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Alexej Tscherepanow (r.) starb im Oktober während eines Spiels © getty

Das russische Talent Alexej Tscherepanow war bei seinem Tod gedopt. Und er hätte aus einem anderen Grund nicht spielen dürfen.

Das vor zwei Monaten verstorbene russische Eishockey-Talent Alexej Tscherepanow hatte vor seinem Tod (zum Artikel: Tod des Supertalents) verbotene Substanzen eingenommen.

Dieses Ergebnis war am Montag von den russischen Untersuchungsbehörden veröffentlicht worden.

Bei Analysen nach seinem Tod hatten Forensik-Experten Spuren von leistungssteigernden Mitteln in seinem Blut gefunden.

Tod im letzten Drittel

Der junge Spieler war am 13. Oktober in der Partie seines Klubs Awangard Omsk gegen Witias Tschechow im letzten Drittel zusammengebrochen.

Der Stürmer, 2007 vom NHL-Klub New York Rangers gedraftet, wurde sofort ins Krankenhaus eingeliefert, doch die Ärzte konnten sein Leben nicht mehr retten.

Staatsanwalt erwägt Klage

Der "Sibirien-Express" galt als eines der größten russischen Eishockey-Talente der Gegenwart, hätte aber laut Befund wegen einer chronischen Herzmuskelentzündung gar nicht als Profisportler spielen dürfen.

Angeblich denkt die Staatsanwaltschaft über eine Klage gegen die Vereinsärzte nach.

Weltverband wehrt sich

Nach dem Befund zum Tod Tscherepanows hat sich der Weltverband IIHF gegen einen Doping-Generalverdacht gewehrt.

Als Argument für die Einzeltäter-Theorie veröffentlichte die IIHF die Bilanz der Dopingkontrollen der vergangenen Jahre.

"Es wird immer einzelne Athleten geben, die versuchen, zu betrügen, und die glauben, dass verbotene Substanzen ihre Leistung steigern", sagte IIHF-Chefmediziner Mark Aubry am Rande der U20-WM im kanadischen Ottawa.

Zehn positive Proben

Laut des Weltverbandes hat es zwischen 2003 und 2008 bei 1298 internationalen Wettkämpfen lediglich zehn positive Proben gegeben.

Zusätzlich führten die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) sowie die nationalen Agenturen zwischen 2004 und 2007 noch einmal 14.506 unangemeldete Trainingskontrollen mit 56 positiven Befunden durch.

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