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Stefan Ustorf spielte in der NHL bei den Washington Capitals © imago

Die Berliner holen sich durch den Sieg im dritten Spiel den ersten Matchball. Düsseldorf muss am Mittwoch nun gewinnen.

Berlin - Die Eisbären Berlin greifen nach ihrer vierten Deutschen Meisterschaft.

Der Titelverteidiger feierte nach einer Gala-Vorstellung im dritten Playoff-Finale gegen die Düsseldorfer EG einen hochverdienten 5:1 (1:1, 4:0, 0:0)-Erfolg und ging in der Best-of-Five-Serie mit 2:1 in Führung.

Bereits am Mittwoch (ab 19.30 LIVE) in Düsseldorf kann der Vorrunden-Erste mit dem dritten Sieg den nächsten Meistertitel nach 2005, 2006 und 2008 perfekt machen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Elfter Heimsieg in Serie

Vor 14.200 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Berliner Ostbahnhof erzielten Nathan Robinson (2.), Stefan Ustorf (21.), Brandon Smith (25., 28.) und Andrew Roach (30.) die Treffer für die Eisbären, die zum fünften Mal in den vergangenen sechs Jahren in der Endspielserie stehen.

Auf Seiten des achtmaligen Champions DEG, der zuletzt 1996 Meister wurde und das zweite Spiel am Karsamstag 3:1 gewonnen hatte (Düsseldorf schlägt eiskalt zurück), konnte auch Topscorer Brandon Reid (16.) mit seinem fünften Playoff-Tor den elften Berliner Heimsieg in Folge nicht verhindern.

Sieg ist für DEG Pflicht

Die Rheinländer stehen in der Neuauflage des Finales von 2006 nun mit dem Rücken zur Wand.

Die Mannschaft von Trainer Harold Kreis, die das erste Finale in Berlin mit 2:3 verloren hatte (Eisbären zittern sich zum Auftakt-Sieg), muss am Mittwoch vor eigenem Publikum unbedingt gewinnen, um ein alles entscheidendes fünftes Endspiel am Freitag (ab 19.30 Uhr LIVE) in der Hauptstadt zu erzwingen.

Erstes Tor mit erstem Schuss

Die Berliner begannen das dritte Final-Spiel um die 89. deutsche Eishockey-Meisterschaft mit viel Schwung und trafen gleich mit dem ersten Torschuss.

DEG-Goalie Jamie Storr war bei Robinsons platziertem Handgelenksschuss machtlos.

Anschließend schnürten die Hausherren die Gäste phasenweise in deren Drittel ein, scheiterten aber mehrfach am starken Düsseldorfer Keeper und verpassten es, weitere Treffer nachzulegen.

Reid nutzt Eisbären-Fehler

Die DEG fand erst nach einer Viertelstunde zu ihrem gefährlichen Konterspiel und profitierte beim 1:1 von einem Abwehrfehler der Gastgeber.

Die Eisbären-Defensive ließ Reid völlig unbewacht vor dem Tor stehen und der Kanadier netzte einen von Berlins Torwart Rob Zepp abgewehrten Schlagschuss von Shane Joseph Schuss aus kurzer Distanz ein.

Ustorf trifft hinter dem Tor

Im zweiten Drittel schalteten die Gastgeber aber einen Gang hoch und ließen der DEG mit ihrem schnellen Spiel keine Chance.

Kurios fiel dabei das 2:1 in Überzahl: Ustorf schoss Storr von hinten an und vom DEG-Keeper prallte der Puck zurück ins Tor. (Die Stenogramme)

In der Folgezeit war den Gästen in ihrem 15. Spiel seit Beginn der Playoffs vor einem Monat der Substanzverlust deutlich anzumerken.

Den Rheinländern fehlte in ihren Aktionen die Spritzigkeit und die Eisbären zogen auf und davon.

Kräfteschonen für Mittwoch

Im Schlussabschnitt kontrollierten die Eisbären das Spielgeschehen.

Das Team von Trainer Don Jackson, der als DEG-Coach vor drei Jahren im Finale an seinem heutigen Arbeitgeber gescheitert war, verwaltete die Führung und schonte seine Kräfte für das vierte Finale.

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