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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Raymond van Barneveld unterlag im Viertelfinale Terry Jenkins © getty

Beim Grand Slam of Darts startet die entscheidende Phase. In den Viertelfinal-Partien gibt es einige Überraschungsmomente.

Wolverhampton - So langsam geht die zweite Auflage des Grand Slam of Darts in Wolverhampton in die entscheidende Phase.

Am Freitag wurde das Viertelfinale gespielt und es gab einige Überraschungsmomente.

Die Spiele im Überblick:

Mervyn King ? Mark Webster 10:8

Mark Webster hat im letzten Jahr das geschafft, was Mervyn King in all seinen Jahren in der BDO/WDF vergeblich versucht hatte und wurde BDO-Weltmeister. In seinem letzten Jahr vor dem Wechsel zur PDC verlor der King dann auch noch die Nr. 1 im Ranking und wurde so langsam nach hinten durchgereicht.

In den letzten Monaten zeigte er aber, dass er sich in der PDC mehr als wohl fühlt und dass er bereit für Höheres ist. Obwohl King bereits im ersten Leg ein Break schaffte, lag er zur ersten Pause nach fünf Legs mit 2:3 zurück. Dabei warf der Engländer auch ein 161er Finish zum 2:2 und steuerte kurze Zeit später ein 121er Finish zum 3:3.

Webster checkte dann 105 und beide teilten sich die nächsten Legs bis zum 6:6, bis King mit einem 72er Finish ein weiteres Break schaffte. Mit einem 13 Darter erhöhte er dann die Führung auf 8:6.

Nun wurde die Partie richtig hochklassig. Webster verkürzte auf 7:8 und der Waliser war im nächsten Leg nach 2x180 auf dem Weg zu einem 9 Darter. Der siebte Dart saß allerdings nicht, doch mit einem 11 Darter konnte "Webbi" zum 8:8 ausgleichen.

Im nächsten Leg vergab Webster einen Dart auf Doppel 15 zur erneuten Führung und King nutzte seine Chance mit einem 68er Finish. Das nächste Leg spielte King dann so, wie man ein entscheidendes Leg spielen sollte.

Er begann mit 2x180 und traf auch mit dem siebten Dart die Treble 20, bevor er knapp die Treble 15 verpasste. In der übernächsten Aufnahme war es dann soweit und King, der einen Average von knapp 101 warf (Webster 94,28), sicherte sich mit einer Doppel 10 als erster Spieler die Teilnahme im Halbfinale.

Gary Anderson ? Darryl Fitton 10:6

Gary Anderson konnte nach einem verkorksten Start in die Partie noch rechtzeitig zur Form finden und erreichte zum zweiten Mal in Folge das Halbfinale des Grand Slam of Darts.

Darryl Fitton zog schnell mit 3:0 davon und vergab dann sogar Chancen, auf 4:0 davon zu ziehen. So lag er zur Halbzeit mit 5:2 vorne, hatte aber nur ein Break Vorsprung. So sehr das Spiel von Anderson nun besser wurde, umso schlechter wurde die Leistung vom "Dazzler".

Die Zuschauer sahen nun ein komplett andere Partie und Anderson holte Leg um Leg. Am Ende gewann der Schotte acht von neun Legs und zog mit einem letztendlich doch noch ungefährdeten Sieg in das Halbfinale ein. Anderson hatte auch einen Schnitt von knapp unter 100, wobei der von Fitton auf unter 89 rutschte.

Terry Jenkins ? Raymond van Barneveld 10:9

In der nächsten Partie wurde der Halbfinalgegner von Gary Anderson ermittelt und es wurde ein Spiel zwischen zwei Akteuren, die immer noch ihrer Bestform hinterher jagen.

Es wurde eine intensive Partie, wo beide Spieler von einem Extrem in das andere schwankten. Wenn beide Spieler ihre Chancen auf Doppel stets genutzt hätten, wäre auch ein deutliches Ergebnis für einer der Beiden drin gewesen. So wurde es ein extrem spannendes Spiel und das einzige Viertelfinale, in dem alle Legs ausgespielt wurden.

Es ging hin und her, bevor "Barney" mit einem 13 Darter auf 8:6 davon ziehen konnte. Jenkins gab sich jedoch keineswegs geschlagen und traf dieses Mal endlich wieder ein Doppel sicher zum 11 Darter und zum 7:8. Doch mit einem 103er Finish stellte van Barneveld den alten Abstand wieder her.

Im nächsten Leg stand der Niederländer auf 40 Rest und wartete auf seine Matchdarts, doch Jenkins traf bei 71 Rest mit dem letzten Dart die Doppel 20 und konnte verkürzen.

Mit einer 180 und einem 62er Finish schaffte Jenkins dann sogar das Break und es ging beim Stand von 9:9 in das entscheidende Leg, das Jenkins dann eröffnen durfte.

Trotzdem war Barney zuerst auf Doppel, doch er verpasste die Doppel 16 mit einem Dart zum Match. Doch auch Jenkins vergab nun seine Matchdarts auf Doppel 20 und Doppel 10 und so durfte van Barneveld noch einmal ans Board. Doch bei 16 Rest traf er erst daneben und danach die Doppel 11. Nun nutzte der Engländer seine Chance und traf die Doppel zum Sieg und warf van Barneveld zum zweiten Mal in Folge aus dem Grand Slam of Darts.

"Barney" wird es dabei wenig trösten, dass er am Ende mit 97,18, sogar den höheren Average hatte als "The Bull" mit 96,48.

Phil Taylor ? Simon Whitlock 10:7

Im letzten Spiel des Abends traf dann Phil Taylor auf Simon Whitlock, gegen den er den letzten Vergleich im Jahr 2007 verloren hatte. Und Taylor war wohl mit den Gedanken bei dieser Partie, denn er lag überraschend mit 1:5 zurück.

Whitlock, der "Wizard" aus Australien zeigte bis dahin eine nahezu fehlerfreie Vorstellung und Phil Taylor gab im Interview nach dem Spiel zu, dass er in dieser Phase ohne eine Leistungssteigerung auch mit 1:10 verloren hätte.

Doch Phil Taylor wäre nicht "The Power", wenn er nicht noch etwas in der Hinterhand hätte. Von Leg zu Leg wurde er sicherer und holte immer mehr auf. Taylor gewann sechs Legs in Folge und führte mit 7:5, bevor es in den nächsten Legs vier Breaks in Folge gab.

Whitlock vergab drei Darts auf Doppel zum 8:8 und weitere Darts im nächsten Leg. So konnte Taylor dann doch noch mit einer Doppel 5 in das Halbfinale gegen Mervyn King einziehen.

Obwohl Phil Taylor einen Average von 103,53 warf (Whitlock 97,73), war er über weite Teile der Partie nicht in der Form der letzten Monate. Es fiel auch auf, das Taylor sehr oft die Treble 19 als Ausweichziel nahm, weil er mit der Trefferquote und der Art und Weise, wie die Darts in der Treble 20 steckten, nicht zufrieden war. Dieser Wurfstil erinnerte an den "alten" Phil Taylor mit seinen langen Darts.

Halbfinale (Best of 31 Legs)

Terry Jenkins - Gary Anderson

Phil Taylor - Mervyn King

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