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Mark Walsh wurde am 01.02.1965 in Watford geboren © intern

Mark Walsh bezwingt den amtierenden Weltmeister. Doch "The Power" schlägt am nächsten Tag eindrucksvoll zurück.

München - Die PDC ProTour Express machte Station in der Ricoh Arena von Coventry, wo eine Players Championship ausgetragen und ein weiteres Qualifikationsturnier zur UK Open auf dem Programm stand.

Um die nötige Anzahl an Qualifikationsturnieren zu erlangen, gab auch Raymond van Barneveld sein Debüt in diesem Jahr bei der normalen ProTour der PDC, nachdem er bisher nur bei den TV Events angetreten war.

Anfangs lief es noch nicht so gut bei Barney, er scheitere bereits in der dritten Runde an seinem Landsmann Vincent van der Voort. Einen starken Tag hatte Mark Walsh, der mit seinem Turniersieg über Phil Taylor diesem die erste Niederlage in 2009 bei einem Turnier abseits der TV Kameras zufügen konnte.

42-monatige Durststrecke

Walsh führte im Finale bereits mit 2:0 und 5:2, bevor Taylor unter anderem mit einem 128er Finish noch einmal verkürzen konnte. Doch Walsh blieb sicher, traf im zehnten Leg 3x140 und checkte 81 zum 12 Darter und zum Sieg, der für ihn der erste Turnererfolg seit September 2005 war.

Walsh spielte bereits den ganzen Tag auf hohem Niveau und besiegte Matt Clark und Steve Beaton auf dem Weg in das Halbfinale. Dort besiegte er dann Terry Jenkins mit 6:2 und konnte wie bei seinem letzten Turniererfolg Phil Taylor im Finale besiegen.

Taylor marschiert

Phil Taylor hatte in diesem Jahr bisher nur gegen James Wade in der Premier League verloren und hatte nach dem Gewinn der World Darts Championship schon sechs ProTour Events für sich entscheiden können. Auf dem Weg in das Finale gewann The Power unter anderem gegen Kevin McDine, Wayne Mardle, Adrian Lewis, Mervyn King und Jan van der Rassel.

van der Rassel überrascht

Für den Niederländer van der Rassel war es die erste Teilnahme an einem Halbfinale in der PDC, er gelangte durch Erfolge über Wayne Jones, Mark Dudbridge und Andy Smith bis dahin. Gegen Phil Taylor war er aber chancenlos und unterlag mit 0:6.

King mit dem Optimum

Das sportliche Highlight an diesem Tag war der erste 9 Darter von Mervyn King in einem Wettkampf, für den er dann auch noch 4000 Pfund aus dem Jackpot bekam. Eine gute Vorstellung bot einmal mehr Anastasia Dobromyslova, die nur ein Leg bei ihren Erfolgen gegen Darren Lathan und Mark Carter abgab.

Gegen Steve Beaton konnte die Russin aus einem 0:3 ein 4:3 machen, doch dann gab sie doch noch die letzten drei Legs zum 4:6 ab. Sein PDC Debüt gab der frühere Lakeside Champion Andy Fordham.

Der bei den Fans extrem beliebte Viking versucht nach langer Krankheit und einem hohen Gewichtsverlust, wieder Fuß zu fassen in der Dartszene, musste sich aber in der Vorrunde mit 4:6 gegen Gary Scratchley geschlagen geben.

Taylor back on Top

Am zweiten Tag war es dann wie fast immer und der Sieger lautete Phil Taylor. The Power traf im Finale des West Midland Regional Final auf Wayne Jones und musste mehr für seinen nächsten Titel kämpfen, als er wohl vermutet hatte.

Taylor schaffte ein Break im ersten Leg und führte mit 3:1, doch Jones holte sich die nächsten drei Legs und warf dabei auch ein 121er Finish.

Das Spiel ging in das entscheidende Leg, wo Jones dann ein weiteres 121er Finish zum Turniersieg verpasste. Er bekam noch eine weitere Chance, konnte aber zwei Darts auf Doppel 8 und Doppel 4 nicht nutzen und so holte sich The Power mit einem 13 Darter den Sieg. Für Wayne Jones wäre es der erste Turniersieg überhaupt gewesen.

Erst "Barney", dann Priestley

The Power stand bereits im Viertelfinale kurz vor einer Niederlage, als er gegen Raymond van Barneveld mit 2:5 zurück lag. Doch dann drehte die Nr. 1 so richtig auf und drehte die Partie noch mit Legs von 11,11,13 und 11 Darts.

Im Halbfinale hatte Taylor dann beim 6:0 über Dennis Priestley keine Probleme, während Wayne Jones gegen den Vortagessieger Mark Walsh über die komplette Distanz gehen musste.

Starker Butler

Einen schönen Erfolg feierte die US-Legende Larry Butler, der nach Erfolgen über Robert Thornton und Co Stompé das Viertelfinale erreichen konnte und damit schon einen Platz bei den UK Open sicher hat.

Butler traf im Viertelfinale dann auf Dennis Priestley und so mit kam es zu einer Neuauflage des Finales um die World Matchplay, die Butler 1994 gegen Priestley gewinnen konnte. Nach fünfzehn Jahren konnte sich Priestley dann revanchieren und gewann knapp mit 6:5.

Den zweiten 9 Darter an diesem Wochenende konnte Raymond van Barneveld werfen, der im elften Leg gegen Kirk Shepherd nach 180 und 177 ein 144er Finish zu seinem dritten perfekten Leg in der PDC werfen konnte. Da der Jackpot einen Tag vorher von Mervyn King geleert wurde, bekam Barney nur einen Bonus von 400 Pfund.

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