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Mark webster wurde im Januar 2008 Welt- meister der BDO (British Darts Organisation) © getty

Mark Webster lässt Ronnie Baxter in Runde zwei keine Chance. Auch "The Power" macht kurzen Prozess mit seinem dänischen Gegner.

München - Nach der Pause über die Weihnachtsfeiertage geht die PDC World Darts Championship 2011 nun in ihre heiße Phase.

In den nächsten drei Tagen finden an jeweils zwei Sessions pro Tag Spiele statt, bevor es ab dem 01. Januar 2011 mit dem Viertelfinale (LIVE im TV auf SPORT1) auf den Höhepunkt zusteuert. (Stellen Sie Ihre Fragen zum Darts an darts@sport1.de)

Die zweite Runde:

SPORT1 fasst die Partien zusammen:

Mark Webster - Ronnie Baxter 4:0 (3:2,3:2,3:0,3:2)

Ronnie Baxter ist der erste Top 10 Spieler, dessen Traum von einem Titel schon jetzt zerbrochen ist. Nach einem sicheren 3:0 über den SPORT1 Co-Kommentator Roland Scholten musste sich "The Rocket" überraschend deutlich Mark Webster geschlagen geben.

"Webbi" gelingt höchster Check des Tages

"Webbi" hatte im Vorjahr Platz 3 belegt, vorgewarnt war Baxter also. Doch mit einem 0:4 hätte auch er bestimmt nicht gerechnet. Und der Engländer hatte durchaus Chancen, die Partie in seine Richtung zu lenken. In den ersten beiden Sätzen führte er jeweils mit 2:1, doch gewinnen konnte er keinen der Durchgänge.

Im zweiten Satz vergab Baxter sogar vier Darts zum Satzgewinn. Webster spielte eine weitere starke Partie im prall gefüllten "Ally Pally".

Zu Beginn des zweiten Satzes verpasste er erst knapp ein 170er Finish, ein Leg später gelang ihm dann mit 167 der höchste Check des Tages. Nach dem 2:0 war eine leichte Vorentscheidung gefallen und er holte sich den Sieg, nachdem Baxter auch im vierten Satz ein 2:1 verspielte.

Peter Wright - Paul Nicholson 4:2 (3:2,1:3,3:0,2:3,3:1,3:0)

In dieser Partie wurde der mögliche Gegner von Phil Taylor im Achtelfinale ermittelt. Paul Nicholson hatte eine starke Leistung in der ersten Runde gezeigt und Peter Wright kam gestärkt durch einen Erfolg über Co Stompe zurück nach London.

Die Partie war somit offen und es wurde ein spannendes Match. Nicholson hatte im Spiel gegen Steve Farmer mit einer unglaublichen Sicherheit auf Doppel geglänzt. Dieser Glanz fehlte an diesem Abend nahezu komplett und war am Ende spielentscheidend.

Der Australier führte schnell mit 2:0 im ersten Satz, doch dann wurde er unsicher und vergab Satzdatz um Satzdart. Wright holte sich den Satz noch und ab diesem Zeitpunkt lief Nicholson immer einem Rückstand hinter her. Zweimal konnte er das Spiel noch ausgleichen, doch "Snakebite" demoralisierte ihn mit sicheren Checks.

Am Ende verlor ein frustrierter und vom Publikum gebrochener Paul Nicholson sechs von sieben Legs und Peter Wright feierte seinen bisher größten Erfolg mit dem Einzug in das Achtelfinale.

Robert Thornton - Andy Hamilton 4:0 (3:2,3:0,3:2,3:2)

Im letzten Spiel der Nachmittags-Session setzte sich Robert Thornton sicher mit 4:0 gegen Andy Hamilton durch. Zwar gingen drei der vier Sätze über die komplette Distanz, doch nur im dritten Durchgang hatte "The Hammer" seine Chance, den Satz auch zu holen.

Hamilton warf insgesamt 6x180, doch seine Probleme auf Doppel ließen ihn diese Partie verlieren. Robert Thornton steht wie im Vorjahr im Achtelfinale, damals verlor er dort gegen Phil Taylor.

Auf "The Power" kann er dieses Mal erst im Halbfinale treffen, sein Nächster Gegner wird mit Adrian Lewis aber auch nicht leicht werden.

