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James Wade ist seit 2001 auf der Profi-Tour unterwegs © SPORT1

Bei der World Matchplay gewinnt James Wade sein Match ohne Leg-Verlust. Auch Raymond van Barneveld kommt sicher durch.

München - Wenn der Sommer in seine heiße Phase einsteigt ist dies auch immer ein Zeichen, dass die PDC World Matchplay in Blackpool auf dem Programm steht.

Auch in diesem Jahr spielen die 32 besten Spieler in den altehrwürdigen Winter Gardens den Titel aus

Bereits am ersten Tag gab es mit dem 9-Darter von John Part ein Highlight (Tag 4 ab 20 Uhr im LIVESTREAM und ab 21 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Die Partie zwischen Adrian Lewis und Kevin Painter hatte alles, was man sich für ein Dartspiel wünschen kann.

Steve Beaton - Terry Jenkins 10:3

Den Auftakt der World Matchplay machten aber Steve Beaton und Terry Jenkins. "The Bull" war an Position sieben gesetzt, doch er wurde in diesem Match von Beaton nahezu überrollt.

Gleich im ersten Leg gelang dem "Bronzed Adonis" ein Break und er baute die Führung auf 3:0 aus. Nachdem Beaton vier Darts zum 4:0 vergab holte sich Jenkins mit einem 118er Finish sein erstes Leg.

Jenkins schaffte dann auch noch den Ausgleich zum 3:3, doch ab diesem Augenblick übernahm Steve Beaton wieder das Kommando. Legs von 12, 11 und 12 Darts gaben ihm die sichere Führung zurück und Steve Beaton konnte dieses Level halten.

Mit einem Average von 100,97 holte sich Beaton sieben Legs in Folge und er gewann diese Partie souverän.

Vincent van der Voort - Alan Tabern 10:7

In der zweiten Partie des Abends sah es ebenfalls nach einem schnellen Ende aus. Van der Voort führte mit 3:0 und 7:3 gegen Alan Tabern, der sehr spät erst in sein Spiel fand.

"The Saint" gewann vier der nächsten fünf Legs und verkürzte damit auf 7:8. Als Tabern dann seine Chance zum Ausgleich ungenutzt ließ, sicherte sich Vincent van der Voort doch noch den Einzug in die Runde der Letzten 16.

Adrian Lewis - Kevin Painter 14:12

An diese Partie wird Kevin Painter noch lange zurück denken. "The Artist" führte 9:6 gegen den World Champion und vergab in der Folgezeit sechs Matchdarts. Painter hatte sich kürzlich die Augen mit einem Laser behandeln lassen und dies scheint ihm geholfen zu haben.

So gut wie an diesem Abend hatte man den ehemaligen Vizeweltmeister schon lange nicht mehr auf einer Bühne gesehen. Painter spielte beeindruckend stark und hatte Adrian Lewis am Rande einer Niederlage.

Als "Jackpot" beim Stande von 6:9 Darts auf Doppel 20 und Doppel 10 vergab, steckte er seine Darts schon in die Hemdtasche. Kevin Painter hatte 40 Rest und es sprach alles für ein frühes Aus der Nr. 2. Doch alle drei Darts saßen knapp über der Doppel 20 und so bekam Adrian Lewis noch eine Chance.

Mit seinem dritten Dart traf er die Doppel 5 und war wieder im Spiel. Als wenn man nun einen Schalter umgelegt hätte spielte sich Lewis nun in einem Rausch. 4x180 und Legs von 13, 11 und 11 Darts brachten ihn 10:9 in Führung.

[kaltura id="0_435xat5z" class="full_size" title=" The Bull st t Lewis aus dem Turnier"]

Da man bei der World Matchplay mit zwei Legs Vorsprung gewinnen muss, ging es erstmals in die Verlängerung. Painter schaffte den Ausgleich und legte auch noch ein Break zum 11:10 nach. Es folgten drei weitere Matchdarts.

Der erste verpasste das Bullseye knapp und auch die Doppel 8 bei 25 Rest wollte in beiden Versuchen nicht sitzen.

Die nächsten beiden Legs gingen an Adrian Lewis, der nun seinerseits einen Matchdart für ein 121er Bullfinish vergab. Drei Legs später war es dann aber soweit und Adrian Lewis beendete eine höchst unterhaltsame Partie mit einem 90er Bullfinish.

