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Goalie Rob Zepp (r.) spielt seit 2007 für die Eisbären Berlin © imago

Die Eisbären wollen nach dem Triumph in der European Trophy in der DEL angreifen. Die Champions League steht vor einer Wiederbelebung.

Salzburg - Den Auftakt der DEL nur aus der Ferne verfolgt und dennoch der große Gewinner: Mit einem bemerkenswerten Siegeszug haben die Eisbären Berlin die erste Auflage der European Trophy gewonnen und damit eine Kampfansage an die Konkurrenz um den Meister und kommenden Gegner Hannover gesendet.

Am Sonntag treten die Eisbären gegen die Scorpions an (19.30 Uhr LIVESCORES).

"Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Alle haben sehr gut gekämpft. Da war viel Herz und Willen dabei. Jetzt heißt unser Ziel, wieder die beste Mannschaft der Vorrunde und dann die beste Mannschaft der Playoffs zu werden", sagte Trainer Don Jackson nach dem 5:3-Finalsieg gegen den schwedischen Meister HV 71 Jönköping bei der Endrunde in Salzburg.

Eisbären-Manager Peter John Lee wollte den Europacup-Sieg gleich als Beweis für die Stärke der gesamten Liga verstanden wissen: "Die DEL wird oft belächelt. In Salzburg haben internationale Experten gestaunt, welch gutes Eishockey in der DEL gespielt wird."

Prestige schlägt Preisgeld

Die Liga habe gezeigt, wie stark sie sei. Lee freute sich über das gewonnene Prestige sichtlich mehr als über die 70.000 Euro Preisgeld - wovon nach Abzug der Fahrkosten 50.000 Euro übrig blieben.

"Ich habe mit zahlreichen Verantwortlichen gesprochen. Niemand hätte gedacht, dass in Deutschland so gutes Eishockey gespielt wird."

Neun Siege in Serie

Beeindruckend war vor allem, dass sich die Eisbären gegen den Großteil der kontinentalen Elite behaupteten - bei der European Trophy fehlten nur die Teams aus Russland, Weißrussland und Litauen.

Nach der glatten Auftakt-Niederlage gegen Jokerit Helsinki (2:7) gewannen die Berliner neunmal in Serie, darunter gegen den zweiten deutschen Vertreter Adler Mannheim (3:1), der die Endrunde verpasste.

Champions League vor Wiederbelebung

Noch vor einem Jahr hatten die Berliner aus wirtschaftlichen Gründen auf die Teilnahme am Vorgängerwettbewerb verzichtet. Die Champions League wurde kurz darauf aus finanziellen Gründen nach nur einer Austragung gänzlich eingestampft.

Lee arbeitet indes an einer Wiederbelebung der Königsklasse und traf sich am Rande der European Trophy mit dem Generalsekretär des Weltverbandes IIHF, Horst Lichtner.

Königsklasse ohne KHL

Demnach soll die Champions League schon ab der kommenden Saison nicht mehr als Vorbereitungsturnier stattfinden, sondern analog zum Fußball saisonbegleitend.

Pro Land sollen mehrere Teams teilnehmen, lediglich die Mannschaften aus der osteuropäischen Eliteklasse KHL fehlen wegen der langen Reisewege.

Deren bestplatzierte Teams sollen dann aber in einem Turnier gegen Sieger und Finalist der Champions League einen europäischen "Supersieger" ausspielen.

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