernt.

Nachdem Adrian ein 116er Finish verpasste, bekam Taylor drei Darts auf Doppel 12 zum Sieg, doch der erste Dart saß dermaßen knapp neben dem Doppel, dass Taylor die drei Chancen zum Match nicht nutzen konnte. So rettete sich ein erstaunter Lewis mit einem 17 Darter in die dritte Pause.

Taylor hatte Aufschlag nach der Unterbrechung und untermauerte gleich mit einer 174, dass er das Spiel nun schnell beenden wollte.

Nach Scores von 100 und 93 hatte Phil Taylor 134 Rest. Lewis hatte zu diesem Zeitpunkt schon aufgegeben, obwohl Taylor erst seinen fünften Matchdart nutzte.

Mit einem 13 Darter gewann "The Power" den ersten Titel bei der PDC European Championship. Phil Taylor hat in dieser Woche eindrucksvoll bewiesen, dass er den Sport mittlerweile auf eine neue Stufe gebracht hat.

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