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Alex Barta (li.) und Andreas Renz (re.) im Dreikampf im Testspiel gegen Tschechien © getty

Krupp sieht das DEB-Team auf einem guten Weg. Gegen die tschechische B-Mannschaft war er trotz zweier Niederlagen zufrieden.

Ingolstadt - Geht es nach Bundestrainer Uwe Krupp, dann kommt die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft rechtzeitig zur WM in der Schweiz in Schwung.

Am Donnerstag und am Samstag bestreitet die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) ihre letzten zwei Testspiele vor dem WM-Auftakt am 24. April gegen Russland, "und ich hoffe", betonte Krupp, "dass wir dann unser bestes Eishockey in der Vorbereitung zeigen".

Gegner zunächst in Ravensburg und dann auch in Memmingen ist jeweils Dänemark, "ein Gegner", versicherte der Bundestrainer, "der sich mit uns auf Augenhöhe befindet".

Ein Gegner, der ebenfalls bei der WM (bis 10. Mai) dabei sein wird, ein Gegner wie WM-Teilnehmer Lettland:

Mit zwei Begegnungen gegen die Balten hatte die deutsche Mannschaft die Vorbereitung auf die Titelkämpfe begonnen, zweimal gewann die die DEB-Auswahl in Riga (2:1, 4:2).

"Mit Glück gewonnen"

Echte Härtetests für die deutsche Mannschaft waren die beiden Spiele gegen die Tschechen am Wochenende.

Dabei machte sich zuerst ein Klassenunterschied bemerkbar, beim noch schmeichelhaften 2:6 in Regensburg. (Tschechen fegen DEB-Auswahl vom Eis)

Einen Tag später begegnete das DEB-Team dem elfmaligen Weltmeister in Ingolstadt dann bereits auf Augenhöhe und unterlag nach einer ausgeglichenen Begegnung 3:5. (Zweite Niederlage gegen Tschechien) "Wir haben mit Glück gewonnen", sagte der tschechische Trainer Josef Jandac.

Krupp ist zufrieden

"Wir haben uns gesteigert, wir waren besser als in Lettland. Ich bin über weite Strecken sehr zufrieden", sagte Krupp nach dem zweiten, durchaus gelungenen Aufeinandertreffen mit den Tschechen.

Ein Maßstab war der Weltranglistenfünfte trotzdem nicht. Von den 21 Spielern, die gegen die Deutschen zum Einsatz kamen, fahren etwa drei Viertel nicht zur WM:

Tschechien hat besseres Personal, das noch aus der heimischen Liga und Nordamerika rekrutiert wird.

Kaum Metrostars und Eisbären

Auch in Deutschland laufen derzeit noch die Finalspiele der Playoffs in der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

Doch auf Spieler der Eisbären Berlin und der Düsseldorfer EG wird Krupp weitgehend verzichten, wie er sagte. Die Spieler könnten nach dem Abschluss einer Finalserie "nicht in kürzester Zeit so einfach den Schalter umlegen".

Seine Erfahrungen zeigten, dass vielmehr ein Leistungsabfall zu erwarten sei.

Vier Spieler raus, fünf wieder rein

Einen Personalwechsel hat Krupp bereits am Sonntag vollzogen. Er sortierte die Verteidiger Tobias Draxinger (Ingolstadt) und Steffen Tölzer (Augsburg) sowie die Angreifer Vitalij Aab (Hamburg) und Petr Fical (Nürnberg) aus.

Ihre Plätze nehmen die Verteidiger Sven Butenschön (Mannheim) und Nikolai Goc (Hannover) und die zwei Stürmer Marcus Kink und Michael Hackert (beide Mannheim) ein.

Als dritter Torhüter kommt Dimitri Pätzold (Hannover) dazu.

Hecht hat Interesse

Krupp will einen eingespielten Kader. Nach den Spielen gegen Dänemark wird es deshalb nur noch kleine Änderungen geben. Auf jeden Fall zum Team stoßen wird Christoph Schubert von den Ottawa Senators aus der nordamerikanischen Profiliga NHL.

Jochen Hecht von den Buffalo Sabres hat laut Krupp "Interesse gezeigt". NHL-Profis wie Christian Ehrhoff und Marcel Goc stehen nicht zur Verfügung:

Sie kämpfen mit den San Jose Sharks um den Stanley Cup.

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