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Simon Whitlock läuft zum Hit "Down under" in die Halle ein © getty

Bei der German Darts Trophy in Bad Nauheim setzt ein Deutscher zum Höhenflug an. Am Ende siegen aber ein Waliser und der "Wizard".

Bad Nauheim - Mit der German Darts Trophy fand in Bad Nauheim das letzte PDC Europe Event des Jahres statt.

Die größte sportliche Sensation war der Einzug von Andree Welge in das Halbfinale.

Für die Spieler aus dem Bereich der PDC Europe ging es an diesem Wochenende auch um die Vergabe der Wildcards für die World Darts Championship.

Umso imponierender die Leistung von Welge, der unter dem Druck der WM-Qualifikation ein grandioses Turnier spielte.

In der ersten Runde gewann der Bremer sicher mit 6:1 gegen den Schweden Par Riihonen, der sich noch leichte Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme gemacht hatte.

Welge flügt durch das Turnier

Da Phil Taylor, James Wade und Raymond van Barneveld nicht für das Turnier gemeldet hatten, war Adrian Lewis der am besten in der PDC Order of Merit platzierte Spieler, der in Bad Nauheim anwesend war.

Welge bezwang Lewis in der zweiten Runde mit 6:3.

Es folgten ein sicheres 6:2 gegen Matt Clark und ein 6:4 über Andy "The Hammer" Hamilton.

Im Viertelfinale hatte Gary Anderson knapp mit 5:6 das Nachsehen.

Whitlock an eins gesetzt

An beiden Veranstaltungstagen war der Australier Simon Whitlock als Führender in der Players Championship Order of Merit an Nummer eins gesetzt.

Durch einen 6:5-Erfolg über Mark Walsh zog Whitlock ins Halbfinale ein.

Alle vier Partien des Viertelfinals gingen über die komplette Distanz von 11 Legs.

Riesenapplaus trotz Niederlage

Das erste Halbfinale bestritten Simon Whitlock und Richie Burnett, der durch einen Endspurt von vier Legs in Folge den Finaleinzug perfekt machte.

Ganze acht Jahre hatte Burnett auf ein Finale bei einem PDC-Event warten müssen.

Im zweiten Duell der letzten Vier unterlag Lokalmatador Welge dem Waliser Mark Webster nach 5:3-Führung noch mit 5:6.

Die Zuschauer verabschiedeten den Deutschen trotzdem mit tosendem Applaus.

Welge konnte sich aber mit der nun nahezu sicheren WM-Teilnahme trösten.

Im rein walisischen Finale zwischen den ehemaligen BDO-Weltmeistern Webster und Burnett holte sich Mark Webster mit 6:3 seinen ersten Titel bei der PDC.

Roith fährt zur WM

Die wichtigste Frage am Sonntag war dann, wer sich nach dem Spanier Antonio Alcinas noch eine Wildcard für Weltmeisterschaft sichern könnte.

Alcinas hatte schon vor der German Darts Trophy einen so großen Vorsprung in der PDC European Order of Merit, dass er in Bad Nauheim auch durch zwei Nullrunden nicht in Gefahr geriet.

Vor dem Turnier am Sonntag hatten Bernd Roith und Mensur Suljovic die besten Karten.

Der Deutsche Roith unterlag zwar im Viertelfinale gegen Gary Anderson mit 1:6, löste das WM-Ticket aber trotzdem.

Auch Mensur Suljovic konnte sich freuen nach Niederlagen seiner direkten Konkurrenten über eine weitere WM-Teilnahme freuen.

Welge nicht so stark

Damit wird es in knapp einem Monat bei der 2. Deutschen Meisterschaft der PDC Europe in Moers spannend, wenn die deutsche Wildcard für einen Platz in der Vorrunde der WM ausgespielt wird.

Andree Welge konnte am zweiten Tag seinen starken Auftritt des Vortags nicht wiederholen.

Er erreichte die zweite Runde, unterlag dort aber Kevin McDine mit 4:6.

Revanche gelingt

Im Achtelfinale trafen erneut Mark Webster und Richie Burnett aufeinander.

Burnett schaffte mit 6:3 die erfolgreiche Revanche.

Es folgte ein knappes 6:5 gegen Andy Jenkins, bevor der Waliser im Halbfinale auch Gary Anderson mit 6:4 bezwang.

Im zweiten Halbfinale ließ Simon Whitlock Ronnie Baxter beim 6:3 keine Chance.

Mit 120er-Finish zum Sieg

Im Endspiel kam es zur Neuauflage eines Halbfinals des Vortags.

Das Halbfinale hatte Burnett gegen Whitlock noch gewonnen und auch im entscheidenden Duell führte er schnell mit 2:1.

Der "Wizard" Whitlock legte aber sofort nach und holte sich die nächsten beiden Legs zur erneuten Führung.

Ein ausgeglichenes Finale auf hohem Niveau entschied Whitlock schließlich mit einem 120er-Finish zum 6:4 für sich.

Zweiter Titel in diesem Jahr

Für den Sieger war es nach den Austrian Open der zweite Erfolg in diesem Jahr bei einem PDC Europe Event.

Mit seinem sechsten Titel auf der Pro Tour kletterte Whitlock darüber hinaus auch erstmals auf Platz 4 in der PDC Order of Merit.

Das nächste Event der PDC Europe steht Ende Januar in Halle/Westfalen auf dem Programm, wenn zum vierten Mal die German Darts Championships ausgetragen werden.

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