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Back to the roots: Erich Kühnhackl im Interview bei SPORT1-Moderator Sascha Bandermann © getty

Der DEB zieht nach dem Pond Hockey Cup ein positives Resüme. Kühnhackl nimmt die Veranstaltung auf seine Art und Weise ernst.

Garmisch-Partenkirchen - Peppi Heiß fühlte sich an seine Kindheit erinnert, Franz Reindl genoss das Flair und Uwe Krupp die frische Luft: Der 1. Pond Hockey Cup des DEB auf dem Riessersee in Garmisch-Partenkirchen sorgte nicht nur bei der versammelten Eishockey-Prominenz für strahlende Gesichter.

Die Rückkehr zu den Wurzeln wurde von allen Beteiligten als voller Erfolg gewertet.

"Das war beste Werbung für das deutsche Eishockey. Eine sehr positive Geschichte, die unbedingt wiederholt werden muss", sagte Alois Schloder, Bronzemedaillengewinner bei den Olympischen Spielen von 1976, im Rahmen der Veranstaltung.

60 Teams spielten bei Bilderbuchwetter auf dem Pond (Teich) um die "Goldene Schneeschippe", Amateure, Promis und Profis zogen am Wochenende vor dem Auftakt der alpinen Ski-WM in Garmisch die stolze Zahl von fast 4000 Zuschauern an.

Keine Torhüter, keine Schlagschüsse

"Es hat mich überrascht, dass die Sache ein solches Flair bekommt. Du spürst die Euphorie auf allen Ebenen", sagte DEB-Generalsekretär Reindl, überrascht vom Zuspruch für den Sport, der mit dem modernen Eishockey nur wenig zu tun hat.

Beim Pond Hockey spielen Vier gegen Vier, es gibt keine Torhüter, Checks sind verboten, Schlagschüsse ebenfalls. Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1

Als Tore dienen 20 Zentimeter hohe Holzkästen, die Kontrolle des Pucks auf dem holprigen Eis gestaltet sich schwierig.

Widrige Bedingungen trotz Sonnenscheins

"Den Lauf der Natur können wir nicht beeinflussen", sagte Reindl mit Blick auf den strahlenden Sonnenschein, der die Rahmenbedingungen zwar verschönerte, gleichzeitig aber erschwerte.

Das Eis wurde mit der Zeit weich und tief, immer wieder mussten die sechs Spielflächen geräumt werden.

Auch Uwe Krupp hatte mit den widrigen Bedingungen zu kämpfen, sah in den schwierigen Verhältnissen aber eine Chance für die Amateure.

"Auf dem Eis läuft jeder gleich Schlittschuh", sagte der auf dem Riessersee erfolglose Bundestrainer ("Wir haben an Erfahrung gewonnen") und genoss sichtlich die Atmosphäre: "Das Tollste ist, dass man draußen ist."

Kühnhackl mit authentischer Ausrüstung

Mit der Veranstaltung an der frischen Luft folgt der DEB einem Trend zur Rückkehr zu den Ursprüngen, der schon vor einigen Jahren in Nordamerika eingesetzt hat.

Die NHL veranstaltet mittlerweile regelmäßig am Neujahrstag ein reguläres Saisonspiel unter freiem Himmel, die Fans nehmen den sogenannten "Winter Classic" begeistert an.

Das Turnier auf dem Riessersee soll auch im kommenden Jahr über die Bühne gehen, als Titelverteidiger im Promi-Bereich geht dann das Team von DEL-Aufsteiger EHC München auf das Eis.

Der ehemalige Weltklasse-Torhüter Heiß setzte sich mit seiner Mannschaft im Finale gegen das DEB-Präsidum durch, das neben Verbandsboss Uwe Harnos auch Erich Kühnhackl aufbot. Deutschlands "Eishockeyspieler des Jahrhunderts" nahm die Rückbesinnung auf die Wurzeln besonders ernst. Kühnhackl trug seine Ausrüstung aus dem Jahr 1976.

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