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James Wade tritt am Sonntag zum ersten Mal an
James Wade gewann 2009 die Premier League © getty

Am 9. Spieltag der Premier League zeigt Phil Taylor gegen Mark Webster seine alte Klasse. James Wade überrascht Adrian Lewis.

München - Sehr starke Leistungen prägten den 9. Spieltag der PDC Premier League.

Während Gary Anderson und Simon Whitlock ihre Chancen auf das Halbfinale verbessern konnten, muss Raymond van Barneveld trotz einer brillanten Leistung nun zittern.

Gary Anderson - Terry Jenkins 8:3

Es war der zweite Spieltag in dieser Saison, der in Schottland stattfand. Nachdem es in Glasgow zu unschönen Szenen durch einige Zuschauer gekommen war, wurde die Partie des Lokalmatadors nach vorn verlegt.

Friedliche Fans

Die Fans in Aberdeen zeigten sich allerdings von ihrer besten Seite und wurden im Anschluss auch durch die PDC für ihr vorbildliches Verhalten gelobt.

Gary Anderson fühlte sich an diesem Abend richtig wohl und Terry Jenkins bekam dies eindrucksvoll zu spüren. 7x180 und ein Average von knapp über 101 begleiteten den sechsten Saisonsieg des "Flying Scotsman".

In den ersten fünf Legs warf Anderson jeweils ein Maximum und durch ein Break mit einem 12-Darter führte der Schotte schnell mit 3:0. Von den nächsten drei Legs holte sich Jenkins zwei Durchgänge und es ging mit einem 2:4 aus Sicht von "The Bull" in die Pause.

Sonderprämie für Jenkins

Anderson legte aber sofort einen 11-Darter nach, bevor sich Terry Jenkins eine Prämie sichern konnte. "The Bull" checkte 111 und dies sollte das höchste Finish des Abends bleiben. Somit konnte sich der Engländer am Ende wenigstens über 1.000 Pfung freuen.

Insgesamt hatte Jenkins in dieser Partie nur sechs Darts auf Doppel, so dominant war Gary Anderson. Ein 13-Darter brachte Gary Anderson den verdienten Sieg und er klettert damit wieder auf Platz 2 der Tabelle. Für Terry Jenkins, dem Finalisten von 2007, sind die Top 4 nun schon 5 Punkte entfernt.

James Wade - Adrian Lewis 8:3

James Wade nutzt seine letzte Chance und bleibt im Kampf um eine erneute Halbfinalteilnahme. Wade, der als einziger Spieler außer Phil Taylor die Premier League gewinnen konnte, hat noch nie das Halbfinale verpasst.

Sowohl Wade als auch Adrian Lewis hatten in dieser Saison wechselhafte Leistungen, der World Champion schien aber in den letzten Woche auf dem richtigen Weg zu sein. Lewis führte auch mit 2:0, bevor sich die Partie komplett drehte. James Wade gewann sechs Legs in Folge und die Partie war beim Stand von 6:2 vorentschieden.

Adrian Lewis gewann noch ein weiteres Leg, doch James Wade sicherte sich mit seiner besten Saisonleistung den dritten Sieg. Damit verkürzt "The Machine" den Abstand zu den Top 4 auf vier Punkte und bei fünf noch ausstehenden Spielen ist alles möglich.

Phil Taylor - Mark Webster 8:1

Mark Webster wurde nun komplett durchgereicht und der Waliser findet sich nach der fünften Niederlage in Folge erstmals auf dem letzten Platz der Premier League wieder.

Alle Hoffnungen auf ein ähnlich dramatisches Spiel wie bei der World Darts Championship, als Webster die Nr. 1 sensationell aus dem Wettbewerb warf, wurden schnell zerstört. Leg 1 ging noch an "Webbi", danach übernahm "The Power" einmal wieder eindrucksvoll.

Taylor in alter Manier

Taylor nutzte jede Chance und spielte nahezu fehlerlos. Beim Stand von 3:1 warf er in den folgenden drei Legs jeweils eine 180 und er baute die Führung in 12, 11 und 12 Darts aus.

Mark Webster hatte nichts entgegen zu setzen und er kassierte die zweite 1:8 Niederlage in Folge. Phil Taylor hatte am Ende einen Average von 107,07. Dieses sollte aber nicht der Höchstwert an diesem Abend bleiben.

[kaltura id="0_bxhn5uws" class="full_size" title="Whitlock erfolgreich gegen Webster"]

Simon Whitlock - Raymond van Barneveld 8:5

Zum Abschluss des Tages folgte eines der besten Spiele in der Geschichte der PDC Premier League.

Raymond van Barneveld hatte einen Average von 104,54 und unterlag mit 5:8 einem Simon Whitlock, der auf stolze 107,93 kam. Dabei warf "The Wizard" auch die Einstellung des Premier League Rekords von 8x180 in einer Partie, die gerne noch länger hätte dauern können.

Bereits im ersten Leg schaffte Simon Whitlock mit einem 14-Darter ein Break, dem der Niederländer immer hinterher laufen sollte. Nach einem 80er Finish führte Whitlock mit 2:0, bevor "Barney" sein erstes Leg holte. Mit einem 90er Finish und einem folgenden 11-Darter baute der Australier dann aber seine Führung auf 4:1 aus. Und er hatte auch seine Chancen zur Vorentscheidung, doch er vergab vier Darts auf Doppel und van Barneveld verkürzte auf 2:4.

"Barney" holte sich auch das erste Leg nach der Pause, doch ein 102er Finish von Whitlock stellte den alten Abstand wieder her. Nachdem Simon knapp das Bullseye für ein 170er Finish verpasst hatte, verkürzte "Barney" erneut mit einem 67er Finish.

Es folgten zum zweiten Mal in dieser Partie zwei Maximums des "Wizard" auf dem Weg zum 6:4. Im nächsten Leg hatte er erneut einen Dart zum Break, doch auch diese Chance ließ Whitlock ungenutzt und van Barneveld verkürzte auf 5:6. Im zwölften Leg hatte der Niederländer dann die große Chance zum Ausgleich, doch er traf die Doppel 9 nicht für ein 81er Finish.

Simon Whitlock behielt die Nerven und setzte seinen dritten Dart in die Doppel 10 zum 7:5. "Barney" gab noch einmal alles, um zumindest ein Unentschieden zu holen, doch nach einer verpassten Doppel 18 traf Simon Whitlock die Doppel 4 sicher zum Matchgewinn.

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