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Adrian Lewis kommt aus demselben Ort wie Ikone Phil Taylor © getty

Bei der Darts-WM erreichen Adrian Lewis und der Schotte Gary Anderson das Endspiel. Anderson könnte Geschichte schreiben.

London - Das Finale der PDC World Darts Championship 2011 (Mo., ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) steht fest. Adrian Lewis und Gary Anderson kämpfen um den größten Titel im Dartsport.

Für beide ist es die erste Gelegenheit auf den PDC-WM-Titel, Gary Anderson könnte sogar der erste Schotte werden, der die Trophäe in die Höhe reichen darf.

Nach 18 Jahren wird es dann auch erstmals einen Weltmeister der PDC geben, der nicht zuvor schon einmal Titelträger bei der BDO war.

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Gary Anderson - Terry Jenkins 6:2 (1:3,3:1,3:2,3:2,3:1,3:1,1:3,3:1)

Wie schon in der Partie gegen Raymond van Barneveld verlor Gary Anderson den ersten Satz, nur um dann mit einer weiteren brillanten Leistung zu überzeugen.

Auch bei der fünften Partie hatte der Schotte einen Average von über 100 und er warf auch dieses Mal 12x180. Anderson war gewarnt, denn er spielte zuletzt gegen Terry Jenkins beim Grand Slam of Darts und verlor nach einem harten Kampf, wie er nach der Partie betonte.

Jenkins sicher auf die Doubles

Anderson machte gleich da weiter, wo er im Viertelfinale aufgehört hatte und warf einen hohen Score nach dem anderen. Alleine in den ersten drei Legs warf er jeweils eine 180. Trotzdem lag er 0:2 zurück, denn Jenkins hielt dagegen und checkte 96 und 72 jeweils sicher.

Das dritte Leg brachte Anderson dann endlich nach Hause, doch Jenkins blieb fehlerlos auf Doppel und sicherte sich den ersten Satz. Seine Quote auf Doppel blieb auch im nächsten Leg bei 100 Prozent mit einem 102er Finish. Anderson glich erneut aus und nutzte dann im dritten Leg die ersten Schwächen von "The Bull" sofort aus.

Jenkins traf das Doppel bei drei Gelegenheiten nicht und Anderson schaffte das Break. Zum Satz vergab Anderson drei Darts, doch Jenkins nutze seine Chance zu einem 111er Finish und somit stand es dann 1:1.

Über die volle Distanz

Der dritte Satz ging dann erstmals über die komplette Distanz und hier verspielte Jenkins eine 2:1 Führung. Zum Ausgleich spielte Anderson einen 11-Darter und nach einer sicheren Doppel 20 führte er zum ersten Mal in dieser Partie.

Auch im nächsten Durchgang führte Jenkins mit 2:1 und erneut hatte er keine Chance zum Satzgewinn. Anderson glich mit einem 126er Bullfinish aus und stellte mit 2x180 in Folge die Weichen zum Satzgewinn. Der siebte Dart ging wie schon mehrere Male in den Tagen zuvor leider knapp daneben, ein 13-Darter brachte dem Schotten aber das 3:1. Nun lief es richtig gut für Anderson und er baute seine Führung schnell auf 5:1 aus, wobei er noch ein zweites 126er Bullfinish warf.

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Anderson wackelt kurz

Waren es leichte Unsicherheiten so kurz vor dem Erfolg? Auf jeden Fall vergab Gary Anderson im siebten Satz einige Darts auf Doppel und ein 120er Finish ließ Terry Jenkins auf 2:5 verkürzen. "The Bull" holte sich dann auch das erste Leg im nächsten Satz, doch mehr ließ der dann wieder sicherer werdende Gary Anderson nicht zu.

Der erste Matchdart saß in der Doppel 20 und damit muss Terry Jenkins weiter auf seinen ersten großen Titel warten. Für Gary Anderson könnte sich aber heute ein großer Traum erfüllen.

