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Ronnie Baxter (r.) gewann das zweite Finale der German Darts Championship © getty

King und Baxter gewinnen die German Darts Championship. "The Power" erlebt erneut ein Fiasko. Ein Finale entscheidet ein Rechenfehler.

Die German Darts Championship waren nach der World Darts Championsship die erste Standortbestimmung für die Profis und gleichzeitig die Generalprobe für die anstehende Players Championsship.

Angeführt wurde das Teilnehmerfeld von Phil Taylor, der in Halle auch gleichzeitig Titelverteidiger war. "The Power" wollte sich für sein frühes Aus bei der WM rehabilitieren und trat mit modifizierten Darts an.

Doch auch in Halle erlebte die Nummer 1 der PDC eine Enttäuschung und verpasste sogar an beiden Tagen das Halbfinale.

Mervyn King und Ronnie Baxter gewannen die beiden Aufeinandertreffen.

King: Samstag top, Sonntag flop

King konnte am Samstag in seinem Bühnenspiel Matchdarts gegen Mark Hylton abwehren, ehe er mit 6:5 gewann.

Es folgten Siege über Kevin Münch, Gary Welding, William O'Connor und im Halbfinale über den topgesetzten Simon Whitlock. Im Finale traf King auf Vincent van der Voort. Der Niederländer, der gegen Mark Webster, Colin Osborne und John Henderson gewonnen hatte, war im Finale aber chancenlos und unterlag deutlich mit 1:6.

Am Sonntag schied Mervyn King bereits in der zweiten Runde gegen Jyhan Artut, den Deutschen Meister der PDC Europe, mit 2:76 aus. Der zweite Vortages-Finalist Vincent van der Voort kam nur eine Runde weiter, er unterlag John Henderson mit 5:6.

Rechenfehler im Finale

Antoni Alcinas spielte in der ersten Runde auf der Bühne gegen Peter Manley und "One Dart" zeigte in den ersten sechs Legs, warum er diesen Nickname trägt. Doch der dreimalige WM-Finalist ließ dann nach und der Spanier gewann mit 6:5.

Auf dem Weg ins Finale schaltete "Toni" Mark Dudbridge, Adrian Gray, Steve Hine, John Henderson und Denis Ovens aus.

Im Endspiel traf er auf Ronnie Baxter. Es wurde ein hochklassiges Finale, in den ersten neun Legs gab es keine Breaks und Alcinas glich stets die Führung von "The Rocket" aus.

Das Finale wurde dann durch einen Rechenfehler entschieden, als Alcinas bei 123 Rest nach einer Triple 20 und einer Triple 19 auf die Doppel 8 anstatt auf die Doppel 3 warf. Damit hatte er sich überworfen, was sein Gegner konsequent ausnutzte.

Starker Auftritt von Henderson

Zu den großen Verlierern des Wochenendes zählte neben Phil Taylor auch Raymond van Barneveld, der zum ersten Mal seit März 2010 mal etwas anderes außer Major Turniere spielte.

Am Samstag gab es eine bittere 1:6 Niederlage gegen Simon Whitlock im Viertelfinale, einen Tag später war das Turnier bereits in der dritten Runde nach einem 4:6 gegen Mark Webster beendet.

Zu den Gewinnern gehören neben den Turniersiegern auf jeden Fall Antonio Alcinas und John Henderson. Mit John Henderson, Shaun Griffiths, Dave Chisnall und Brian Woods haben vier ehemalige BDO-Spieler erstmals auf der PDC Pro Tour teilgenommen.

Der Schotte Henderson setzte dabei die größten Akzente. Am Samstag spielte sich "Hendo" bis in das Halbfinale, wo er sich Vincent van der Voort knapp geschlagen geben musste.

Am Sonntag war er kurz vor dem erneuten Erreichen der letzten Vier, doch er vergab drei Matchdarts und verlor gegen Antonio Alcinas.

Kevin Münch bester Deutscher

Bei der Players Championship Order of Merit und der European Order of Merit geht es bei Null los. Acht Plätze bei der European Championship im Juli in Düsseldorf werden über die EOoM vergeben.

Die EOoM wird wie im Vorjahr von Vincent van der Voort angeführt. Auf Platz 2 folgt Antonio Alcinas, der mit seinem ersten PDC-Finale nahezu sicher in Düsseldorf und auch bei der WM dabei sein wird. Jelle Klaasen folgt auf Platz 3 vor dem Griechen John Michael.

Kim Huybrechts, der die WM-Teilnahme im letzten Jahr äußerst knapp verpasste, sammelte ebenso wie der Schwede Magnus Caris ordentlich Preisgeld. Erst dann kommen die deutschen Spieler, angeführt von Kevin Münch, Andree Welge und Jyhan Artut, die jeweils in die dritte Runde kamen.

Der beste Deutsche am Samstag war Kevin Münch, der nach Erfolgen über Dieter Proksch, Andy Jenkins und Steve Beaton die dritte Runde erreichte. Dort unterlag der "Dragon" dann dem späteren Sieger Mervyn King mit 3:6.

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