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Co Stompe (r., zusammen mit Raymond van Barneveld) gewann 2008 die GDC © intern

Der erstmals ausgespielte Pokal geht an das Duo Co Stompe und Raymond van Barneveld. Das deutsche Duo scheidet früh aus.

München - Mit einem 4:2 Erfolg über Wales sicherten sich die Niederländer Co Stompe und Raymond van Barneveld den erstmals ausgespielten Titel beim World Cup of Darts.

Für Stompé war es nach dem Gewinn der German Darts Championship 2008 der größte Erfolg in der PDC.

Barney schaffte es mit diesem Erfolg, seine nun schon drei Jahre anhaltende Durststrecke zu beenden und er war überglücklich, endlich mal wieder eine Trophäe nach oben halten zu dürfen. "Ich bin so unglaublich stolz", fügte van Barneveld hinzu, "dieses Event gewonnen zu haben und dann auch noch mit Co spielen zu dürfen."

Berneveld und Bates eröffnet Finale

Mit der Partie zwischen Raymond van Barneveld und Barrie Bates wurde das Endspiel eröffnet, gespielt wurde über die Distanz von Best of 15 Legs.

Es war kein hochklassiges Spiel und "Barney" brachte sein Team mit einem 8:4 in Führung. Bates hatte im Verlauf zu viele Chancen auf Doppel vergeben. Vielleicht dachte der Waliser auch zu oft daran, dass er an den letzten beiden Tagen noch nicht ein einziges Einzel gewinnen konnte.

Mit der Partie zwischen Mark Webster und Co Stompe begann das Finale dann hochklassig und spannend zu werden. Beide Spieler hatten am Ende einen Average von knapp 100 und besonders Webster beeindruckte mit seiner Stärke auf Doppel.

Bis zur Pause schaffte keiner der Beiden ein Break und Stompé führte mit 4:3. Nun legte "Webbi" richtig los und holte sich drei Legs in Folge, wobei er hintereinander 160 und 130 ausmachen konnte. Dieser Vorsprung reichte ihm zum knappen 8:6 Erfolg.

Mit dem gleichen Ergebnis gewann Webster dann auch sein Einzel gegen "Barney", wobei er mit 104 einen noch höheren Average erzielen konnte. Dreizehn 180er fielen in dieser Partie, alleine acht von Webster.

Webster in überragender Form

Der Waliser scheint kurz vor der WM in der Form seines Lebens zu sein, denn diese Leistung zeigte er das ganze Wochenende über. Die Chance, auf 3:1 zu erhöhen verpasste dann Barrie Bates beim 5:8 gegen Co Stompé.

Das Spiel war bis zum 4:4 ausgeglichen, doch dann setzte der "Matchstick" zu einem unnachahmlichen Schlussspurt an. Die Entscheidung musste somit im abschließenden Doppel fallen.

Die Partie hatte alles, was diesen Wettbewerb so auszeichnete. Gute Teamleistungen und Doppelpartner, die sich gegenseitig unterstützen und nach vorne trieben. Dabei wurde aber stets fair gespielt und dem Gegner der nötige Respekt erwiesen.

Die Niederländer erspielten sich einen kleinen Vorteil und führten mit 3:1 doch ein 136er Finish von Bates brachte Wales das 4:4. Bis zum 5:5 blieb es ausgeglichen, dann ließ Wales etwas nach und die Niederlande legten etwas zu.

Zum Match hätten Raymond und Co fast einen 10 Darter gespielt, die Freude brach dann aber nach der Doppel 4 von "Barney" zum 15-Darter aus.

Spaniens "Giant-Killers" ohne Chance

Am Nachmittag standen zuvor die Halbfinalpaarungen auf dem Programm und die Niederlande musste gegen die "Giant-Killers" aus Spanien antreten. Der Modus wurde am Finaltag erhöht und es standen nun vier Einzel und ein Doppel auf dem Programm.

Das Doppel musste im ersten Halbfinale nicht mehr gespielt werden, denn die Niederlande gewann alle Einzel gegen Antonio Alcinas und Carlos Rodriguez zum 4:0 Erfolg. Trotz dieser Niederlage war es ein magisches Wochenende für den Dartsport in Spanien.

Australien bringt Waliser ins Wanken

Im zweiten Halbfinale wurde es hingegen richtig spannend und beide Teams reizten das Programm voll aus. Mark Webster brachte Wales mit einem 6:5 über Paul Nicholson in Führung, doch die nächsten drei Einzel gingen an die Australier zu einer 3:1 Führung.

Wales hatte noch eine kleine Chance, denn ein Sieg im Doppel brachte zwei Punkte. Webster und Bates gaben alles und schafften tatsächlich mit einem knappen 6:5 Erfolg den Ausgleich.

Die Entscheidung musste nun in einem entscheidenden Leg fallen. Nicholson warf eine 180, doch Wales antwortete mit zweimal 140 in Folge. Bei 116 Rest kam Barrie Bates ans Board und er machte seinem Nickname "Champagne" alle Ehre.

Bates checkte 116 zum Finaleinzug und bezeichnete dies später als den größten Moment in seiner Karriere.

Zum ganz großen Sieg reichte es jedoch nicht.

Deutsches Duo nach Freilos raus

Das deutsche Duo bestehend aus Jyhan Artut und Andree Welge scheiterte nach einem Freilos in der ersten Runde mit 2:6 an den Niederlanden.

Der erste World Cup of Darts wurde eine Musterveranstaltung. Der Modus passte und die teilnehmenden Teams haben mit ihrem ganzen Verhalten dazu beigetragen, dass es ein rundum gelungenes und stimmungsvolles Event wurde.

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