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Simon Whitlock stand 2010 im Finale der PDC-Weltmeisterschaft © getty

Simon Whitlock verspielt bei der World Matchplay einen historischen Vorsprung. Raymond van Barneveld scheidet aus.

München - Die Halbfinals der PDC World Matchplay 2011 (täglich LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM) stehen fest.

Während man mit Phil Taylor, James Wade und Adrian Lewis rechnen konnte, ist das Erreichen der Vorschlussrunde durch Andy Hamilton schon eine Sensation.

Andy Hamilton - Simon Whitlock 17:15

Die ersten beiden Partien des Tages wurden in einer Nachmittags-Session ausgespielt und die Fans bekamen eines der bemerkenswertesten Comebacks in der Geschichte des Dartsports zu sehen.

Andy Hamilton lag aussichtslos mit 8:15 gegen Simon Whitlock zurück, der Australier brauchte also nur noch ein Leg, um die Partie zu gewinnen. Was dann passierte wird sich der Australier noch lange fragen. Er nutzte seine Matchdarts nicht und Andy Hamilton drehte die Partie mit 9 Legs in Folge.

Ein Leg fehlt

Bis zum 6:4 war das Spiel auch in der Anfangsphase ausgeglichen, dann legte Whitlock etwas zu und baute seine Führung auf 12:5 aus. Als es dann 15:8 stand, machten sich die anderen beiden Spieler im Aufwärmbereich schon bereit für die Partie. Doch sie hatten nicht mit dem Comeback des Andy Hamilton gerechnet.

Er holte sich sein neuntes Leg und schaffte anschließend sein erstes Break in dieser Partie. In den nächsten beiden Legs vergab Whitlock vier Matchdarts und als es 13:15 stand wurde auch ihm bewusst, dass er noch lange nicht im Halbfinale ist.

Die nächste Chance zum Match kam, als Hamilton ein 142er Finish nicht schaffte, doch Whitlock traf erneut die Doppel 20 nicht. Ein 68er Finish von "The Hammer" brachte die Menge dann zum Kochen, es stand nun 15:15 und es ging in die Verlängerung.

Whitlock verpasst Chance

Simon Whitlock ließ weitere fünf Darts ungenutzt, um seine Führung zu holen und Andy Hamilton checkte nach seiner neunten 180 erneut 68. Whitlock legte eine 180 im nächsten Leg nach, doch nun war Andy Hamilton nicht mehr zu bremsen. Mit einem 94er Finish beendete der Engländer eine denkwürdige Partie.

Adrian Lewis - Mark Webster 16:12

Mark Webster kam gut in die Partie, er führte mit 4:1 und 6:2 und war auf einem guten Weg, sein zweites Major Halbfinale in Folge zu erreichen.

Adrian Lewis wurde nun sicherer und holte sich sieben der nächsten neun Legs, wobei er unter anderem Finishes von 110 und 118 warf. "Jackpot" führte nun mit 9:7 und verwaltete seinen Vorsprung gut. Als Webster auf 10:11 verkürzte checkte der World Champion 72 und baute anschließend seine Führung aus.

"Webbi" verkürzte noch einmal mit einem brillanten 10-Darter auf 12:14, doch mehr war für den Waliser an diesem Nachmittag nicht drin.

James Wade - Raymond van Barneveld 16:11

Raymond van Barneveld hatte in Blackpool einen starken Eindruck hinterlassen in dieser Woche.

Nach Erfolgen gegen Steve Brown und Paul Nicholson spielte er auch gegen James Wade mit seiner "Notlösung", den neuen Darts und den von Gary Anderson geliehenen Schäften.

Weitere Kraft konnte der Niederländer daraus schöpfen, dass er im Vorjahr auf dem Weg in das Finale gegen James Wade erfolgreich war.

Strafe für "Barney"

Es wurde eine spannende Partie, in der "Barney" am Ende für das Auslassen der Doppel in den wichtigen Momenten bestraft wurde. Bis zum 7:7 war es ausgleichen, dann warf Wade Finishes von 95 und 96 und holte sich eine kleine Führung heraus.

Ein sicheres 100er Finish brachte ihm das 11:8 und ab diesem Zeitpunkt hatte er die Kontrolle über diese Partie. "Barney" versuchte noch einmal alles, doch "The Machine", der insgesamt vier dreistellige Finishes warf, warf in der Endphase einfach zu sicher.

[kaltura id="0_bwh6ukk7" class="full_size" title=" Barney verzweifelt an Wade"]

Phil Taylor - Wes Newton 16:5

Wes Newton ging mit einer 4:1 Führung in die erste Pause und hätte zu diesem Zeitpunkt nie geglaubt, wie das Spiel weiter gehen sollte.

Als "The Warrior" sich im sechsten Leg auf 40 Rest stelle sah er zuversichtlich dem weiteren Ausbau der Führung entgegen. Doch Taylor legte ein 150er Finish hin und war ab diesem Augenblick nicht mehr zu halten.

Es folgte ein 128er Finish mit einer Doppel 10 und ein weiteres 128er Finish mit Bullseye brachte ihm die 5:4 Führung. Newton verkürzte noch einmal zum 5:6, doch die folgenden neun Legs gingen allesamt an "The Power". Am Ende hatte Phil Taylor einen Average von 108,39 und eine Trefferquote von 70 Prozent auf Doppel.

Die Zahlen von Wes Newton sind bei weitem nicht schlecht, doch ein Average von 95,80 und 56 Prozent auf Doppel reichten aber nur, um eines von sechzehn Legs zu gewinnen.

Phil Taylor trifft heute auf Andy Hamilton, dem mittlerweile alles zuzutrauen ist. Für James Wade steht der nächste Kracher auf dem Programm, wenn er auf Adrian Lewis trifft.

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