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Phil Taylor sicherte sich seinen elften Titel bei der PDC © imago

Der Weltmeister wird bei der Dutch Darts Trophy seiner Favoritenrolle gerecht. Auch Gary Anderson feiert einen großen Erfolg.

München - Phil Taylor ist als großer Favorit in die beiden PDC Europe Events der Dutch Darts Trophy gegangen und ist seiner Rolle einmal mehr gerecht geworden.

Mit Gary Anderson hatte diese Veranstaltung aber einen weiteren großen Gewinner. Der Schotte, der erst kürzlich als Nr. 1 der WDF zur PDC gewechselt war, erreichte an beiden Tagen das Finale und konnte somit seinen bisher größten Erfolg feiern.

Anderson verlor zwar beide Endspiele gegen Phil Taylor, doch die Art und Weise, wie er sich dabei zur Wehr gesetzt hatte und seine Leistungen im Laufe der beiden Tage haben Eindruck hinterlassen.

Anderson ist angekommen

Die Konkurrenz hinter Phil Taylor musste erkennen, das Anderson nur knapp einen Monat gebraucht hat, um Fuß in der PDC zu fassen. Es gibt einen neuen Wolf im Rudel der Verfolger nach diesem Wochenende.

Für Anderson haben die beiden zweiten Plätze gleich mehrere positive Aspekte. Er wird bei den kommenden Pro Tour Events nun gesetzt sein und somit sind die Zeiten der extrem schweren Auftaktgegner für ihn vorbei.

Zum anderen hat er jetzt schon soviel Preisgeld sammeln können, dass er sicher beim nächsten Major Turnier der PDC, der Stan James World Matchplay dabei sein wird und auch seine Teilnahme an der World Darts Championship dürfte nicht mehr gefährdet sein.

Nur Taylor ist stärker

Beugen musste sich Anderson, der seit seinem Wechsel als ?"The Flying Scotsmen? unterwegs ist, nur Phil Taylor. Inklusive der German Darts Championship in Halle 2007 war dies nun das zwölfte Turnier von "The Power" bei der PDC Europe, jedes Mal erreichte er dabei das Finale und gewann elf dieser Events.

Knappes Endspiel

Nachdem Phil Taylor jeweils mit 6:2 gegen Maik Langendorf, Wayne Jones, Colin Osborne und Ronnie Baxter gewinnen konnte, traf er auf Gary Anderson, der sich mit Erfolgen über Mervyn King, Steve Brown und Terry Jenkins in sein erstes PDC-Finale werfen konnte.

Taylor setzte sich im Endspiel dann mit 6:5 durch

Überdurchschnittlicher Durchschnitt

Am Ende hatte Taylor den sensationellen Average von 115,20 und Anderson 108,24. Beste Spieler für die PDC European Order of Merit wurden Maik Langendorf, Gino Vos, Michel Helder, Toon Grebe, Jelle Klaasen und Mensur Suljovic, die die dritte Runde erreichen konnten und 300 Pfund für das Ranking sammeln konnten.

Van der Voort kassiert

Der zweite Tag begann sofort hochklassig als Vincent van der Voort einen 9 Darter werfen konnte. Für den Niederländer war es das erste perfekte Leg in einem offiziellen Wettkampf und er erhielt 800 Pfund aus dem Jackpot für diese Leistung.

Taylor marschiert souverän

Phil Taylor hatte es dann etwas eiliger, denn er gewann alle Spiele bis zum Endspiel mit jeweils 6:1. Gary Anderson kam dieses Mal durch Erfolge über Peter Wright, Vincent van der Voort und Mark Walsh in das Finale. Es folgte ein weiteres hochklassiges Finale, doch dieses Mal schaffte es Anderson nicht, Phil Taylor unter Druck zu setzen. Taylor siegt mit 6:2.

Grebe mit guten Chancen

Für die European Order of Merit hat Toon Grebe viel Preisgeld sammeln können und er ist jetzt einer der ersten Favoriten auf einen Startplatz bei der European Championship über diese Wertung. Vincent van der Voort wird auch in der European Order of Merit geführt, er gehört aber zu den Spielern, die sich wohl über die anderen Order of Merits qualifizieren werden.

Deutsche vergeben Chancen

Viel Pech hatten Andree Welge und Mensur Suljovic. Andree Welge gewann erst gegen Andy Hamilton und hatte dann die große Chance, mit einem Sieg über Tony Eccles ins Achtelfinale zu kommen. Andree führte mit 5:3 und hatte auch drei Matchdarts zum 6:4, konnte sie aber nicht nutzen und verlor knapp über die komplette Distanz.

Mensur Suljovic verspielte gegen Mark Walsh eine 5:1 Führung. Hannes Schier scheiterte nach einem Auftaktsieg über Peter Manley an Steve Beaton.

Artut scheitert früh

Mit dabei war auch der frischgebackene Deutsche Meister der PDC Europe. Jyhan Artut traf gleich auf Andree Welge, gegen den er schon in Niedernhausen vor einer Woche zwei harte Partien knapp gewinnen konnte.

Auch dieses Mal setzte sich Artut knapp gegen Welge durch, musste sich dann aber in der nächsten Runde einem entfesselt aufspielenden Kevin Painter geschlagen geben. Am Sonntag kam für Artut dann das Aus in der ersten Runde, als er sich in einem knappen Spiel Patrick Bulen geschlagen geben musste.

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