vergrößernverkleinern
Phil Taylor (l.) setzt sich im Finale gegen Adrian Lewis durch © getty

Beim Turnier in Gladbeck triumphiert der Weltmeister und lässt eine bittere Niederlage im vergangenen Jahr vergessen.

Gladbeck - Nachdem die Nr. 1 der PDC überraschend das Finale der German Darts Championship in Halle Ende November 2008 gegen Co Stompé verloren hatte, kehrte The Power nun erfolgreich nach Deutschland zurück.

Phil Taylor konnte beide Turniere, die in Gladbeck im Rahmen der German Darts Classic durchgeführt wurden, für sich entscheiden.

Damit unterstrich der 14-fache Weltmeister einmal mehr seine Ausnahmestellung im Dartsport. Insgesamt gingen 175 Teilnehmer an den Start.

Neben dem Topfavoriten Phil Taylor hatten mit Terry Jenkins und Jelle Klaasen zwei weitere Spieler der PDC Premier League den Weg von Belfast nach NRW gefunden.

Viele Nationen vertreten

Neben vielen Profis aus Großbritannien waren auch alle Topspieler aus Deutschland und Österreich am Start. Komplettiert wurde das Teilnehmerfeld durch Spieler aus den Niederlanden, Belgien, Tschechien, Ungarn und Finnland.

Die Top 32 der PDC wurden gesetzt und mussten erst in der ersten Hauptrunde an den Start gehen.

Zum ersten Mal war mit Mark Webster auch der ehemalige BDO Weltmeister seit seinem Wechsel zur PDC mit dabei, doch das Debüt verlief wenig erfolgreich für den Waliser.

Er verlor bereits sein erstes Spiel mit 1:6 gegen Ronnie Baxter. Einen Tag später konnte sich Webster zwar erst gegen Michael Rosenauer mit 6:2 durchsetzen und seinen ersten Erfolg feiern, doch danach traf er auf Terry Jenkins und schied mit 2:6 aus.

Deutsche verpassen Sieg-Chancen

Platz 17 belegten unter anderem Mensur Suljovic, Andree Welge und Michael Rosenauer. Während sich Suljovic mit 0:6 gegen Phil Taylor beugen musste, hatten Andree Welge gegen Steve Beaton und Michael Rosenauer gegen Wayne Jones ihre Chancen auf einen Sieg, konnten sie aber nicht nutzen.

Taylor wie man ihn kennt

Die beiden dominierenden Spieler sollten dann Phil Taylor und Adrian Lewis werden, die sich an beiden Tagen in das Finale spielen konnten.

Phil Taylor gewann nach einem 2:2 Zwischenstand im ersten Spiel gegen David Faturn insgesamt 23 Legs in Folge, bevor er nach drei 6:0-Erfolgen erstmals wieder gegen Michael van Gerwen im Viertelfinale ein Leg abgab.

Die Partie gewann Taylor dann mit 6:3 und konnte sich auch gegen dessen Landsmann Vincent van der Voort im Halbfinale auf der Bühne sicher mit 6:1 durchsetzen. Adrian Lewis kam durch Erfolge über Alan Tabern und Denis Ovens ins Endspiel.

Im Endspiel zeigte dann allerdings Phil Taylor seine ganze Klasse und degradierte seinen Gegner zu einem Statisten in der "The-Power-Show?. Taylor zeigte eine beeindruckende Leistung und gewann unter dem Jubel der Fans ein Leg nach dem anderen. Am Ende gewann Phil Taylor mit 6:0, ohne dass sein Gegner auch nur ein einziges Mal auf Doppel werfen durfte.

Neuauflage des Endspiels am zweiten Tag

Einen Tag später ging es dann an gleicher Stelle weiter und dieses Mal gingen 162 Teilnehmer an den Start. Nach der souveränen Vorstellung von Phil Taylor am Vortag stellte sich eigentlich nur die Frage, wer dieses Mal "Best of the rest"? werden würde?

Und so begann es dann auch, Phil Taylor zog erst einmal gewohnt souverän die ersten Siege ein, doch dieses Mal wurde sein Lauf in der dritten Runde etwas gebremst. Taylor spielte gegen den Deutschen Bernd Roith und lag plötzlich mit 1:3 zurück. Roith spielte sehr gut und hatte dann sogar einen Dart auf Doppel 16, um mit 4:1 in Führung zu gehen.

Doch Roith vergab die große Chance und die Partie kippte. Taylor übernahm nun die Kontrolle und gewann das Spiel dann noch mit 6:3. Bernd Roith belegte am Ende den 17. Platz und war zusammen mit Mensur Suljovic und Maik Langendorf der beste nationale Teilnehmer an diesem Tag.

Lewis vs. Taylor

Spannend wurde es dann auf der Bühne. Adrian Lewis hatte sich bereits durch ein 6:4 gegen Alan Tabern erneut in das Finale spielen können und wartete nun auf seinen Gegner. 48208DIASHOW: Die Highlights der WM

Phil Taylor traf auf Kevin Painter und es wurde das spannendste Bühnenspiel des gesamten Wochenendes. Taylor führte mit 4:2, bevor Painter besser in die Partie kam und drei Leg in Folge gewinnen konnte. Taylor glich dann zum 5:5 aus und die Entscheidung musste im letzten Leg fallen.

Hier hatte Kevin Painter den großen Vorteil, das Leg beginnen zu dürfen, doch nun zeigte sich, warum Phil Taylor die unangefochtene Nr. 1 ist. Unter Druck die beste Leistung zu bringen, so etwas zeichnet einen Champion aus und Phil Taylor demonstrierte dies vor den begeisterten Fans.

Taylor ist zur Stelle

Taylor warf eine 180 zu richtigen Zeitpunkt und holte sich das Leg mit einem 12 Darter und freute sich nach dem Matchdart auch sichtlich über den Erfolg.

Im Finale lief es dann nicht viel anders als am ersten Tag. Taylor dominierte die Partie und Lewis konnte trotz aller Bemühungen nicht mithalten. Unter dem Jubel der Fans konnte "Jackpot" dann aber zum 1:5 wenigstens ein Leg gewinnen, bevor sich Phil Taylor mit dem 6:1 seinen zweiten Tagessieg und somit auch seinen zweiten Scheck über 6.000 Pfund Preisgeld sichern konnte.

Zwei erfolgreiche Tage in Gladbeck gingen zu Ende es und es war ein erfolgreicher Auftakt der PDC Europe in die neue Saison. Die nächste Station ist am 04.05.04.09, wenn es im niederländischen Nuland weiter geht.

Zur GDC-SeiteZum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel