vergrößernverkleinern
Christrian Ehrhoff stand 2011 mit Vancouver in den Stanley-Cup-Finals © getty

Der NHL-Star kritisiert mangelhafte Kooperation zwischen Ober- und Unterhaus. Die verpasste Olympia-Quali sei eine Katastrophe.

München - NHL-Profi Christian Ehrhoff hat das deutsche Eishockey massiv kritisiert.

"Es gibt immer irgendwo Ärger", sagte der Verteidiger der Buffalo Sabres vor dem Playoff-Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) im Gespräch mit dem "Sport Bild Plus".

Das größte Problem sei "die mangelhafte Kooperation der DEL mit der zweiten Liga".

Es sei "eine Katastrophe, dass es für junge, talentierte DEL-Spieler keine Möglichkeit gibt, Förderlizenzen zu erhalten, um in der zweiten Liga Spielpraxis zu erhalten", sagte der Nationalspieler, der während des NHL-Lockouts bei seinem Ex-Klub Krefeld Pinguine in der DEL gespielt hatte.

"Darüber kann ich nur den Kopf schütteln. Dadurch wird die Entwicklung deutscher Talente enorm behindert. Man müsste alles gründlich überdenken und neu strukturieren. Aber kurzfristig sieht es ziemlich schlecht aus", führte der Blueliner weiter aus.

Katastrophe für das Ansehen

Ebenso bedenklich stimmt Ehrhoff die verpasste Olympia-Qualifikation der Nationalmannschaft.

"Für das Ansehen des deutschen Eishockeys ist es eine Katastrophe, dort nicht dabei zu sein", sagte der 30-Jährige: "Auch mit Blick auf die schrumpfende finanzielle Förderung ist das für den Deutschen Eishockey-Bund ganz, ganz schlecht."

Die DEB-Auswahl hatte Anfang Februar das Ticket für die Spiele 2014 in Sotschi verpasst.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel