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Jelle Klaasen (r.) gratuliert Raymond van Barneveld zum Halbfinal-Einzug © getty

Am 2. Tag der Viertelfinals trägt sich Raymond van Barneveld in die WM-Geschichtsbücher ein. Wade und Nicholson spielen schwach.

London - Es ist der Traum jedes Dart-Spielers: Das perfekte Spiel, mit neun Darts zum Ziel zu kommen.

Raymond van Barneveld gelang ein solcher Traum-Auftritt ausgerechnet am zweiten Viertelfinaltag der WM in London.der

Damit trug sich die Nr. 2 der PDC bei seinem 5:1 (1:3,3:0,3:0,3:2,3:2,3:2)-Erfolg gegen Jelle Klaasen in die Geschichtsbücherein: Es war der erste Neun-Darter der WM-Geschichte.

Der Erfolg van Barnevelds war aber noch eine zweite Premiere: Der fünffache Weltmeister aus den Niederlanden hatte zuvor noch nie gegen Landsmann Klaasen vor laufenden Kameras gewinnen können.

Der Neun-Darter war der Höhepunkt einer brillanten Vorstellung, wo Barney einen Average von 106,68 schaffte und zum Match ein 161er Finish spielte.

"Ein einmaliges Ergebnis"

"Das Spiel gewonnen zu haben, bedeutet wesentlich mehr als den Neun-Darter geworfen zu haben, obwohl es natürlich ein einmaliges Ergebnis ist", sagte van Barneveld: "Ich bin so stolz, der erste Spieler in der Geschichte der PDC World Darts Championship zu sein, dem dies gelungen ist."

Van Barneveld eröffnete das Match mit einem 14 Darter, doch der Satz ging an Jelle Klaasen, der unter anderem einen 13 Darter zum Break werfen konnte. Mit einem 112er Finish holte sich Barney das erste Leg und konnte mit einem 11 Darter die Führung ausbauen. Nach seiner vierten 180 traf van Barneveld dann auch die Doppel 5 zum Satzausgleich.

Im gleichen Tempo machte er dann im dritten Satz weiter. Nach einem 116er Finish warf er einen 12 und einen 13 Darter zum 2:1 in Sätzen.

Klaasen konnte diesen Lauf von sechs Legs in Folge dann erfolgreich mit einem 99er Finish zum Beginn des vierten Satzes beenden. Die nächsten beiden Legs wurden geteilt, bevor van Barneveld mit zwei 11 Dartern in Folge auch diesen Satz gewinnen konnte.

Beide Spieler konnte zu Beginn des fünften Satzes auch ihren Vorteil halten, bevor Barney ein 116er Finish zum 2:1 spielen konnte. Klaasen war nun seine fünfte 180 in diesem Spiel und glich mit einem 64er Finish aus. Doch es folgte ein 96er Finish zum 14 Darter und van Barneveld war nur noch einen Satz vom Match entfernt.

20.000 Pfund Bonus

Klaasen eröffnete den sechsten Satz mit einem 107er Finish, doch die Antwort von Barney war das perfekte Leg, das van Barneveld nun schon zum dritten Mal bei einem PDC Event und zum zweiten Mal vor laufenden Kameras werfen konnte.

Nach zweimal 180 in Folge warf er die siebte Treble 20, die Treble 19 und die Doppel 12 und sicherte sich neben dem Ruhm auch den Bonus von 20.000 Pfund, falls kein anderer Spieler einen 9 Darter nachlegen sollte.

Klaasen holte sich das dritte Leg, doch van Barneveld glich erneut aus, bevor er mit einem starken 161er Finish das Match beendete.

"Es war klar, dass es nicht einfach werden würde, da Jelle mich bereits zweimal im TV besiegen konnte, so gesehen war ich voll fokussiert", fügte van Barneveld hinzu: "Nach dem ersten Satz habe ich einfach brillant gespielt und ich hoffe, dass ich nun den kompletten Weg gehen kann. Mein schwerster Gegner bin ich selber, wenn ich anfange, an mich zu glauben, dann kann ich jeden schlagen, auch einen Phil Taylor. Phil ist ein phantastischer Spieler, aber ich habe ihn schon einige Male besiegen können.?

Van Barneveld: 10x180, 22x140+, 37x100+, Average: 106,68

Klaasen: 5x180, 11x140+, 29x100+, Average: 95,28.

Wade ist der weniger Schwache

Im Halbfinale trifft van Barneveld auf James Wade, der durch ein 5:3 (3:2,3:2,1:3,3:2,0:3,0:3,3:0,3:1) über Paul Nicholson zum ersten Mal das die Vorschlussrunde der Ladbrokes.com World Darts Championship erreichen konnte.

Die Nr. 3 der PDC war dabei erneut weit von seiner Bestform entfernt, konnte sich aber dennoch in einem nervösen Spiel den Platz unter den Besten vier sichern.

Wade hatte eine 3:1 Führung verspielt, doch mit sechs der letzten sieben Legs holte er sich doch noch den Sieg. Nicholson, der zuvor Dennis Priestley und Adrian Lewis aus dem Turnier werfen konnte, hatte etliche Möglichkeiten, um sich drei der ersten vier Sätze zu holen, und diese Fehler kosteten ihn am Ende den Sieg.

"Es war eine schlechte Vorstellung"

"Ich bin natürlich froh, weiter zu sein, doch es war eine schlechte Vorstellung, weit von dem Standart entfernt, den ich mir selber stelle", sagte Wade: "Ich weiß nicht so Recht, was da schief gelaufen ist, ich habe mich vor der Partie gut gefühlt. Ich habe nun 24 Stunden Zeit, um die Ursachen zu finden."

Nicholson fügte hinzu: "Keiner von uns Beiden konnte seine Bestform erreichen, solche Tage gibt es leider hin und wieder."

Wade: 7x180, 14x140+, 48x100+, Average: 81,75

Nicholson: 4x180, 15x140+, 43x100+, Average: 82,53

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