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Dennis Priestley ist zweifacher Weltmeister (1991 bei der BDO und 1994 bei der PDC) © getty

Priestley vergibt im sechsten Satz eine Großchance und fliegt aus dem Turnier. "The Power" wirft sich bereits ins Viertelfinale.

München - Am elften Tag der PDC World Darts Championship in London sicherten sich noch die letzten Spieler die Teilnahme an der dritten Runde (ab 14.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Mark Webster und Phil Taylor zogen im letzten Spiel des Abends bereits in das Viertelfinale ein.

(Stellen Sie Ihre Fragen zum Darts an darts@sport1.de)

SPORT1 fasst die Partien zusammen:

Die zweite Runde:

Colin Osborne - Jamie Caven 4:0 (3:2,3:1,3:2,3:1)

Nur vier Sätze benötigte Colin Osborne in der ersten Partie des Tages, um sich gegen Jamie Caven durchzusetzen. Caven führte im ersten Satz mit 2:1, doch der Durchgang ging an Osborne.

Im zweiten Satz reichte dem "Wizard" dann ein Break im dritten Leg und auch vier vergebene Satzdarts warfen ihn nicht aus der Bahn. Der dritte Satz ging erneut über alle möglichen Legs und hier fiel dann die Vorentscheidung.

Caven vergab sechs Darts, um zu verkürzen und Osborne holte sich doch noch das 3:0. Wenige Minuten später konnte sich Colin Osborne dann über das Erreichen der dritten Runde freuen.

Gegen "Barney" wird er heute aber zulegen müssen, wenn er im nächsten Jahr noch weiter bei der WM dabei sein möchte.

Gary Anderson - Dennis Priestley 4:2 (3:1,3:2,3:1,1:3,2:3,3:2)

Nun folgte eines der bisher besten Spiele dieser WM. Gary Anderson spielte in den ersten drei Sätzen wie entfesselt auf und hatte zu diesem Zeitpunkt einen Average von knapp 111. Am Ende waren es immer noch stolze 103,44 in einer Partie mit insgesamt 22 Maximums. Anderson spielte stark, aber auch die Leistung von Dennis Priestley war beeindruckend.

Zu keiner Phase des Matches merkte man der Legende das Alter von 60 Jahren an. Mit dieser Leistung hätte "Dennis the Menace" gegen die meisten Spieler in diesem Feld gewonnen, doch Anderson war an diesem Tag nicht zu stoppen. Es spricht auch für den Engländer, der seine 21. Weltmeisterschaft spielt, dass er nie aufgab.

Priestley vergibt große Chance

Auch ein 0:3 Rückstand gegen einen solchen Gegner ließen ihn nie zweifeln und Priestley wurde belohnt. Mit 3:1 holte er sich den vierten Satz und er drehte im fünften Satz sogar einen 0:2 Rückstand. Anderson vergab in dieser Phase seine ersten Matchdarts und nach dem 111er Finish von Priestley stand es plötzlich nur noch 2:3.

Im sechsten Satz führte Priestley dann sogar mit 2:0 und er hatte im vierten Leg die große Chance, auszugleichen. Er vergab sechs Darts zum 3:3 und ärgerte sich nach der Partie über diese ausgelassene Großchance. So holte sich Anderson das Leg und nach seiner dreizehnten 180 checkte der "Flying Scotsman" 70 sicher zum Matchgewinn.

Andy Smith - Mervyn King 4:3 (3:0,1:3,3:2,3:1,1:3,2:3,3:1)

Das Feld der Top 10 Spieler wurde dann weiter dezimiert, als Andy Smith den an 6 gesetzten Mervyn King aus dem Wettbewerb warf. Bereits im ersten Leg checkte der "Pie Man" 140 und demonstrierte seine Form. Insgesamt warf Smith in dieser Partie sechs dreistellige Finishes. Smith führte bereits mit 3:1, bevor Mervyn King noch einmal in die Partie zurück kam.

Nachdem Smith dann einen Matchdart im sechsten Satz nicht nutzte, musste die Entscheidung im letzten Durchgang fallen. King vergab im vierten Leg vier Chancen auf die Doppel 20 und wurde dafür bestraft. Andy Smith traf die Doppel 8 zum Match und er spielt nun heute gegen Gary Anderson im Achtelfinale.

Raymond van Barneveld - Kevin McDine 4:1 (3:0,2:3,3:2,3:2,3:0)

Ein Platz war somit noch frei in der dritten Runde und den sicherte sich Raymond van Barneveld mit einem schwer erkämpften 4:1 über Kevin McDine. Die ersten fünf Legs gingen allesamt an den Niederländer, der sich in einer guten Form präsentierte.

