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Gewann 2007 mit den Anaheim Ducks den Stanley Cup: Teemu Selänne © getty

Ein irreguläres Tor beschert Finnland den Sieg gegen die USA. Deren Coach schimpft: "Eine Horror-Show der internationalen Schiedsrichter".

Halifax/Quebec - Selbst der Videorichter erkannte nicht, dass der Puck durch ein Loch im Netz in die Maschen flog.

Beim 3:2 (0:0, 0:2, 3:0)-Sieg in der Zwischenrunde gegen die USA profitierte Finnland von einer krassen Fehlentscheidung.

Der Videorichter übersah beim 1: 2-Anschlusstreffer durch Ville Koistinen, dass der Puck durch ein Loch im Netz ins Tor gelangte (43.).

"Der Kerl da oben hat ein echtes Problem mit seinen Augen. Er sollte mal zum Arzt gehen", schimpfte US-Trainer John Tortorella.

Spielwertung bleibt bestehen

Der Weltverband IIHF bestätigte nach dem Spiel, dass das Tor nicht korrekt war und nicht hätte anerkannt werden dürfen. Wegen der Tatsachenentscheidung blieb es aber bei der Wertung des Spiels.

Der Videorichter wird allerdings bei der WM nicht mehr eingesetzt.

US-Coach Tortorella, dessen Team durch Tom Gilbert (22.) und Phil Kessel (40.) geführt hatte, am Ende nach Gegentreffern von Teemu Selänne (51.) und Mikku Koivu (57.) aber noch verlor, war nicht nur über das irreguläre Tor sauer.

"Horror-Show der internationalen Schiedsrichter"

"Ich habe vorher über die Horror-Shows der internationalen Schiedsrichter gehört, heute war ich in einer mittendrin", wetterte der Trainer des NHL-Klubs Tampa Bay Lightning: "Das war einfach nur lächerlich."

Die russischen Referees Wjatscheslaw Bulanow und Alexander Poljakow pfiffen völlig inkonsequent und hatten das Spiel überhaupt nicht im Griff.

Über 200 Strafminuten verhängt

Insgesamt verhängten sie 202 Strafminuten, darunter drei Matchstrafen: Olli Jokinen musste schon im ersten Drittel nach einem Check von hinten gegen Tim Gleason in die Kabine, nach der Schlusssirene lieferten sich Anssi Salmela und David Backes eine Prügelei.

Das Viertelfinale hatten beide Teams schon vorher erreicht.

Lettland wahrt Viertelfinal-Chance

Seine Chance auf den letzten freien Platz in der Runde der letzten Acht wahrte Lettland in Halifax mit einem 4:1 (2:1, 1:0, 1: 0) gegen das bisherige Überraschungsteam Norwegen.

Schweiz weiter im Aufwind

Die Schweiz setzte ihre beeindruckenden Leistungen in Quebec fort. Mit 7:2 (2: 0, 3:0, 2:2) gegen Dänemark feierte das Team des früheren deutschen Nationalspielers Ralph Krueger den vierten Sieg im fünften WM-Spiel.

Dabei leisteten sich die Eidgenossen sogar den Luxus, einen Penalty durch Patrick Bärtschi zu verschießen.

Russland weiter ungeschlagen

Neben Rekordweltmeister Kanada und Finnland blieb auch Russland ungeschlagen. Die Sbornaja setzte sich mit 3:2 (0:1, 1:1, 2:0) gegen Schweden durch.

NHL-Star Alexander Owetschkin erzielte sechs Sekunden vor Schluss das Siegtor für den 23-maligen Titelträger.

Am Sonntag rehabilitierten sich die Tre Kronor durch einen 5:3 (0:0, 2:2, 3:1)-Sieg gegen Tschechien.

Slowenen und Italien steigen ab

Aufsteiger Slowenien unterlag im zweiten Relegationsspiel in Halifax Ex-Weltmeister Slowakei 3:4 (0:1, 2:2, 1:0, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen, nachdem er bereits in der ersten Partie 1:5 verloren hatte.

Italien musste sich mit 4:6 (1:2, 1:1, 2:3) Aufsteiger Frankreich geschlagen geben, Spiel eins hatte die Equipe Tricolore bereits mit 3:2 gewonnen.

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