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Daniel Kreutzer erzielte in der Vorsaison in 45 Spielen acht Tore für die DEG © imago

DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke erklärt, die vom DEB verhängten Strafen anzuerkennen. Nach Aleksander Polaczek und Daniel Kreutzer beschreitet auch Verteidiger Sascha Goc den Rechtsweg. Ein anderer Sünder könnte einer Sperre entkommen.

DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke deutete an, dass die Profiliga die dreimonatige Sperre des Deutschen Eishockey-Bundes wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Richtlinien übernehmen werde.

"Wenn das Urteil rechtskräftig ist, sehe ich derzeit keinen Grund, die Sperre nicht zu übernehmen", sagte Tripcke.

Die DEL hat sich im Kooperationsvertrag mit dem DEB verpflichtet, Sperren und Sanktionen des Verbandes für die Liga anzuerkennen und zu vollstrecken.

Derzeit liegt der DEL das DEB-Urteil aber noch nicht vor, zudem kündigten der Düsseldorfer Kreutzer und der Nürnberger Polaczek Widerspruch gegen die Entscheidung an.

Ohne Lizenzen keine Sperre

"Zurzeit können wir noch keine Sperren verhängen, weil die Spieler noch gar keine Lizenzierungsanträge für die neue Saison gestellt haben", sagte Tripcke.

Erst danach könne er tätig werden. Kreutzer und Polaczek hatten ebenso wie Robert Dietrich und Andrea Lanzl zum zweiten Mal gegen Meldeauflagen der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) verstoßen und waren daraufhin vom zuständigen DEB-Gremium bis zum 31. Oktober gesperrt worden.

Dietrich dürfte dagegen die Sperre nicht treffen. Nach seinem Wechsel zur kommenden Saison in die nordamerikanische Profiliga NHL zu den Nashville Predators wird dort die Sanktion aller Voraussicht nach nicht greifen.

Goc kündigt juristische Schritte an

Die vier Spieler hatten zum zweiten Mal innerhalb von 18 Monaten gegen Artikel 6 des NADA-Codes verstoßen.

Bei einer weiteren Verfehlung innerhalb des genannten Zeitrahmens droht ihnen gar eine einjährige Sperre.

Eine öffentliche Verwarnung erhielten zudem Sascha Goc, Philip Gogulla, Manuel Klinge und Tatjana Hentschke wegen erstmaliger Verstöße. Goc kündigte am Montag an, gegen die Verwarnung juristisch vorzugehen.

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