Nun wurde sein junger englischer Gegner aber immer sicherer und McDine schaffte es sogar, das 0:2 in diesem Satz noch zum Ausgleich zu drehen. Es folgte das vierte Leg in Folge und McDine wird sich noch lange fragen, wie es gelaufen wäre, wenn er die fünf Chancen zum 2:0 im dritten Satz genutzt hätte? Der Satz ging in das fünfte Leg und hier nutzte "Barney" seinen Vorteil.

[kaltura id="0_znp15qw0" class="full_size" title="Van Barneveld marschiert weiter"]

Nach sicheren Scores checkte er 121 zum 12-Darter und zur erneuten Führung. McDine holte sich das erste Leg im vierten Satz, bevor es still wurde im Saal. "Barney" eröffnete mit 2x180 in Folge und die Fans hofften auf einen weiteren 9-Darter des Niederländers.

Nach zwei perfekten Legs in den letzten beiden Jahren muss dieses Vorhaben auf jeden Fall verschoben werden, denn der siebte Dart verfehlte sein Ziel. Es wurde aber dennoch ein 11-Darter zum 1:1.

Es ging erneut über fünf Legs und ein weiteres Mal war die Nr. 3 der PDC zur Stelle. Ein 13-Darter brachte ihm das 3:1 und kurze Zeit später gewann Raymond van Barneveld dieses Match. Das 4:1 täuscht aber etwas über die starke Leistung von Kevin McDine hinweg.

Mark Webster - Mark Hylton 4:1 (3:1,1:3,3:2,3:1,3:1)

Im Duell der Linkshänder beendete Mark Webster den Höhenflug des ehemaligen Stewards Mark Hylton. Steve Beaton und Colin Lloyd fielen "Mile High" schon zum Opfer, Mark Webster war dann aber eine Nummer zu groß. Der Waliser startete gleich mit einem 156er Finish in das Spiel und er blieb auch im weiteren Verlauf sicher auf Doppel.

Hylton hatte aber durchaus auch Chancen, die Partie in seine Richtung zu lenken. Beim Stand von 1:1 Sätzen vergab der Engländer in vierten und fünften Leg des dritten Satzes insgesamt 5 Darts auf Doppel.

Das 118er Finish von "Webby" zum 2:1 war dann die Vorentscheidung, danach ließ sich Drittplatzierte des Vorjahres nicht mehr aus dem Konzept bringen. Damit steht Mark Webster ein weiteres Mal im Viertelfinale der WM und er hat am Neujahrstag die Chance, sich bei Phil Taylor für die Niederlage im Halbfinale des letzten Jahres zu revanchieren.

Das Achtelfinale:

Phil Taylor - Peter Wright 4:1 (3:0,3:0,2:3,3:1,3:2)

Phil Taylor gewann acht Legs in Folge und es sah alles nach der Höchststrafe für Peter Wright aus. Im Laufe des dritten Satzes begann Taylor aber, etwas mit dem Publikum zu spielen. Peter Wright fand dies wohl gar nicht lustig, auf jeden Fall drehte "Snakebite" nun auf und es wurde plötzlich ein ganz anderes Match.

Bevor Taylor realisiert hatte, dass Wright nun in der Partie war, hatte er das 0:2 im dritten Satz zum Satzgewinn gedreht. Nun wurde "The Power" bewusst, dass er mehr für einen Erfolg machen musste und er kam konzentriert in die Partie zurück. Auch Taylor war im vierten Satz nach sechs perfekten Darts einmal auf dem Weg zum 9-Darter.

Der Satz ging an Taylor, das beste Leg der Partie spielte aber Peter Wright im ersten Leg des fünften Satzes. Nach Scores von 174, 140 und 171 traf er sicher die Doppel 8 zum 10-Darter. Im vierten Leg hatte Taylor seinen ersten Matchdart, doch er verpasste die Doppel 20 zum 117er Finish.

Schafft Suljovic die nächste Überraschung?

Wright schaffte mit einem 75er Finish ein Break und durfte das letzte Leg sogar eröffnen. Nachdem Taylor dann einen weiteren Dart auf Doppel 19 zum Sieg vergab, hatte Wright die große Chance, auf 2:3 zu verkürzen.

Doch er verpasste zweimal die Doppel 18 und musste mit ansehen, wie Phil Taylor seinen fünften Matchdart dann doch in die Doppel 19 setzte. "The Power" wird am Ende froh gewesen sein, dass Peter Wright erst so spät zu seiner Form gefunden hat.

Heute stehen die weiteren Partien des Achtelfinales auf dem Programm, alle Augen richten sich bei uns dabei natürlich auf das letzte Match des Tages, wenn Mensur Suljovic gegen Wes Newton um den Einzug in das WM-Viertelfinale kämpft. Die Partien der Letzten 8 werden dann am Neujahrstag ausgetragen.

SPORT1 ist auch heute ausführlich in der Zeit von 14:30 Uhr bis 18:00 Uhr und ab 20:00 Uhr LIVE dabei.

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