Mark Webster - John Part 10:8

Die letzte Partie am ersten Tag konnte den Spannungsbogen nicht halten. Mark Webster führte mit 7:1 gegen John Part, der nicht an seine gute Leistungen in den letzten Monaten heran kam.

Zumindest nicht bis zum elften Leg, als John Part der dritte Spieler in der Geschichte der World Matchplay wurde, der einen 9-Darter auf der Bühne werfen konnte.

Mit dem perfekten Leg verkürzte "Darth Maple" auf 4:7 und kam bis auf 7:8 heran. Mark Webster erhöhte mit der Hilfe von 2x180 anschließend auf 9:7.

John Part holte sich noch ein Leg, nachdem Mark Webster seinen ersten Matchdart nicht nutzen konnte. Doch der Waliser behielt die Nerven und warf sich mit einer Doppel 20 in die zweite Runde.

Paul Nicholson - Colin Osborne 12:10

Der zweite Tag wurde mit einer spannenden Partie zwischen Paul Nicholson und Colin Osborne eröffnet. Osborne schaffte zwei frühe Breaks mit Finishes von 126 und 85.

Doch Nicholson antwortete mit zwei eigenen Breaks und so stand es 2:2. Der Australier hielt dann zum ersten Mal seinen Vorteil, doch Osborne glich um 3:3 und zum 5:5 aus.

In der Folgezeit gab es keine Breaks und so führte Nicholson mit 10:9. Bei 120 Rest bekam er seine erste Chance zum Sieg, er verpasste die Doppel 20 und ließ auch drei weitere Chancen ungenutzt.

Osborne glich zum 10:10 aus und vergab seinerseits Chancen zur Führung in der Verlängerung. Nicholson machte das 11:10 und nutzte seinen fünften Matchdart zum Sieg.

Mark Walsh - Dave Chisnall 10:3

Dave Chisnall kam erst Anfang des Jahres zur PDC, trotzdem konnte er sich schon für die World Matchplay qualifizieren. Nur sehr selten kam "Chizzy" an seine Bestform heran.

Er lag mit 0:4 zurück, als er nach sieben perfekten Darts auf dem Weg zum 9-Darter war. Er verpasste die Treble 19 genauso wie alle folgenden Darts auf Doppel und so verlor er dieses Leg noch.

Erst das siebte Leg ging an den jungen Engländer zum 1:6. Mark Walsh zeigte eine solide Leistung und erhöhte souverän auf 9:1. Zwei Legs gingen zwar noch an Dave Chisnall, doch es wurde trotzdem eine deutliche Niederlage.

James Wade - Jamie Caven 10:0

Diese drei Legs hätte Jamie Caven am Ende gerne gehabt. "Jabba" fand zu keinem Zeitpunkt ins Spiel und vergab Dart um Dart auf Doppel.

James Wade hingegen reichte am Ende ein Average von knapp 87, um einen der seltenen Whitewashes in den Winter Gardens zu schaffen. Mit einem 136er Finish beendete der Champion von 2007 diese einseitige Partie.

Raymond van Barneveld - Steve Brown 10:3

Spannender wurde es im letzten Spiel auch nicht besonders. "Barney" spielte trotz einer abenteuerlichen Farbzusammenstellung seines Wurfmaterials eine starke Partie.

Der Niederländer hatte nach einer Trainings-Session mit Co Stompé seine Darts liegen gelassen und war ohne Arbeitsgerät nach England geflogen.

Zum Glück gab es einen Darthändler im Ort und so konnte man zumindest noch brauchbares Material zusammen stellen. Gary Anderson lieferte ein paar Shäfte und unbeeindruckt warf van Barneveld für lange Zeit einen 100er Average.

Mit 6:1 Führung führte "Barney" und Steve Brown ließ einfach zu viele Möglichkeiten ungenutzt. Am Ende gab es einen weiteren deutlichen Erfolg an diesem Abend mit dem 10:3 Erfolg von "Barney".

Am heutigen Montag greift Phil Taylor erstmals ins Geschehen ein, "The Power" trifft auf Mark Hylton. Gespannt sein darf man auch auf das erste Auftreten von Wes Newton nach seiner beeindruckenden Vorstellung bei der UK Open.

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