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Umsonst gekämpft: Nürnbergs Aleksander Polaczek (r.) gegen Berns Roman Josi © getty

Nürnberg scheitert im Kampf um das letzte Ticket für die neue Königsklasse. Die Eisbären sind einziger deutscher Vertreter.

Nürnberg - Die Fleischtöpfe der Champions League bleiben unerreicht, stattdessen müssen sich die Ice Tigers Nürnberg mit heimischer Hausmannskost in der DEL begnügen.

Die Franken scheiterten am Wochenende beim Kampf um das letzte noch freie Ticket für die neugeschaffene Königsklasse und verpassten damit mögliche Millionen-Einnahmen.

Schon nach der 1:4-Niederlage am Freitagabend in eigener Halle gegen den späteren Turniersieger SC Bern waren Nürnbergs Chancen auf den Einzug in die Champions League auf ein Minimum gesunken.

Das 5:4 der Schweizer gegen den slowakischen Vertreter HC Kosice am Samstag bedeutete dann das Aus für die Franken.

Beim abschließenden 5:3 (2:0, 2:2, 1:1) gegen Kosice am Sonntag zeigten die Nürnberger mehr Siegeswillen, das Spiel hatte aber keine sportliche Bedeutung mehr.

Riesige Enttäuschung

"Wir haben ein Jahr sehr hart auf das Ziel Champions League hingearbeitet. Es ist sehr enttäuschend, dass wir es jetzt nicht erreicht haben", sagte Ice-Tigers-Sportdirektor Otto Sykora.

Auch Trainer Andreas Brockmann sprach von einer "großen Enttäuschung".

Berlin einziger deutscher Vertreter

Vor allem finanziell hätte sich das Erreichen der Gruppenphase für die nicht eben auf Rosen gebetteten Nürnberger gelohnt.

100.000 Euro hätte der Turniersieg gebracht, in der Königklasse gibt 300..000 Euro Antrittsgeld sowie 50.000 Euro pro Vorrundensieg.

Geld, das der Meister Eisbären Berlin als einziger deutscher Vertreter im Feld der zwölf Champions-League-Teilnehmer einzustreichen hofft.

Konzentration auf die Liga

"Schade, wir hätten das Geld gerne mitgenommen. Nun müssen wir uns eben auf die DEL konzentrieren und schauen, dass wir da bald in die Spur kommen", sagte Brockmann.

Nach zwei Begegnungen stehen dort null Punkte zu Buche, am Dienstag sind die Krefeld Pinguine nächster Gegner. Im Pokal ist Nürnberg ebenfalls bereits ausgeschieden.

Am Ende fehlt die Kraft

Gegen Bern zeigten die Ice Tigers zumindest phasenweise, dass sie mit europäischen Topklubs mithalten können. "Die ersten beiden Drittel waren okay", fand Sykora.

Mit einem respektablen 1:1 ging es in den Schlussabschnitt. "Da ist uns die Kraft ausgegangen", meinte Sykora.

"Wir hatten auch etwas Pech, dem dritten Tor ging ein klares Foul voraus. Aber man muss anerkennen, dass Bern eine Topmannschaft und verdient weitergekommen ist", sagte Brockmann.

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