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Florian Busch wechselte 2002 von den Jungadlern Mannheim zu den Eisbären Berlin © getty

Der CAS deutet in sieben Stunden keine Entscheidung an - "auch nicht, ob er sich überhaupt zuständig fühlt".

Lausanne - Nach einer fast siebenstündigen Anhörung vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne muss Florian Busch weiter auf eine Entscheidung in seinem Fall warten.

Das Gericht werde sein Urteil in den nächsten Wochen treffen und dann schriftlich verkünden, sagte Buschs Anwalt Klaus Sturm.

"Es sind alle rechtlichen Gesichtspunkte diskutiert und drei Zeugen angehört worden: Florian Busch selber, seine Freundin und der Kontrolleur", berichtete Sturm. Dabei habe das Gericht zu keinem Zeitpunkt zu erkennen gegeben, wie es entscheiden werde. "Auch nicht, ob es sich überhaupt zuständig fühlt."

Geldstrafe und gemeinnützige Arbeit

Uwe Harnos, der als Präsident den Deutschen Eishockey-Bund (DEB) vertrat, rechnet "Mitte bis Ende Mai" mit einem Urteil. "Sonst kann man ja oft an Fragen oder Bemerkungenerkennen, in welche Richtung das Gericht neigt. Aber hier kann man wirklich null Komma garnix sagen", meinte der Kaufbeurer Rechtsanwalt.

Behandelt wurden zwei Klagen der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) gegen den Weltverband IIHF und gegen den DEB. Die Verfahren könnten sowohl mit einem Freispruch als auch mit einer nachträglichen Sperre für den Berliner Stürmer enden.

Busch hatte am 6. März 2008 eine Dopingkontrolle zunächst verweigert und später nachgeholt. Das Schiedsgericht des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) sperrte ihn jedoch nicht wie von der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) gefordert für zwei Jahre, sondern verhängte nur eine Geldstrafe und erlegte ihm gemeinnützige Arbeit auf.

Vorläufig nicht im DEB-Aufgebot

Hintergrund der Entscheidung war die Tatsache, dass Busch zum Zeitpunkt der verweigerten Kontrolle die Athletenvereinbarung nicht unterschrieben hatte und der WADA-Code noch nicht in den DEB-Statuten verankert war.

Mittlerweile hat der DEB sein Regelwerk entsprechend aktualisiert.

Gegen das Urteil des DOSB-Schiedsgerichtes und die Entscheidung der IIHF, Busch bei der WM 2008 in Kanada spielen zu lassen, weil der nationale Rechtsweg noch nicht ausgeschöpft war, ging die WADA in Berufung. Beide Verfahren wurden am Mittwoch vor dem CAS verhandelt.

Einfluss auf die am Freitag in der Schweiz beginnende Weltmeisterschaft hat der Fall aber nicht. Bis zu einer endgültigen Entscheidung gehört Busch nicht zum Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft. (Krupp benennt seinen WM-Kader)

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