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Ted Hankey wurde 2000 und 2009 BDO-Weltmeister © getty

Ted Hankey ringt am ersten Achtelfinal-Tag einen Holländer nieder. Auch Gary Anderson präsentiert sich in bestechender Form.

München/Wolverhampton - Ted Hankey ist der neue Publikumsliebling beim Grand Slam of Darts (GSOD) in Wolverhampton und wird von den Fans begeistert gefeiert.

Auch Gary Anderson läuft zur Höchstform auf und zerlegt James Wade nach allen Regeln der Kunst.

Am Abend werden die restlichen Viertelfinal-Teilnehmer ermittelt.

Mark Walsh - Dean Winstanley 10:9

Den Auftakt im Civic Center machten aber Dean Winstanley und Mark Walsh.

Obwohl Mark Walsh schon lange zu den Topspielern der PDC gehört, ist dies für ihn der erste GSOD.

Auch Winstanley macht sein Debüt bei diesem Event, umso erstaunlicher, denn "Over the Top" spielt erst seit knapp zwei Jahren in der Spitze der BDO mit.

Es wurde eine hochklassige Partie und Winstanley wird sich noch länger fragen, wie er denn mit einem Average von 104,55 verlieren konnte.

Das erste Leg ging an "Walshie", doch Winstanley antwortete mit einem 11-Darter und Finishes von 87 und 92 zur 3:1-Führung. Als der amtierende BDO-Vizeweltmeister dann zwei Darts auf Doppel 20 zum 4:1 nicht nutzte, war Mark Walsh zur Stelle.

Starke Aufholjagd von "Walshie"

Er checkte 138 und legte gleich noch vier weitere Legs zur eigenen 6:3 Führung nach. Diesen Vorsprung hielt "Walshie" bis zum 8:5, bevor nun Dean Winstanley mit einem 138er Finish die Wende einleitete.

Vier Legs in Folge gingen an den Engländer, der mit einem 12-Darter das 9:8 schaffte. Im nächsten Leg verpasste Winstanley dann aber das Bullseye für ein 130er Finish und er ließ auch zwei weitere Chancen ungenutzt.

Mark Walsh nahm die Chance wahr und traf die Doppel 10 zu 9:9.

Obwohl Dean Winstanley das letzte Leg mit 140 und 180 eröffnete, reichte es nicht zum Sieg. Er vergab zwei weitere Darts zum Match auf Doppel 20, Mark Walsh gab sich hingegen zielsicher und setzte seinen Matchdart sicher in die Doppel 18.

Ted Hankey - Michael van Gerwen 10:9

Bei all seinen Teilnahmen zuvor hatte Ted Hankey stets einen sehr schlechten Stand bei den Fans im Civic Center.

Doch in diesem Jahr haben sie ihre Liebe für "Count" entdeckt und sie feierten den BDO-Champion von 2010 mit "Super Ted"-Sprechchören.

Hankey sagte nach dem Spiel, das er den Zuspruch genossen habe, es aber schwer gewesen sei, dabei nicht die Konzentration zu verlieren. Und diese brauchte der Engländer mit dem tief ausgeschnittenen Hemd auch, denn die Partie gegen Michael van Gerwen ging ebenfalls über die komplette Distanz.

"Mighty Mike" erspielte sich eine schnelle 2:0-Führung, die er bis zum 7:5 auch halten konnte. Als van Gerwen im vierzehnten Leg sechs Darts auf Doppel nicht nutze, checkte Hankey und legte ein 78er Finish zur ersten eigenen Führung nach.

"The Count" erstmals im Viertelfinale

Die Partie blieb ausgeglichen und so kam es, wie es kommen musste, es ging in den Decider.

Ted Hankey hatte den Vorteil, als erster zu werfen und der Engländer hatte auch trotz zweier Bouncer den ersten Schuss auf Doppel. Mit einem sicheren 100er Finish mit zwei Darts warf sich "The Count" erstmals in das Viertelfinale des Grand Slam of Darts, wo er am Samstag auf Mark Walsh trifft.

Gary Anderson - James Wade 10:3

Mit einem Feuerwerk warf Gary Anderson seinen englischen Rivalen James Wade aus dem Wettbewerb.

Der "Flying Scotsman" erreichte damit zum vierten Mal in fünf Jahren das Viertelfinale und spielt nun gegen Terry Jenkins um sein drittes Halbfinale in Wolverhampton.

Anderson zieht unaufhaltsam davon

James Wade beeindruckte im ersten Leg mit einer 180 und einem 122er Finish zum 12-Darter.

Mit einem 76er Finish erhöhte "The Machine" auf 2:0, bevor der fliegende Schotte an ihm vorbei segelte. Wie schon so oft war Gary Anderson unglaublich sicher auf die Treble 20. Wenn er dann noch wie an diesem Tag eine Quote von 56% auf Doppel hat, dann ist er nahezu unschlagbar.

Sieben Legs in Folge gingen an Anderson und damit war die Geschichte dieser Partie erzählt. Nach 9x180 und einem Average von 100,45 besiegelte Gary Anderson ein deutliche Niederlage für James Wade.

[kaltura id="0_czyx992a" class="full_size" title="Taylor holt den Titel"]

Terry Jenkins - Wayne Jones 10:8

Als Terry Jenkins am ersten Tag des GSOD eine deutliche 1:5-Schlappe gegen Justin Pipe einstecken musste, hätte er wohl im Traum nicht daran gedacht, fünf Tage später im Viertelfinale zu stehen.

"Comeback-König" schlägt wieder zu

Wie auch in der Gruppenphase, machte "The Bull" in der Partie gegen Wayne Jones seinem Nimbus als "Comeback-König" aber alle Ehre. Jones führte 3:0 und 8:6 und war unter dem Jubel der Fans in seiner Heimat auf dem besten Weg unter die letzten Acht. Doch Terry Jenkins fand noch genügend Energie, um zu später Stunde mit vier Legs in Folge die Partie zu seinen Gunsten zu drehen.

Jenkins ist neben Phil Taylor der einzige Spieler, der bei jeder Auflage des Grand Slam of Darts stets das Viertelfinale erreichte. Im Gegensatz zu "The Power" konnte er das Event aber noch nie gewinnen. Vielleicht ist "The Bull" ja dieses Jahr dran?

Mit den restlichen vier Achtelfinals geht es heute weiter, bevor am Samstag das Viertelfinale auf dem Programm steht.

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