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Peter "Snakebite" Wright belegt Weltranglistenplatz 33 © getty

Bei der Darts-EM in Düsseldorf gewinnt der Publikumsliebling sein Erstrundenmatch gegen John Part knapp. WM-Champ Taylor siegt locker.

München - Mit den ersten acht Partien der ersten Runde wurde am Donnerstagabend im Düsseldorfer Maritim Hotel die vierte European Darts Championship eröffnet.

Abgerundet durch ein fantastisches Publikum im prall gefüllten Festsaal wurde es ein Auftakt nach Maß.

So setzte sich der dreimalige Europameister und Titelverteidiger Phil Taylor souverän gegen John Michael durch.

"The Bull" gewinnt das Top-Duell der ersten Runde gegen Mark Webster.

Mervyn King - Co Stompe 6:1

In der Eröffnungspartie setzte sich Mervyn King doch relativ sicher mit 6:1 gegen Co Stompe durch. Im zweiten Leg schafft der Engländer nach 3x140 in Folge mit einer Doppel 12 zum 13-Darter das erste Break der Partie.

Im dritten Leg nutzt Stompe leichte Schwächen seines Gegners zum Rebreak aus, doch in der Folgezeit war es der Niederländer, der seine Chancen nicht nutzen konnte. Ein 128er Bullfinish rückt wieder alles gerade für King und eine Doppel 12 nach einem Score von 177 bringt ihn auf 4:1 in Führung.

Im siebten Leg werfen beide Spieler eine 180, doch King stellt sich erneut mit einer 177 auf 24 Rest und der dritte 13er in dieser Partie bringt ihn in die zweite Runde.

Colin Lloyd - Alan Tabern 6:4

Für Alan Tabern begann die Partie verheißungsvoll. "The Saint" führte mit 2:1 und holte sich mit einem 76er Finish das erste Break, nachdem Colin Lloyd sieben Darts auf Doppel nicht nutzte.

Bei dem kurzen Format von Best of 11 Legs in der ersten Runde kann ein Break schon entscheidend sein. Doch "Jaws" fand nun in das Spiel und holte sich gleich das Rebreak mit einem 62er Finish.

In den nächsten drei Legs war Lloyd etwas sicherer auf Doppel und er drehte die Partie. Tabern verkürzte zwar noch auf 4:5, doch den erneuten Ausgleich ließ Colin Lloyd nicht mehr zu.

Peter Wright - John Part 6:5

In der dritten Partie des Abends ging es erstmals über die komplette Distanz. John Part führte mit 2:1 und 5:4, musste sich am Ende aber doch Peter Wright geschlagen geben. Keiner der beiden Spieler konnte sich einen größeren Vorsprung erspielen und so blieb es bis zum Ende spannend.

Im neunten Leg vergaben beide über ein Dutzend Darts auf Doppel, bevor "Darth Maple" die Doppel 1 zum 5:4 traf. Dies gab dem Kanadier aber nicht die gewünschte Sicherheit und Wright glich nach seiner ersten 180 mit einer Doppel 5 aus.

Part durfte das letzte Leg eröffnen, doch "Snakebite", der neue Publikumsliebling, holte unter dem Jubel der Fans mit einem 13-Darter den Sieg.

[kaltura id="0_zdue3nq5" class="full_size" title="Wright Ich war sehr nerv s "]

Paul Nicholson - Justin Pipe 6:3

Paul Nicholson hatte ein Trikot von Fortuna Düsseldorf bei seinem Walk-on dabei und damit gleich einen großen Teil des Publikums hinter sich. Beflügelt von dieser ungewohnten Unterstützung holte sich der "Bad Boy" dann auch gleich die ersten beiden Legs.

Pipe verkürzte mit einem 121er Finish auf 1:2 und glich anschließend auch zum 2:2 aus. Nicholson erhöhte erneut mit zwei Legs in Folge, doch Pipe ließ nicht locker. Der Engländer vergab aber drei Darts auf Doppel zum 4:4 und wurde von Nicholson bestraft.

"The Asset" checkte 86 mit einer Doppel 18 und Doppel 16 und legte den Grundstein zum Einzug in die zweite Runde.

Simon Whitlock - Mensur Suljovic 6:2

Mit Mensur Suljovic betrat dann der einzige Spieler aus dem deutschsprachigen Raum die Bühne. Man durfte gespannt sein, wie Simon Whitlock das Fiasko der World Matchplay verkraftet hatte, doch "The Wizard" zeigte sich gut erholt.

Von Anfang an warf der Mann aus down under einen dreistelligen Average und zog sicher auf 4:0 davon. Nach dem ersten Rebreak von Mensur kam etwas Hoffnung bei seinen Fans auf, doch mehr als zwei Legs ließ Whitlock nicht zu.

Ein sicheres 6:2 brachte ihn in das Achtelfinale der EDC 2011.

Phil Taylor - John Michael 6:3

Alles sprach von einer sicheren Aufgabe für Phil Taylor zum Auftakt seiner dritten Titelverteidigung. Der Grieche John Michael ist international noch nicht ganz so bekannt, doch er zeigte eine starke Leitung gegen die Nr. 1 der PDC.

Gleich im ersten Leg warf "Deadly Rose" eine 180 und ein 102er Finish brachte ihm sogar die Ehre, mit einem Break gegen Phil Taylor in Führung zu gehen. "The Power" ist in diesen Tagen aber wieder nahezu komplett an seiner Bestform und so drehte er diese Partie. Vier Legs in Folge gingen an Taylor, bevor Michael erneut punktete.

Ein 11-Darter brachte Taylor das 5:2, doch der Hufschmied aus Athen verkürzte erneut mit einer Doppel 9 zum 3:5. Das nötige Rebreak schaffte er aber nicht mehr, Taylor traf mit seinem ersten Matchdart die Doppel 12 zum 13-Darter und trifft nun auf Mervyn King.

Terry Jenkins - Mark Webster 6:4

Da bei der EDC nur die Top 8 der PDC gesetzt ist, kam es gleich in der ersten Runde zum Duell der Nr.8 gegen die Nr. 9 der Order of Merit. Am Ende war es die Nr. 9, die sich knapp mit 6:4 durchsetzte.

Mark Webster führte bei seinem EDC-Debüt mit 2:0 und 3:2, doch Jenkins holte sich die letzten beiden Legs zum Sieg. "The Bull" fühlt sich bei der EDC wohl, bereits im letzten Jahr kam der Engländer bis in das Halbfinale.

Gary Anderson - Jamie Caven 6:3

Im letzten Duell das Abends trafen zwei Spieler aufeinander, die noch den Frust der World Matchplay im Gepäck hatten. Gary Anderson verhinderte gegen Jamie Caven zwar eine weitere Erstrundenniederlage, doch so ganz rund lief es beim "Flying Scotsman" immer noch nicht.

Nach dem Whitewash gegen James Wade in Blackpool reichte es für "Jabba" dieses Mal wenigstens zum Gewinn von drei Legs, doch mehr als ein zwischenzeitlicher Ausgleich war für ihn nicht drin. Somit konnte er seiner Frau, die im Saal mit fieberte, kein Geburtstagsgeschenk machen.

Heute stehen die restlichen Partien der ersten Runde auf dem Programm und dann steigen auch die Mitfavoriten James Wade, Raymond van Barneveld und Adrian Lewis in das Turnier ein.

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