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Eisbär Sven Felski im Clinch mit Düsseldorfs Ryan Ramsey © imago

Im vierten Spiel der "Best-of-five"-Serie gegen die DEG können die Eisbären mit den DEL-Seriensiegern gleichziehen.

Berlin - Nach der Heimgala soll auf fremden Eis die Meisterschaftskür folgen: Die Eisbären Berlin wollen am Mittwoch (ab 19.30 LIVESCORES) bei der Düsseldorfer EG den entscheidenden Sieg im Kampf um die 89. deutsche Meisterschaft feiern und damit ihren vierten Titel gewinnen.

Sie würden damit gleichziehen mit den drei dominantesten DEL-Teams der Vergangenheit: Adler Mannheim, Köln, und auch der Gegner, die DEG. Allen ist gemeinsam, dass sie vier Titel in Serie auf ihrem Konto haben. Die Adler triumphierten von 1997 bis 2001, Köln zwischen 1984 und 1998 und die Düsseldorfer waren zwischen 1990 und 93 Meister.

Rankel hofft auf Auswärtssieg

"Wir wollen gleich unseren ersten Matchball nutzen", sagte Eisbären-Urgestein Sven Felski vor dem vierten Finalspiel der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

Sturmkollege Andre Rankel setzt ebenfalls auf einen Auswärtserfolg: "Jetzt soll das Licht in unserer neuen Arena nicht noch einmal für uns angehen."

Nach dem beeindruckenden 5:1 (1:1, 4:0, 0:0) am Ostermontag im dritten Endspiel führt der Meister aus der Hauptstadt in der "best-of-five"-Serie mit 2:1 und benötigt nur noch einen Sieg für eine erfolgreiche Titelverteidigung (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Die letzten 70 Minuten der DEG?

"Wir müssen jetzt den Schwung mitnehmen und auch so stark in Düsseldorf auftreten", forderte Berlins Trainer Don Jackson.

Am Ostermontag besangen die Eisbären-Fans unter den 14.200 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Berliner Ostbahnhof bereits zehn Minuten vor der Schlusssirene lautstark die letzten "70 Minuten" der DEG in dieser Saison und feierten schon siegesgewiss den nächsten deutschen Meistertitel nach 2005, 2006 und 2008.

"Es ist noch nicht vorbei"

Nach dem elften Berliner Heimsieg in Folge warnte Coach Jackson aber vor dem angeschlagenen Gegner: "Die DEG ist auch im Halbfinale gegen die Hannover Scorpions nach einem Rückstand zurückgekommen. Es wird um jeden Zentimeter auf dem Eis gehen."

Das sieht Berlins Ex-Nationalspieler Stefan Ustorf ähnlich: "Es ist noch nicht vorbei. Der letzte Sieg ist immer der schwerste."

Zum Siegen verdammt

Die DEG steht in der Neuauflage des Finales von 2006 unter Zugzwang. Die Rheinländer müssen vor eigenem Publikum unbedingt gewinnen, um ein fünftes Endspiel am Freitag in der Hauptstadt zu erzwingen.

"Wir werden sicherlich nicht aufgeben. Jetzt müssen wir Charakter und Leidenschaft zeigen und unseren Heimvorteil nutzen", sagte Düsseldorfs Manager Lance Nethery.

"Unser Spiel zerfiel"

Allerdings scheint der Vorrunden-Dritte mit seinen Kräften am Ende.

In Berlin brach die DEG, die seit dem Beginn der Play-offs vor rund einem Monat schon 15 Spiele absolvierte, besonders im Mitteldrittel ein und kassierte durch Ustorf (21.), Denis Pederson (25.), Brandon Smith (28.) und Andrew Roach (30.) vier Tore in nur neun Minuten.

"Da ging die Schere immer weiter auseinander. Auf einmal war Berlin unheimlich stark und unser Spiel zerfiel", sagte DEG-Trainer Harold Kreis nach der höchsten DEG-Niederlage der diesjährigen Play-offs.

DEG kann nur im ersten Drittel mithalten

Die Frage nach der Müdigkeit seiner Mannschaft wehrte der Deutsch-Kanadier ab:

"Das einzig Ermüdende ist es, immer wieder diese Frage beantworten zu müssen. Aber nein: Ich lasse die Kraftfrage nicht gelten. Unser Problem waren die vielen Einzelaktionen", meinte Kreis.

Seine Mannschaft konnte nur im ersten Spielabschnitt, als Topscorer Brandon Reid (16.) die Berliner Führung durch Nathan Robinson (2.) ausglich, mit den Eisbären mithalten.

"Können besseres Eishockey spielen"

Kreis baut auf den Heimvorteil. Die DEG, die seit 1996 auf ihren neunten Meistertitel wartet, hatte immerhin das zweite Finale in Düsseldorf 3:1 gewonnen.

"Wir haben nur ein Spiel und nicht die Serie verloren. Wir müssen mit dem Bewusstsein ins Spiel gehen, dass wir besseres Eishockey spielen können", sagte der DEG-Coach.

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