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Adrian Lewis wechselt 2003 ins Lager der Dartsprofis © getty

Am zweiten Tag der Darts-WM ziehen vier Engländer in die nächste Runde ein. Ein Deutscher Außenseiter verpasst die Sensation.

München - Am zweiten Tag der PDC World Darts Championship bestimmten die Engländer mit vier Erfolgen das Geschehen.

Die Niederlande und Deutschland mussten hingegen Niederlagen einstecken und besonders das Aus des Deutschen Andree Welge gegen die Nummer neun der weltrangliste war tragisch.

SPORT1 fasst die Ereignisse des zweiten Tages zusammen.

Peter Wright - Co Stompe 3:1 (3:2,3:0,2:3,3.1):

Der Abend begann mit der ersten Überraschung. Co Stompé, immerhin an 17 gesetzt, hatte man nach guten Leistungen, vor allem nach dem Titelgewinn beim World Cup of Darts, mehr zugetraut.

Vor einem Jahr erreichte der "Matchstick" bei seinem WM-Debüt bei der PDC noch das Viertelfinale. In diesem Jahr musste er sich Peter Wright beugen, der Paradiesvogel der PDC zeigte seine bisher beste Leistung vor laufenden TV-Kameras.

Stompé wurde zu spät wach, als er endlich seine Form gefunden hatte, lag er bereits mit 0:2 Sätzen zurück. 48208(DIASHOW: Die Highlights der WM 2010)

Dem Niederländer gelang zwar noch der Anschluss, doch Peter Wright blieb gelassen und erspielte sich mit einem 102er Finish ein Zweitrundenmatch gegen Paul Nicholson.

Roland Scholten - Veijo Viinikka 4:2

Roland Scholten hatte sich als einer der letzten Spieler für diese WM mit einem Sieg beim PDC Europe Wildcard Turnier in Spanien qualifiziert.

Sein großer Traum von der Rückkehr auf die große Bühne schien für das "Tripod" aber schnell zu platzen, denn sein finnischer Gegner führte mit 2:0 Legs. Veijo Viinikka merkte dann wohl den Druck, immerhin war es für ihn der erste Auftritt vor so einem Publikum.

Er vergab Darts zur 3:0 Führung und damit wohl zur Vorentscheidung und brachte somit Roland Scholten ins Spiel. Der Niederländer holte sich das erste Leg und übernahm nun die Kontrolle. Vier Legs holte sich Scholten in Folge und somit hatte er zumindest die Vorrunde erfolgreich überstanden.

Colin Lloyd - Andree Welge 3:2 (3:0,3:1,0:3,0:3,4:2)

So nah war Andree Welge noch nie dran an einem Sieg bei der WM. Mit Colin Lloyd hatte er zwar die Setznummer 9 als Gegner, aber die Erstrundenniederlagen der ehemaligen PDC Nr. 1 sind schon legendär.

Davon zeigte "Jaws" aber in der Anfangsphase wenig und er steuerte mit zwei sicheren Satzgewinnen einem lockeren Erfolg entgegen. Dann legte der Bremer Welge allerdings ein bemerkenswertes Comeback hin. Welge gewann Leg um Leg und nach 8 Durchgängen in Folge stand er bei seiner dritten WM kurz vor dem erstmaligen Erreichen der zweiten Runde.

Er hatte Lloyd sogar so weit gebracht, dass dieser sich zu einer Frustaktion hinreißen ließ, indem er nach einem schlechten Wurf vor die Scheibe haute. Mit 2:0 führte Andree im letzten Satz und musste mit ansehen, wie Lloyd ein 86er Bullfinish zum 1:2 gelang.

Nun wurde es dramatisch, Lloyd traf bei 12 Rest das falsche Doppel und Andree Welge hatte nun bei 40 Rest drei Matchdarts. Doch er traf nur die einfache 20, die einfache 10 und verpasste auch die Doppel 5 zur Sensation. Lloyd traf dann die Doppel 3 zum Ausgleich und er fand seine Sicherheit wieder. Zum 4:2 im fünften Satz checkte der Engländer 116 und der große Kampf von Andree Welge blieb am Ende unbelohnt.

[kaltura id="0_g0gkmqt4" class="full_size" title="Welge verpasst Sensation"]

Adrian Lewis - Tony Eccles 3:0 (3:2,3:2,3:2)

Adrian Lewis gehört auch in diesen Jahr zum erweiterten Favoritenkreis. Gegen Tony Eccles gab es einen 3:0 Erfolg, doch der war mehr als knapp.

Die "Viper" warf acht Maximums und schaffte auch ein 170er Finish, doch in jedem Satz war Eccles im entscheidenden Leg unterlegen. Alleine im ersten Satz warf Eccles fünf 180er, doch es war Lewis, der sich den Durchgang mit einem 101er Finish holte. Bereits im ersten Leg gelang Lewis ein 156er Finish.

Im zweiten Satz hatte Eccles einen Dart aufs Bullseye zum Ausgleich, er vergab und "Jackpot" baute die Führung auf 2:0 aus

Ronnie Baxter - Roland Scholten 3:0 (3:1,3:0,3:2)

Roland Scholten musste im letzten Spiel das Tages noch einmal auf die Bühne und er bestritt sein Erstrundenmatch gegen Ronnie Baxter, der in diesem Jahr an 8 gesetzt ist.

"The Rocket" gelang im vierten Leg des ersten Satzes das erste Break der Partie, dies reichte dem Engländer zum Satzgewinn. Es folgte gleich ein weiteres Break und auch der zweite Durchgang ging sicher an Baxter. Man merkt Roland Scholten halt immer noch an, dass er nach seiner Verletzung noch nicht zu alter Stärke zurück gefunden hat.

Die Entscheidung im dritten Satz fiel erst im letzten Leg, doch Scholten gelang erneut kein Break und somit sicherte sich Ronnie Baxter mit einem 60er Finish ein Duell gegen Mark Webster in der zweiten Runde. D

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