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Phil Taylor hat seit 1990 15 Weltmeistertitel gewonnen © getty

Die Siegesserie von Taylor beim Grand Slam of Darts endet. Wade zeigt sich erneut nervenstark. Der letzte Niederländer ist raus.

München - Phil Taylor ist nach teilweise dramatischen Viertelfinalpaarungen in der Wolverhampton Civic Hall sensationell früh an Steve Beaton gescheitert.

Der dreimalige Serienchampion wird damit bei der vierten Auflage erstmals nicht den Grand Slam of Darts gewinnen können.

Dabei lag "The Power" über weite Strecken der Partie vorne, doch am Ende wurde ihm das Bullseye zum Verhängnis.

Beaton bekommt es nun mit Scott Waites zu tun, der auch den letzten Niederländer aus dem Turnier warf.

Wayne Jones - Gary Anderson 16:15

Den Auftakt machten aber am Nachmittag Wayne Jones und Gary Anderson. Für Jones geht das Märchen in seiner Heimatstadt weiter und er darf nach einer grandiosen Vorstellung gegen den "Flying Scotsman" nun sogar von seinem ersten großen Titel träumen.

Besonders bitter war für Anderson am Ende, dass Jones nie in der Partie geführt hatte und er dann doch noch im letzten Leg abgefangen wurde.

Anderson führte 4:1, 11:9 und 15:12 und musste sich in den letzten vier Legs noch das Halbfinale entgleiten lassen.

Im fünfzehnten Leg warf Anderson, dem fünf dreistellige Finishes gelangen, sogar das höchstmögliche Finish mit einem 170er Check.

Kurz vor der Zielgeraden kam dann aber unerwartet das Ende für Anderson. Er ließ etwas nach und Wayne Jones zog unter dem Jubel der Fans vorbei.

In den letzten vier Legs bekam Anderson nicht einen einzigen Matchdart. Ganz sicher mit einem 80er Finish in zwei Darts spielte sich der "Wanderer" dann in das Halbfinale.

James Wade - Terry Jenkins 16:15

Es ging dramatisch weiter, denn auch der Gegner von Wayne Jones im Semifinale wurde über die komplette Distanz ermittelt.

James Wade erwies sich einmal mehr als nervenstark und konnte nun schon seine dritte Partie in Folge beim GSOD im letzten Leg entscheiden.

Beide Spieler gaben alles und am Ende fielen insgesamt elf dreistellige Finishes, darunter ein 156er von Wade. "The Machine" führte mit 14:11 und nahm Kurs auf die Letzten 4.

Doch man darf sich bei einem Terry Jenkins nie sicher sein und "The Bull" brachte die Partie in das letzte Leg. Dort war Wade zuerst unten und er vergab seine ersten beiden Matchdarts auf die Doppel 20. (Zur PDC-Europe-Seite)

Das gleiche Ziel hatte dann Jenkins mit seinem dritten Dart, doch auch er ließ die Gelegenheit zum Matchgewinn verstreichen.

So viele Möglichkeiten darf man James Wade dann auch nicht geben, obwohl die Nr. 3 der PDC erst den dritten Dart noch soeben in die Doppel 5 setzen konnte.

Scott Waites - Co Stompe 16:10

Das deutlichste Ergebnis an diesem Tag erzielte Scott Waites, der die Abend-Session mit einem 16:10 gegen Co Stompe eröffnete.

Waites hatte am Vortag Raymond van Barneveld mit 10:7 besiegt und damit ein rein niederländisches Viertelfinale verhindert.

Stompe konnte nicht so ganz an seine grandiose Vorstellung vom 10:4 über Colin Lloyd anknüpfen und nun schied auch der letzte Niederländer aus.

Das Halbfinale des Grand Slam of Darts ist in diesem Jahr fest in englischer Hand und Scott Waites schickt sich an, nach Platz zwei im Vorjahr nun den Titel zu holen.

3:0 und 10:7 führte Waites, der nie richtig in Gefahr geriet. Mit einem starken Schlussspurt setzte er sich dann sicher durch und "Scotty 2 Hotty" begann damit, sich mental auf Phil Taylor in der nächsten Runde vorzubereiten.

Steve Beaton - Phil Taylor 16:14

Doch dazu wird es nicht kommen, denn "The Power" wurde der Strom von Steve Beaton im Viertelfinale abgestellt.

Nach dem deutlichen 10:1 von Taylor am Vortag gegen Ronnie Baxter wurde im Vorfeld nur über die Höhe des Erfolges gegen den "Bronzed Adonis" gesprochen.

Und Taylor spielte bei weitem nicht schlecht, immerhin hatte er einen Average von knapp über 100 und mit 167, 161 und 151 warf die Nr. 1 drei sensationelle Finishes.

Beaton hatte einen Average von über 97 und schaltete nach dem 10:6 gegen Ted Hankey nun den nächsten Weltmeister aus. Der BDO-Weltmeister von 1996 lag mit 7:5 vorne, doch dann drehte Taylor berühmt berüchtigt noch einmal auf und führte mit 10:7 und 14:11.

Was dann folgte, sieht man nicht oft bei einem so großen Turnier. Taylor verlor Leg um Leg und Beaton holte sich fünf Durchgänge in Folge zum mehr als überraschenden Erfolg.

Beaton hatte Taylor in diesem Jahr schon bei der Austrian Open besiegt, doch so ein Erfolg bei einem Turnier in diesem Format ist ihm gegen die Galionsfigur des Dartsport noch nie gelungen.

Taylor hatte noch eine Chance, die Partie in das letzte Leg zu bringen. Nachdem Beaton drei Darts zum Match vergab, hatte er 93 Rest, doch der letzte Dart verpasste das Bullseye.

Beaton hatte nun 32 Rest und dieses Mal ließ er sich den Erfolg nicht nehmen. Für Beaton geht es heute gegen Scott Waites um den Einzug in das Finale.

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