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Alexej Tscherepanow hatte den Beinamen "The Siberian Express" © getty

Alexej Tscherepanow stirbt nach einem Ligaspiel im Krankenhaus. Der Russe hätte unter Umständen gar nicht spielen dürfen.

New York - Das russische Eishockey-Talent Alexej Tscherepanow ist nach einer Herzattacke während eines Spiels seines Klubs Awangard Omsk gestorben.

Der 19-Jährige brach im letzten Drittel des Spiels gegen Witias Tschechow zusammen, als er vom Eis auf die Spielerbank zurückkehrte.

Der Stürmer, der vom NHL-Klub New York Rangers 2007 gedraftet worden war, wurde sofort ins Krankenhaus eingeliefert, die Ärzte konnten sein Leben aber nicht mehr retten.

Eishockey trotz schwachem Herzen

Die Staatsanwaltschaft erklärte am Dienstag, dass Tscherepanow an einer ischämischen Herzerkrankung gelitten habe. Dabei wird der Herzmuskel nicht ausreichend durchblutet.

"Wir werden genau untersuchen, wieso er mit dieser Krankheit Ligaspiele absolvierte", sagte Sprecherin Julia Dschukowa.

Zudem soll nach Medienberichten der Notarztwagen, der bei Spielen normalerweise bereitsteht, schon vor Spielende weggefahren sein.

Liga-Rekord für Rookies

Er habe erst zurückgerufen werden müssen, deshalb habe sich der Transport ins Krankenhaus verzögert.

Tscherepanow, "Sibirien-Express" genannt, galt als eines der größten russischen Eishockey-Talente der Gegenwart. In 106 Spielen für Omsk verbuchte er 40 Tore und 29 Assists.

In seiner ersten Profisaison hatte er mit 29 Scorerpunkten einen Liga-Rekord für Neulinge aufgestellt und damit seine Landsleute Jewgeni Malkin, Alexander Owetschkin und Ilja Kowaltschuk überboten, die mittlerweile Stars in der NHL sind.

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