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Auf Neuzugang Nate Robinson liegen die Hoffnungen der Adler © getty

Mit zwei Gastspielern gehen die Adler in den Spengler Cup. In der Schweiz will sich Mannheim Selbstvertrauen für die DEL holen.

Von Rainer Nachtwey

München/Davos - In der Liga lief es für die Adler Mannheim zuletzt alles andere als rund: Fünf Niederlagen setzte es zuletzt für den DEL-Rekordchampion.

Und ausgerechnet jetzt, in der schwierigen Phase, nehmen die Adler zusätzliche Strapazen auf sich: Die Teilnahme bei der 83. Auflage des Spengler Cups im schweizerischen Davos vom 26. bis 31. Dezember.

Sportdirektor Marcus Kuhl sieht in dem Traditionsturnier die Möglichkeit zum Abschalten: ?Wir kommen aus dem Liga-Alltag raus, die Spieler können ihre Familien und Verwandten mitnehmen.?

Allerdings steht für die Mannheimer ein knochenhartes Programm an: Vier Spiele in vier Tagen - sollten die Adler das Finale erreichen, kommt noch ein fünftes hinzu.

Auftakt gegen Minsk

Während für die vier Gegner HK Dynamo Minsk, Gastgeber HC Davos (erstes Turnierspiel um 15.30 Uhr), Team Canada und HC Energie Karlovy Vary das Turnier bereits am zweiten Weihnachtsfeiertag startet, darf Mannheim am ersten Spieltag noch zusehen.

Erst am 27. greift der deutsche Vertreter gegen den weißrussischen KHL-Vertreter Dynamo Minsk (ab 20.15 Uhr) ins Turniergeschehen ein. Es folgen Tag auf Tag die Partien gegen Karlovy Vary (28., 15 Uhr), Team Canada (29., 15 Uhr) und den Gastgeber (30., 20.15 Uhr).

Zwei Gastspieler bei den Adlern

Für das kräftezehrende Programm haben sich die Kurpfälzer Verstärkungen gesichert. Beim Spengler Cup dürfen 25 Akteure gemeldet werden. Da im Kader der Mannheimer nur 23 Spieler unter Vertrag stehen, werden die Gastspieler Cory Urquhart und Daniel Steiner in der Schweiz hinzustoßen.

Für den Schweizer Steiner, der mit 29 Jahren den Sprung nach Nordamerika wagte und derzeit zwischen der AHL und ECHL hin- und herpendelt, ist es die Möglichkeit, sich in der Heimat vor dem Transferschluss der NLA am 31. Januar für einen Klub zu empfehlen.

Team hinkt Ansprüchen hinterher

Trainer Doug Mason hofft, dass sich seine Spieler das verloren gegangene Selbstvertrauen nach den zuletzt schlechten Leistungen zurückholen. "Ich habe für viele Auftritte keine Erklärung, unsere Krise hat eine ganze Fehlerkette als Ursache", meint Mason.

Kuhl sieht den Coach und die Spieler unter Zugzwang. "Wir sind alle tief enttäuscht, die Leistungen seit Anfang November entsprechen nicht unserem Anspruch." Ob die Spieler diesem beim Spengler Cup gerecht werden, ist zu bezweifeln.

Allerdings dürfte die Messlatte nicht zu hoch liegen. Bei den bisherigen vier Teilnahmen, erreichten die Mannheimer kein einziges Mal das Finale.

Der Spielplan:

Samstag, 26.12. Dynamo Minsk - Davos 2:3Samstag, 26.12. Team Canada - Karlovy Vary 7:6 n.P.

Sonntag, 27.12. Davos - Karlovy Vary 15 UhrSonntag, 27.12. Adler Mannheim - Dynamo Minsk 20.15 Uhr

Montag, 28.12. Karlovy Vary - Adler Mannheim 15 UhrMontag, 28.12. Team Canada - Davos 20.15 Uhr

Dienstag, 29.12. Adler Mannheim - Team Canada 15 UhrDienstag, 29.12. Karlovy Vary - Dynamo Minsk 20.15 Uhr

Mittwoch, 30.12. Dynamo Minsk - Team Canada 15 UhrMittwoch, 30.12. Davos - Adler Mannheim 20.15 Uhr

Donnerstag, 31.12. Finale 12 Uhr

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