Adrian Lewis - Mark Webster 6:4 (3:2,2:3,3:2,0:3,3:2,3:0,1:3,1:3,3:2,3:1)

Mark Webster teilt das Schicksal einiger Dartspieler. Auch er gehört nun zu den Akteuren, die Phil Taylor bei einem großen Turnier besiegen konnten, damit aber nur den Weg für einen Anderen frei gemacht haben.

Der Waliser musste sich Adrian Lewis nach einem langen Kampf mit 4:6 beugen und belegt nun wie im Vorjahr den dritten Platz. Siebzehn 180er fielen in dieser Partie und beide Spieler hatten am Ende einen Average von knapp unter 100. Die ersten beiden Legs der Partie gingen an Lewis, doch Webster glich sofort aus. Der Satz ging dann aber an "Jackpot" der die Doppel 8 sicher traf.

Lewis kontert

Auch der zweite Satz ging über alle möglichen Legs, dieses Mal mit dem besseren Ende für "Webby". Das Spiel blieb weiter ausgeglichen und so war es nicht verwunderlich, dass für den dritten Satz erneut alle Legs benötigt wurden.

Webster warf eine 177 zu Beginn des Legs, doch Lewis steuerte eine 180 bei und traf die Doppel 2 zum 14-Darter und somit zur erneuten Führung. Das 2:2 kam dann schneller als erwartet, denn Webster benötigte nach einem Break im zweiten Leg nur drei Legs zum Ausgleich.

Der Waliser holte sich das vierte Leg in Folge und führte erstmals in diesem Spiel. Doch Finishes von 79 und 131 brachten Lewis eine 2:1 Führung, die aber erneut ausgeglichen wurde. Somit stand es 2:2 nach Sätzen und 2:2 nach Legs und es stand das wohl wichtigste Leg in dieser Partie an.

Webster verpasst die Chance

Beide warfen eine 180 und Lewis, der eröffnen durfte, hatte nach 12 Darts einen Rest von 40. Webster stand bei 130 und hatte trotzdem einen Dart auf Doppel 5, der die Partie komplett anders hätte verlaufen lassen können.

Doch er vergab und so holte sich Lewis die Führung zurück. Das musste Mark Webster erst einmal verdauen, doch bevor er sich wieder gefangen hatte, ging der Satz mit 3:0 an Lewis zur 4:2 Führung.

Als Adrian Lewis dann beim Stand von 1:1 im siebten Satz mit 2x180 in Folge eröffnete, sah es schon nach einer Vorentscheidung aus. Doch Lewis verpasste einige Doppel und Webster sicherte sich zwei Legs in Folge zum 3:4. Das erste Leg im achten Satz ging ebenfalls an "Jackpot", dieses Mal mit einem 12-Darter und 127er Finish. Webster hielt weiter dagegen und nach drei Legs in Folge glich er das Match ein weiteres Mal aus.

Lewis nutzt den Vorteil

Im neunten Satz wollte Lewis diesen Lauf wohl bremsen und er vergab vier Chancen zum Leggewinn. Webster checkte 103, es sollte seine letzte Führung in dieser Partie bleiben. Lewis schaffte ein sofortiges Rebreak und legte noch einen 13-Darter nach. Webster glich aus und erneut gab es die Situation, dass bei Satzgleichstand das fünfte Leg entscheiden musste.

Doch wie bereits zuvor im fünften Satz hatte Lewis dabei den großen Vorteil, als Erster werfen zu dürfen. So stellte er sich nach 12 Darts auf 64 Rest, Webster legte nach und wartete bei 57 Rest auf seine Chance.

Doch er wartete vergeblich, denn der Engländer traf sicher die Treble 16 und die Doppel 8 zur 5:4 Führung. Beide Spieler trafen dann jeweils die Doppel 10 und somit stand es 1:1 im zehnten Satz.

Im dritten Leg vergab Webster drei Darts auf Doppel und dies wurde von Adrian Lewis mit einem 76er Finish gnadenlos zum entscheidenden Break ausgenutzt. Um alles klar zu machen legte Lewis gleich mit einer 180 im vierten Leg los und die Doppel 20 zum 82er Finish und 12-Darter brachte ihn in das Finale.

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