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Phil Taylor ließ Halbfinal-Gegner Mervyn King letztlich keine Chance © getty

Die Top-Favoriten Phil Taylor und Raymond van Barneveld ziehen ins WM-Finale ein. Kommt es zum ähnlichen Showdown wie 2007?

London - Es ist das Traumfinale, auf das alle Dart-Fans bei den PDC World Darts Championship gehofft haben:

Zum zweiten Mal nach 2007 treffen Raymond van Barneveld und Phil Taylor im Kampf um die WM-Krone aufeinander.

Die Hoffnung ist groß, dass es zu einem ähnlichen Klassiker wie vor zwei Jahren kommt.

Die beiden Favoriten setzten sich letztlich in ihren Halbfinals am Samstag sicher durch.

Perfekter Start für Wade

Einen Tag nach seinem 9 Darter im Viertelfinale gegen Jelle Klaasen siegte van Barneveld mit 6:4 gegen James Wade.

Der Niederländer möchte nun neuen Ruhm im Alexandra Palace von London erwerben. Wade, die Nr. 3 der PDC, zeigte zwar seine beste Turnierleistung und hätte mit 3:1 führen müssen, doch vergebene Darts auf Doppel kosteten ihn diese Führung und am Ende hatte van Barneveld den längeren Atem.

Wade schaffte einen starken Start in die Partie und er warf mit seinem ersten Wurf gleich eine 180 auf dem Weg zum Break in 13 Darts. Doch auch van Barneveld war von Beginn an in der Partie, schaffte mit einem 11 Darter das vierte Break im vierten Leg und hielt dann mit einem 64er Finish erstmals seinen Vorteil.

Schlüsselsituation im vierten Satz

Eine Schlüsselsituation war der vierte Satz. Mit einem 93er Finish schaffte van Barneveld gleich ein Break im ersten Leg , doch nach einer verpassten Doppel 16 konnte Wade sofort ausgleichen. Der Engländer warf einen 14er zur 2:1 Führung, doch Barney glich nach seiner sechsten 180 aus und holte sich dann auch den Satz mit einer Doppel 8.

Im entscheidenden Leg vergab James Wade vielleicht den entscheidenden Vorteil. Erst überwarf er sich bei 86 Rest, konnte sie im zweiten Versuch nicht ausmachen und überwarf sich dann bei einer Doppel 4 gleich mit dem ersten Dart. So stand es dann statt 3:1 für Wade nur 2:2.

Zwar konnte Wade mit dem Gewinn des fünften Satzes ein zweites Mal in Führung gehen, doch Satz sechs und sieben gingen an van Barneveld. Wade glich noch einmal zum 4:4 aus, doch "Barney" war nun nicht mehr aufzuahlten und zog mit 6:4 ins große Finale ein.

"Ich habe nicht großartig gespielt heute, ich war zu unruhig gestern Abend und konnte kaum schlafen nach dem 9 Darter und dem Sieg über Jelle", gab van Barneveld zu: "Ich habe schon mit einem längeren Match gerechnet, doch mit der Art und Weise wie ich gespielt habe, kann ich das Turnier nicht gewinnen."

Dramatisches Finale im Jahr 2007

Van Barneveld hatte vor zwei Jahren Phil Taylor im Sudden Death besiegen können, doch er ist sich sicher, einen komplett anderen Taylor nun als Gegner zu haben.

"In das Finale zu gelangen war mein Ziel, doch ich weiß nicht, ob ich gut genug bin, um Phil zu schlagen. Ich muss alles geben und mich ihm stellen", blickte van Barneveld voraus: "Phil ist in der Lage, dich 7:0 zu schlagen, doch ich kann auch jeden Spieler 7:0 schlagen, man weiß nie. Ich hoffe, ich kann von einem weiteren Titel träumen, wenn nicht, war ich zumindest im Finale dabei."

Van Barneveld: 7x180, 24x140+, 57x100+, Average: 95,35

Wade: 13x180, 23x140+, 36x100+, Average: 91,14

Taylor mit starkem Start

Taylor selbst kam zu einem ungefährdeten 6:2-Erfolg gegen Mervyn King. Eine weitere starke Vorstellung von "The Power"im Alexandra Palace, beim Versuch, seine WM-Krone zurück zu holen.

Er führte bereits mit 3:0 Sätzen, bevor Mervyn King auf 2:3 verkürzen konnte, stürmte dann aber mit einem Average von knapp 104 zu einem weiteren Erfolg.

Nach dem doppelten Satzgewinn von King gab es für ihn in der Partie nur noch ein Leg zu gewinnen. Der sechste Satz ging glatt an Taylor, nach einem 12 Darter zum 1:0 und einen 13 Darter zum Satzgewinn. In der gleichen Verfassung machte er dann weiter und holte sich auch den nächsten Satz zu Null und war nur noch ein Satz vom Finale entfernt.

Mit einem 101er Finish eröffnete Taylor den letzten Satz, bevor King mit 2x180 noch einmal punkten konnte. Taylor eröffnete das dritte Leg dann mit seiner achten 180 und ließ eine 177 folgen. Er traf eine weitere Treble 20, verpasste dann aber eine weitere für ein 144er Finish knapp. Mit einer Doppel 8 wurde es dann noch ein 10 Darter und ein Leg später traf Taylor die Doppel 4 zum Matchgewinn.

King nach der Niederlage selbstkritisch

"Ich bin überglücklich, im Finale zu stehen, es war aber nicht so einfach wie es hätte sein können", sagte Taylor: "Ich führte mit 3:0 und habe dann darüber nachgedacht, was ich da mache, sah mich schon im Finale und habe dann Darts vergeben, das war ein Fehler. Ich kann mich nur auf das Finale am Sonntag konzentrieren und es ist doch nun das Finale, das jeder sehen möchte."

King gab sich nach der Niederlage selbstkritisch: "Man kann nicht erwarten, Phil Taylor zu schlagen, wenn man so spielt wie ich heute, das war nicht gut genug."

Taylor: 8x180, 28x140+, 41x100+, Average: 103,94

King: 6x180, 13x140+, 37x100+, Average: 89,26

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