vergrößernverkleinern
Die Eisbären um Patrick Pohl (l.) holten in der vergangenen Saison den Titel in der DEL © getty

Die Eisbären Berlin gehen als Titelverteidiger in die Champions Trophy. Das Nachfolge-Projekt der Champions League stockt noch.

Berlin - Die European Trophy macht es möglich: Bereits am 11. August spielen die 24 Top-Teams des Kontinents ihren Champion aus.

Im zweiten Jahr ihres Bestehens wurde die Trophy noch einmal aufpoliert und um sechs Teams erweitert.

Die Eisbären Berlin leisten Aufbauarbeit, weil ihr Manager Peter John Lee Mitinitiator des Sommercups ist. Die Berliner starten als Titelverteidiger.

Auch die Adler Mannheim gehen auf Trophy-Jagd.

Eisbären-Auftakt in Schweden

"Wir haben uns intensiv auf das Turnier vorbereitet. Meine Mannschaft ist bereit", sagte Eisbären-Trainer Don Jackson.

So gut dann wohl doch nicht: Der Titelverteidiger bekam im Auftaktspiel der West-Division in Göteborg von den dort beheimateten Frölunda Indians eine böse Abreibung verpasst.

Die Eisbären gingen mit 0:6 (0:2, 0:2, 0:2) unter und sind nach dem 4:0 von Red Bull Salzburg gegen den schwedischen Meister Färjestads BK vorerst Tabellenletzter.

Die Adler Mannheim steigen am Sonntag bei den Wien Capitals (20 Uhr) ins Turnier ein.

Champions League gescheitert

Nach dem Ende der Champions League versucht nun die Trophy, ein würdiges Nachfolgeformat zu werden.

Bis auf die russichen Klubs, die sich bereits auf die Meisterschaft konzentrieren, und die Vereine aus der Schweiz sind alle wichtigen Ligen vertreten.

"Ich glaube, dass dieses Turnier das Niveau einer Champions League bekommen kann", sagte Lee.

Weltverband verweigert Hilfe

Allerdings muss sich bis dahin noch viel tun. Das Interesse der Zuschauer hielt sich bei der ersten Austragung im vergangenen Jahr in engen Grenzen.

Lediglich zu den Spielen der immer gut besuchten Berliner Eisbären (BERICHT: DEB und DEL einig) zählte man mal über 7000 Besucher, anonsten blieben die Ränge oft leer.

Keine Unterstützung gibt es vom Weltverband IIHF, der den Alleingang der europäischen Klubs kritisch verfolgt.

[kaltura id="0_y7g5id70" class="full_size" title="Langes Gezeter beendet"]

Finale im Dezember

Um mehr Öffentlichkeit zu erreichen, hat man das Finalturnier in Wien und Salzburg in den Dezember gelegt.

Damit hat die Trophy endgültig ihren Charakter eines Vorbereitungsturners verloren.

Schwere Brocken für deutsches Duo

Doch die Qualifikation für das Endrunden-Turnier wird kein Pappenstil. Nur die jeweils zwei besten Teams der vier Sechser-Vorrundengruppen lösen das Ticket.

Berlin, das sich im vergangenen Jahr den Titel sichern konnte, trifft unter anderem auf Schwergewichte wie Red Bull Salzburg, Tappara Tampere oder Sparta Prag.

Mannheim muss sich mit Linköpings HC aus Schweden und den Tschechen von Pojistovna Pardubice messen.

Gastspiel in Dresden

Viermal genießen die Eisbären Heimrecht, zwei Spiele davon wurden ausgelagert. Am 25. August treffen die Hauptstädter in Dresden auf TPS Turku, den finnischen Meister des Jahres 2010.

"Im letzten Jahr haben wir in Dresden vor über 2000 Zuschauern ein tolles Spiel gegen Sparta Prag mit 5:2 gewonnen, deshalb stellte sich nicht die Frage, ob wir wiederkommen", sagte Lee über das Gastspiel in Elb-Florenz.

Am 28. August geht es in Crimmitschau gegen Tappara Tampere. Die Gruppenphase dauert bis zum 6. September, zehn Tage später beginnt die neue Saison der DEL.

Zum Forum - Jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel