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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Vorfreude auf den dicken Batzen? Ice-Profis beim Torjubel © getty

In der Champions League gibt es viel Geld zu verdienen. Auch Nürnberg will dabei sein, wenn die Millionen verteilt werden.

Nürnberg - Es geht um die europäische Eishockey-Krone und bis zu 1,8 Millionen Euro:

Wenn die Ice Tigers Nürnberg am Freitag auf heimischem Eis gegen den elfmaligen Schweizer Meister SC Bern in die Qualifikation zur neuen Champions League starten, steht bereits eine Menge auf dem Spiel.

Nur der Sieger der Dreiergruppe mit dem HC Kosice (Slowakei) erreicht die Königsklasse und komplettiert den erstmals ausgespielten Wettbewerb mit zwölf Teams in vier Gruppen.

Als deutscher Meister sind die Eisbären Berlin neben je zwei Teams aus Russland, Schweden, Finnland und Tschechien sowie je einer Mannschaft aus der Slowakei und der Schweiz schon qualifiziert, die Franken wollen nachziehen.

"Wir wissen, was auf dem Spiel steht und wollen die Chance nutzen", sagt Sportdirektor Otto Sykora.

Dabei sein ist alles

Die insgesamt mit zehn Millionen Euro dotierte Champions League ist für die finanziell nicht auf Rosen gebetteten Ice Tigers äußerst lukrativ. Knapp zwei Millionen Euro kann allein der Sieger kassieren - doch davon träumt in Nürnberg keiner.

Die Qualifikation gegen die starke Konkurrenz Bern und Kosice, das am Sonntag im abschließenden Turnierspiel zweiter Gegner ist, wäre schon ein großer Erfolg.

Fehlstart in DEL-Saison

"Bern ist absoluter Favorit", sagt Sykora, "Kosice ist wohl mit uns gleichzusetzen." Die Nürnberger sind mit zwei Niederlagen in die DEL-Saison gestartet, und auch die personelle Situation stimmt nicht eben optimistisch.

Eine Ausländerbegrenzung gibt es in der Champions League nicht, Bern und Kosice haben daher aufgerüstet. Nürnberg hält mit Rückkehrer Christian Laflamme dagegen, mehr ist aufgrund des sehr strengen deutschen Lizenzierungsrechtes nicht drin.

"Fiasko" droht

Auch der Zuschauerzuspruch stimmt (noch) nicht, im Vorverkauf wurden gerade mal etwas mehr als 3000 Karten abgesetzt.

Mit mindestens 5000 hat der Klub gerechnet. Es drohe ein "Fiasko", gibt Sykora zu.

Sollten die Ice Tigers die Sensation dennoch schaffen, treffen sie in der Hauptrundengruppe B ab 8. Oktober auf den schwedischen Meister HV71 Jönköping und den Zweiten der finnischen Liga, die Espoo Blues.

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