[kaltura id="0_7o6jz99v" class="full_size" title="Lewis fertigt Dudbridge ab"]

Adrian Lewis - Mark Dudbridge 4:1 (3:2,3:0,3:1,1:3,3:2)

In den ersten drei Sätzen wurde Mark Dudbridge nahezu überrollt von seinem Gegner. Adrian Lewis blühte nur so auf vor Spielwitz und sicherte sich nach einem knappen ersten Satz eine schnelle 3:0 Führung.

Im vierten Satz ließ "Jackpot" die Zügel etwas schleifen und Mark Dudbridge sah seine Chance. Lewis führte schon mit 1:0 im vierten Satz, doch der "Flash" holte sich drei Legs in Folge. Der fünfte Satz ging über die komplette Distanz und hier hatte Dudbridge, nach einem 107er Finish zum 2:2, die Chance, weiter zu verkürzen.

Doch er verpasste zweimal das Doppel und dies nutzte Adrian Lewis zum Matchgewinn.

Mark Hylton - Colin Lloyd 4:2 (3:2,2:3,3:0,2:3,3:1,3:0)

Die erste richtig große Überraschung an diesem Tag schaffte "Mile High" Mark Hylton in der ersten Partie der zweiten Session.

Nachdem Hylton schon Steve Beaton in der ersten Runde ausgeschaltet hatte, musste nun die Nr. 9 der Setzliste Colin Lloyd dran glauben. Lloyd hatte sich mit Mühe und Not gegen Andree Welge durchgesetzt, das Aus kam dann für ihn früher als gewünscht.

Nach Mark Webster ist Mark Hylton nun schon der zweite Linkshänder in der dritten Runde und der Engländer beeindruckte bei seiner ersten WM ein weiteres Mal.

Zweimal konnte "Jaws" die Partie ausgleichen, doch gegen den Schlussspurt von Hylton war er zahnlos. Ein 138er Finish mit einer Doppel 9 brachte Hylton das 3:2 und von diesem Schock erholte sich Lloyd nicht mehr. Hylton warf insgesamt 7x180 in dieser Partie und hat aktuell die meisten Maximums aller Spieler im Turnier.

Phil Taylor - Per Laursen 4:0 (3:1,3:2,3:1,3:0)

Nach dem für ihn ungewohnt schwachen Auftritt war die Form des Phil Taylor das Hauptgesprächsthema in diesen Tagen. Was allerdings viele nicht wussten ist die Tatsache, dass sein kürzlich geborener dritter Enkel vor Weihnachten auf der Intensivstation lag.

Nun geht es ihm aber besser und ein sichtlich gelöster Phil Taylor übernahm wieder das Kommando. Auch wenn "The Power" noch nicht zur Höchstform aufgelaufen ist, hat er mit dem Average von 102,09 der Konkurrenz ein Zeichen gesetzt. Da hat es ihn dann auch nicht weiter gestört, dass er einmal mehr nur eine einzige 180 geworfen hat.

Per Laursen hat zwar glatt mit 0:4 verloren, doch er hat Phil Taylor schon gefordert. Es war kein Spaziergang für die Nr. 1 und er honorierte dann auch die starke Leistung des Dänen. Nach großen Erfolgen verschenkt Taylor schon mal gerne das Dartboard mit allen Unterschriften der an dieser Partie Beteiligten.

In der Regel bekommt ein Kind aus dem Publikum diese Trophäe, dieses Mal überreichte er das Board seinem Gegner als Anerkennung. Phil Taylor ist bereit für Titel Nr. 16, Per Laursen kann vom schönsten Tag seiner Karriere berichten.

So gab es zwei Sieger am Ende des neunten Tages. Mit Simon Whitlock und James Wade nehmen heute zwei weitere Spieler aus dem Favoritenkreis ihre nächste Aufgabe in Angriff. Die Fans der PDC Europe werden allerdings Mensur Suljovic in der letzten Partie des Tages die Daumen drücken, wenn der Österreicher versucht, gegen "The Machine" erstmals in das Achtelfinale zu kommen.

SPORT1 ist auch heute komplett dabei, sowohl die Nachmittags- als auch die Abendsession werden Live übertragen. Sendezeiten sind von 14:30 Uhr bis 17:45 Uhr und ab 20:45 Uhr (LIVE im TV auf SPORT1).

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