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Ronnie Baxter (r.) erreichte bei der PDC Weltmeisterschaft 2010 das Viertelfinale ©

Die German Dart Championship in Halle enden mit zwei britischen Siegen. Legende Phil Taylor hat mit der Entscheidung nichts zu tun.

Halle - Mervyn King und Ronnie Baxter heißen die Gewinner der German Darts Championship in Halle, den ersten beiden Events der Pro Tour 2011.

Während sich King durch einen klaren 6:1-Erfolg gegen den Niederländer Vincent van der Voort am Samstag den Titel sicherte, setzte sich Baxter in einem über weite Strecken hochklassigen Match am Sonntag mit 6:3 gegen den Spanier Antoni Alcinas durch.

Dabei stand der Erfolg insbesondere für Mervyn King am vergangen Samstag früh am seidenen Faden.

King dreht gegen Hylton spät auf

Nach einem 6:3-Sieg in der ersten Runde gegen Patrick Bulen, lag der Engländer in der zweiten Runde gegen Mark Hylton bereits 3:5 zurück, bevor er drei Legs in Folge gewann, und sich mit 6:5 durchsetzte.

Nach Siegen gegen Kevin Münch, Gary Welding und William O'Connor traf "The King" dann im Halbfinale auf Simon Whitlock, der als Nr.1 der Players Championship Order of Merit 2010 an beiden Tagen topgesetzt war.

Van der Voort im Finale chancenlos

King gewann die Partie mit 6:3 und stand im Finale gegen Vincent van der Voort, der zuvor Mark Webster, Colin Osborne und John Henderson ebenfalls namhafte Konkurrenz ausgeschaltet hatte.

Im Endspiel war beim Niederländer bei der 1:6-Niederlage dann allerdings offenbar die Luft raus.

Am Sonntag folgte dann der große ? wenn auch ungekrönte ? Auftritt von Antoni Alcinas.

Nach einem hart umkämpften 6:5-Sieg in der Auftaktrunde gegen Peter "One Dart" Manley, zeigte der spanische Außenseiter danach gegen Mark Dubridge, Adrian Gray, Steve Hine und John Henderson starke Leistungen.

Im Halbfinale schaltete Alcinas dann auch Denis Ovens mit 6:3 aus.

Ronnie Baxter hatte sich unterdessen durch Siege gegen Jasmin Beganovic, Steve Evans, Justin Pipe, Richie Burnett, Alan Tabern und Mark Walsh für das Finale qualifiziert.

Rechenfehler entscheidet Finale

Es wurde ein hochklassiges Endspiel, bei dem beide Spieler bis kurz vor dem Ende Averages von über 100 aufwiesen. In den ersten neun Legs gab es keine Breaks und Alcinas glich stets die Führung von "The Rocket" aus.

Die Entscheidung fiel dabei durch einen Rechenfehler von Alcinas, der bei 123 Rest nach einer Triple 20 und einer Triple 19 auf die Doppel 8 anstatt auf die Doppel 3 warf. Da er die Doppel 8 traf, hatte er sich überworfen, was sein Gegner dann konsequent ausnutzte. Am Ende hieß es dann 6:3 für Ronnie Baxter.

Für Vortagessieger Mervyn King kam am Sonntag bereits in der zweiten Runde gegen den deutschen Meister Jyhan Artut das Aus (2:6).

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Taylor und "Barney" enttäuschen

Enttäuschend verliefen die Wettkämpfe indes für die Großen der Szene.

Titelverteidiger Phil Taylor konnte nach seinem frühen Aus bei der Weltmeisterschaft zu Jahresbeginn auch in Halle nicht überzeugen und scheiterte trotz modifizierten Darts im Achtelfinale (Samstag, 4:6 gegen Andy Smith) und Viertelfinale (Sonntag, 4:6 gegen Denis Ovens).

In die Rubrik der Verlierer fällt auch Raymond van Barneveld, der keine allzu erfolgreiche Rückkehr auf die Tour feiern konnte. Zum ersten Mal seit März letzten Jahres spielte "Barney" ein Turnier, welches nicht zur Major-Tour zählte.

Am Samstag gab es eine bittere 1:6 Niederlage gegen Simon Whitlock im Viertelfinale. Sonntags war das Turnier bereits in der dritten Runde nach einem 4:6 gegen Mark Webster beendet.

Lloyd scheitert zweimal früh

Simon Whitlock gehört ebenso zum Teil auch in diese Rubrik. Zwar konnte "The Wizard" am ersten Tag das Halbfinale erreichen, doch ein Aus in der ersten Runde am Sonntag gegen Davyd Venken war nicht im Plan des Australiers.

An 2 war Colin Lloyd gesetzt, doch auch "Jaws" konnte der Veranstaltung nicht seinen Stempel aufdrücken. Das Aus kam für die ehemalige Nr. 1 der PDC gegen Shaun Griffiths und Adam Neale-Smith jeweils in der zweiten Runde.

Im Mai geht es weiter mit der Austrian Open, bevor im Nuland die Entscheidungen bei den Events der PDC Europe anstehen.

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